Dutzende Wohnungen nach Brand in Berliner Hochhaus weiter unbewohnbar


Technischer Defekt ausgeschlossen

Dutzende Wohnungen nach Brand in Berliner Hochhaus weiter unbewohnbar

Spuren eines Brandes sind zu sehen an einem Hochhaus in Berlin-Friedrichshain zu sehen (Quelle: picture alliance/V.Sindieiev)
Spuren eines Brandes sind zu sehen an einem Hochhaus in Berlin-Friedrichshain zu sehen (Quelle: picture alliance/V.Sindieiev)

Nach einem Brand in einem Hochhaus in Berlin-Friedrichshain sind nach Angaben der Deutsche Wohnen derzeit noch 80 Wohnungen gesperrt. 21 Mietparteien konnten am Montag hingegen in ihre Wohnungen zurückkehren. Für 19 wurden Ersatzunterkünfte organisiert. Die übrigen Betroffenen seien bei Familie oder Freunden untergekommen.

Die Polizei schließt einen technischen Defekt als Ursache für den Brand derzeit aus. Dafür gebe es keine Hinweise, sagte ein Sprecher dem rbb. Nach aktuellem Ermittlungsstand bestehe der Verdacht auf fahrlässige oder vorsätzliche schwere Brandstiftung.

Dramatischer Einsatz

Das Feuer war am Freitag im elften Stock eines 21-stöckigen Hochhauses an der Straße der Pariser Kommune ausgebrochen und hatte auf das darüberliegende Stockwerk übergegriffen. Mehrere Menschen mussten verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr hatte von einem in Teilen dramatischen Einsatz gesprochen.

Eine Frau habe bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte schon auf dem Fensterbrett des betroffenen Hochhauses gesessen, hinter ihr schwarzer Rauch, sagte ein Sprecher der DPA letzte Woche. Da die Drehleiter nicht bis in den elften Stock, sondern nur etwa bis in den neunten Stock reichte, musste sie in den etwa ein bis zwei Quadratmeter großen Drehleiterkorb springen. Dort sei die Frau von Feuerwehrleuten aufgefangen worden. "Das war wirklich auf Messers Schneide", so der Feuerwehrsprecher. Es hätte auch leicht zu einem großen Unglück kommen können. Die Frau sei leicht verletzt worden.

Sendung: rbb|24, 17.08.26, 19:20 Uhr

Audio: rbb|24, 17.08.26, Giuliana Koch

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