DWD warnt amtlich vor Hitzewelle: An einem Tag drohen bis zu 40 Grad, Kliniken bereiten sich bereits auf mehr Notfälle vor
Deutscher Wetterdienst ruft amtliche Warnungen aus – ein Tag steht besonders im Fokus
Stand: 29.07.2026, 12:50 Uhr
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Ärzte raten zu Vorsicht bei Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt, während sich Behörden in mehreren Bundesländern auf Einsätze vorbereiten.
Kaum ist der Sommer richtig angekommen, überschlagen sich die Wetterlagen wieder. Nach kühleren Tagen mit Regen zieht binnen kurzer Zeit erneut heiße Luft aus dem Süden heran und stellt Behörden, Krankenhäuser und Beschäftigte im Freien vor dieselbe Frage wie schon Wochen zuvor: Wie geht man mit extremer Hitze um, ohne dass sie zur Gefahr wird.

Besonders im Fokus steht dabei ein einzelner Tag, an dem laut aktuellen Berechnungen mehrere Wetterfaktoren gleichzeitig zusammentreffen. Kliniken in mehreren Regionen haben bereits interne Hitzepläne aktiviert, wie es aus Krankenhausverbänden heißt, um Engpässe bei der Versorgung älterer und vorerkrankter Patienten zu vermeiden.
Donnerstag im Fokus: Warum ein einzelner Tag heraussticht
Meteorologisch betrachtet ist nicht die Hitze an sich das Ungewöhnliche, sondern das Zusammentreffen mehrerer Faktoren am Donnerstag, dem 30. Juli 2026: hohe Bodentemperaturen durch die vorangegangenen Tage, eine stabile Hochdrucklage und kaum Wind zum Abkühlen. Nach Einschätzung von Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes lässt genau diese Kombination für diesen Tag mit den höchsten Werten der Woche rechnen, während Mittwoch und Freitag vergleichsweise moderater ausfallen sollen.
Besonders im Oberrheingraben sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Bayern werden Höchstwerte um 40 Grad für möglich gehalten, örtlich auch knapp darüber. Für die Beurteilung, wie gefährlich eine Hitzewelle tatsächlich wird, zählt neben der reinen Lufttemperatur auch die sogenannte gefühlte Temperatur, die zusätzlich Luftfeuchtigkeit und Windverhältnisse berücksichtigt. Werte über 32 Grad gefühlter Temperatur gelten in der Hitzeforschung bereits als gesundheitlich relevant, unabhängig vom exakten Thermometerwert. Übrigens: Das sagen die Langfristmodelle wirklich über die nächsten Wochen.
Anders als bei früheren Hitzeperioden setzen viele Krankenhäuser inzwischen auf vorbeugende Maßnahmen statt auf reine Reaktion. Das Bundesgesundheitsministerium verweist auf Musterhitzeschutzpläne für Krankenhäuser. Sie regeln unter anderem, wann Zimmer verdunkelt, zusätzliche Kühlgeräte aufgestellt und Pflegekräfte für Notfälle wie Hitzschlag oder Kreislaufkollaps sensibilisiert werden.
Rettungsdienste in Ballungsräumen rechnen erfahrungsgemäß mit einem Anstieg der Einsätze, sobald die Temperaturen über mehrere Tage hinweg auf hohem Niveau bleiben. Besonders betroffen sind laut Notärzten ältere Menschen, Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kinder, weil deren Körper Hitze schlechter regulieren können als der eines gesunden Erwachsenen. Viele Balkonpflanzen leiden im Sommer übrigens ebenfalls: Mit diesen Tricks bleiben sie länger glücklich.