CPU-Sparmodus und NPC-Ausdünnung helfen kaum in Dragon’s Dogma 2


Dragon’s Dogma 2 endlich flüssig im Check? Neuer Patch bietet CPU- und NPC-Sparmodus

Dragon’s Dogma 2 war von Beginn an mit stellenweise schlechter Performance geplagt, wofür sich in der Regel die CPU verantwortlich zeigte. Jetzt scheint es endlich Abhilfe zu geben.

Dragon’s Dogma 2 endlich flüssig im Check? Neuer Patch bietet CPU- und NPC-Sparmodus
Bildquelle: PCGH

Mit Title Update 3.2 vom zweiten September 2026 hat Capcom Dragon’s Dogma 2 der PC-Version mit dem CPU-Energiesparmodus und der NPC-Ausdünnung zwei neue Optionen spendiert, die unmittelbar auf die notorisch hohe CPU-Last des Rollenspiels zielen. Im Technik-Test hieß es damals von CPU-Fachredakteur David Krausbauer noch: „Ohne mächtige CPU müssen Sie entweder Details reduzieren oder sind aufgeschmissen.“

Der Patch hat überdies Denuvo entfernt. Wir haben damit drei Ansätze, welche in der Theorie für eine höhere Prozessor-Performance sorgen. Was dabei Denuvo an Fps kostet, können wir nicht direkt prüfen, da wir nur die Live-Version von Dragon’s Dogma 2 zur Verfügung haben. Doch dafür haben wir uns den CPU-Energiesparmodus sowie die NPC-Begrenzung auf einem AMD Ryzen 7 5800X3D in der Stadt Vernworth genauer angeschaut.

Die neuen Funktionen kurz vorgestellt

Der CPU-Energiesparmodus soll laut Beschreibung die Zahl der genutzten CPU-Threads und damit die CPU-Auslastung senken. Der Entwickler warnt im Optionsmenü zugleich davor, dass dadurch die Bildrate sinkt. Moment: Ein Patch, der die CPU-Performance verbessern soll, führt also eine Funktion ein, die aktive CPU-Threads begrenzt, die Auslastung reduziert und dafür Leistung kostet? Richtig gelesen. Noch kurioser wird es bei der internen Belastungsanzeige des Spiels: Mit aktiviertem CPU-Energiesparmodus steigt dort die ausgewiesene Rechenlast sogar an.

Die NPC-Ausdünnung verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Schon kurz nach Release haben Spieler die große Zahl gleichzeitig simulierter NPCs als einen der Gründe für die hohe CPU-Last in den Städten ausgemacht. Einige gingen sogar dazu über, NPCs gezielt aus dem Spiel zu „entfernen“, um die Bildrate merklich zu steigern. Mehr als zwei Jahre später baut Capcom nun eine Funktion ein, die die Zahl der dargestellten beziehungsweise verarbeiteten NPCs auf deutlich weniger blutige Weise reduziert. Hier steckt tatsächlich Potenzial für eine niedrigere CPU-Last: Weniger NPCs bedeuten weniger KI-, Animations- und Simulationsarbeit.

Der Benchmark-Vergleich

Der CPU-Energiesparmodus senkt die CPU-Last im Mittel um sieben Prozent, während die Performance um bis zu 4,2 Prozent bei den wichtigen Frametimes einbricht. Genau in den Szenen, in denen Dragon’s Dogma 2 CPU-Leistung benötigt, nimmt man dem Spiel damit Rechenkapazität weg. Uns erschließt sich daher der Sinn dieser Option nicht, zumindest am Desktop-PC. Die NPC-Ausdünnung ist aber auch nicht der erhoffte Fang geworden, denn hier verzeichnen wir bis zu 4,9 Prozent geringere Fps, während die mittlere CPU-Last identisch zum Basis-Setting ist. Was auch immer diese Funktion macht, sie verhilft nicht zu höherer Prozessor-Performance. Wenn wir beide Funktionen gleichzeitig aktivieren, verlieren wir bis zu 7,6 Prozent an Fps. Jene, die an zu geringer CPU-Leistung leiden, erhalten durch die neuen Optionen also keine Linderung.

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Bildquelle: PCGH

Die Analyse des Frametimeverlaufs offenbart, dass die Performance-Optionen nur einen kleinen Einfluss auf das Geschehen haben, wenn es darauf ankommt. Der grüne Graph stellt die Basis dar, bei Rot ist der CPU-Energiesparmodus aktiv, bei Blau die NPC‑Ausdünnung. Orange stellt die Aktivierung beider Optionen grafisch dar. Die Spitzen kennzeichnen dabei einen Nachladeruckler auf CPU-Seite und jede Form der CPU-Entlastung sollte sich positiv auf dessen Glättung auswirken. Je geringer die Spitze ausfällt, desto weniger spüren Sie als Spieler davon.

Fazit: Finger weg

Dragon’s Dogma 2 hat weiterhin einen schweren Stand bei der Prozessor-Belastung. Dass Denuvo entfernt und damit Ressourcen freigeschaufelt wurden, ist positiv anzumerken, doch die neuen Optionen zur weiteren CPU-Entlastung liefern nicht das, was sie versprechen. Einerseits scheint der Energiesparmodus eher für Mobile/Handhelds gedacht zu sein und andererseits ist die vielversprechendste Option, die NPC-Ausdünnung, ein Rohrkrepierer. Wir haben die Szene extra neu laden lassen, damit das Spiel auch wirklich die Chance hat, weniger NPCs zu rendern.

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