Melonen-Regel: So wirkt dein Zuhause sofort ruhiger und aufgeräumter
Publiziert23. August 2026, 17:32
EinrichtungstippDie Melonen-Regel soll Schluss mit deinem Deko-Chaos machen
Laut Interior-Designer Hans Lorei lassen zu viele kleine Dekoobjekte Räume schnell chaotisch wirken. Seine Lösung ist überraschend konkret: Alles sollte mindestens so gross sein wie eine Cantaloupe-Melone sein.

«Nichts sollte kleiner sein als eine Cantaloupe», sagt Hans Lorei in einem Video. Der Interior-Designer und Immobilienentwickler aus Nashville ist für seine Einrichtungstipps auf Social Media bekannt. Seine Regel: «Kleine Objekte wirken generell wie Unordnung. Grosse Objekte wirken absichtlicher.»
Ein mittelgrosses Exemplar dieser Melonensorte hat ungefähr einen Durchmesser von 13 Zentimetern. Deko in dieser Grössenordnung oder darüber wirke für Lorei «durchdacht», alles darunter werde schnell zu «visuellem Rauschen».
Kleinkram muss trotzdem nicht weg
Wer an Mini-Vasen, Figuren oder Souvenirs hängt, muss sie laut Lorei natürlich nicht entsorgen. «Wenn du die kleinen Sachen liebst, kannst du sie auf einem Tablett gruppieren, sodass sie wie ein einziges Ding wirken.» Sein Fazit: «Weniger, dafür grössere Dinge.»
Was hältst du von der «Melonen-Regel» für eine aufgeräumte Wohnung?
Das ist ein super Tipp, kleine Deko wirkt bei mir auch oft wie Chaos.
Ich finde die Regel zu streng, mein Zuhause darf ruhig etwas vollgestopft sein.
Ich bin zwiegespalten – Ordnung ist gut, aber es soll ja auch gemütlich bleiben.
Das ist mir egal, ich kaufe Deko, die mir gefällt, egal wie gross sie ist.
Ich brauche keine Regeln, um mich in meinen vier Wänden wohlzufühlen.
Die Idee hat Lorei nicht erfunden. Schon 2012 riet US-Interior-Designerin und damalige HGTV-Moderatorin Sabrina Soto, Accessoires kleiner als eine Cantaloupe zu vermeiden, weil zu viel davon visuelle Unordnung erzeuge. Auch Designerin Rachel Cannon folgt heute derselben Faustregel.
«Für Immobilienfotos inszeniert»
In Loreis Kommentarspalte kommt der Tipp längst nicht bei allen gut an: Viele User nerven sich darüber, dass Privathaushalte immer gestellter aussehen sollen. Ein User findet, so sehe ein Zuhause eher «für Immobilienfotos inszeniert» aus als bewohnt. Ein anderer Kommentierender sieht das ähnlich: «Ein Haus ohne Würze. Nicht alles muss aussehen, als wäre es verkaufsbereit.»

Andere User danken Lorei für den Tipp: «Das ergibt Sinn, darauf wäre ich selbst nie gekommen.» In der Kommentarspalte finden sich auch viele Scherze, so schreibt jemand, er müsse jetzt los, «Deko-Melonen kaufen». Ein anderer findet ganz pragmatisch: «Super, dann kann ich meiner Frau jetzt sagen, dass ich mehr grössere Lego-Sets brauche.»
Welche anderen Styling-Regeln für die Wohnung kennst du sonst noch?

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
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