Diplomatischer Eklat zwischen Brasilien und Argentinien | Kleine Zeitung


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Der diplomatische Eklat zwischen Brasilien und Argentinien hat sich weiter verschärft. Nach erneuten verbalen Attacken des rechtsgerichteten argentinischen Präsidenten Javier Milei gegen seinen linken brasilianischen Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva stufte Brasilien die diplomatischen Beziehungen zu Argentinien herab, wie das argentinische Außenministerium in Buenos Aires am Mittwoch mitteilte.

Diplomatische Spannungen zwischen Milei und Lula da Silva

© APA/AFP

Diplomatische Spannungen zwischen Milei und Lula da Silva

vor 54 Minuten

5. August 2026 um 17:56

Die brasilianische Regierung habe dem argentinischen Botschafter in Brasilien, Daniel Raimondi, ihre Entscheidung mitgeteilt, die diplomatische Vertretung auf die Ebene von Geschäftsträgern zu reduzieren und die Rückkehr des Botschafters nach Argentinien zu beantragen.

“Die Argentinische Republik nimmt den einseitig von der Regierung der Föderativen Republik Brasilien gefassten Beschluss zur Kenntnis und bedauert deren Entscheidung, sich aus rein ideologischen Gründen weiterhin vom Rest der Region zu isolieren”, kommentierte das argentinische Außenministerium die Entscheidung.

Der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Südamerikas hatte vor anderthalb Wochen begonnen, als Milei bei der Nominierung des rechtsgerichteten brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro den aktuellen Amtsinhaber Lula als “Dieb” und “Häftling” bezeichnete. Zudem rief Milei dazu auf, dem “sozialistischen Abschaum” in Lateinamerika den Rücken zu kehren.

Brasilien reagierte, indem es seinen Botschafter aus Buenos Aires abzog. Anstatt sich zu entschuldigen, legte Milei im argentinischen Fernsehen mit weiteren Beleidigungen nach.

Argentiniens Außenminister Pablo Quirno bedauerte in einer Pressekonferenz die Entscheidung Brasiliens. Er sagte aber, dass es in der Vergangenheit auch Beleidigungen in Richtung Milei durch die brasilianische Regierung gegeben habe. Quirno kündigte an, dass die argentinische Regierung an der Einberufung eines Treffens gleichgesinnter Staatschefs der Region arbeite.