"Deutlicher Widerstand": Wagenknecht formuliert rote Linie zur AfD


"Deutlicher Widerstand"Wagenknecht formuliert rote Linie zur AfD

10.09.2026, 13:32 Uhr

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Wählt das BSW in Sachsen-Anhalt den AfD-Kandidaten Siegmund zum Ministerpräsidenten? Nein, sagt Parteigründerin Wagenknecht. Abgesehen davon zieht sie eine rote Linie nach Rechtsaußen. Nämlich dann, wenn es um Remigration geht.

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat Widerstand gegen eine Remigrationspolitik der AfD angekündigt. "Da werden sie unseren deutlichen Widerstand spüren", sagte Wagenknecht im Interview mit RTL und ntv. "Ich finde es ganz schlimm, dass sich Menschen Sorgen machen, dass sie Angst haben." Es könne nicht sein, dass davon gut integrierte Bürgerinnen und Bürger betroffen seien. "Und da werden wir auch nicht mitmachen."

Sie formulierte eine klare rote Linie: "Wenn die AfD es wirklich ernst damit meint, Menschen Angst zu machen, Menschen, die in unser Land gekommen sind, hier arbeiten, sich gut integriert haben, ihre Steuern zahlen und deren Kinder hier aufwachsen, zu zeigen: Ihr gehört hier nicht her. Oder ihnen zu signalisieren: Wir wollen euch rauswerfen."

Zur Gleichsetzung von Homosexualität und "sexueller Abweichung" im AfD-Wahlprogramm sagte Wagenknecht: "Selbstverständlich finden wir, dass jeder Mensch so leben und lieben kann, wie er das möchte und dass es da eine Gleichstellung gibt, auch eine rechtliche Gleichstellung." Weiter erklärte sie: "Wer das infrage stellt, der lebt nicht in unserer Zeit."

Wagenknecht verneinte, dass das BSW den AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt zum Ministerpräsidenten wählen wird. "Wir haben immer ganz klar gesagt, was wir uns wünschen." Siegmund habe "völlig widersprüchliche Dinge gesagt, wann er Ministerpräsident werden will, wann er es nicht werden will". Wagenknecht sagte: "Man hat das Gefühl, eigentlich hat er selber den Eindruck, dass es vielleicht gar nicht so eine gute Idee wäre." Sie plädierte für "eine überparteilich respektierte Persönlichkeit", auf die man sich einigen könne und "die dieses Land auch ein bisschen mehr zusammenführt".

Quelle: ntv.de, ses