Eine Stunde mehr Schlaf: Zeitumstellung im Herbst – wann werden die Uhren umgestellt?
Eine Stunde mehr Schlaf Zeitumstellung im Herbst – wann werden die Uhren umgestellt?
Im Oktober endet die Sommerzeit. Wann genau die Uhren zurückgestellt werden, was bei Bahnreisen gilt und ob die Zeitumstellung abgeschafft wird.
09.09.2026 , 07:37 Uhr
Im Herbst werden die Uhren umgestellt.
Foto: epd/Norbert Neetz
Die Zeitumstellung auf die Winterzeit findet im Jahr 2026 in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, statt. Um 3 Uhr MESZ werden die Uhren auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Die Nacht ist dadurch eine Stunde länger.
Wer am Sonntagmorgen aufwacht, kann also theoretisch eine Stunde länger schlafen. Die Umstellung erfolgt in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze:
- Termin: Sonntag, 25. Oktober 2026
- Uhrzeit: Um 3 Uhr wird die Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt
- Folge: Eine Stunde mehr Nacht und damit eine Stunde mehr Zeit
- Bezeichnung: Aus Sommerzeit (MESZ) wird Mitteleuropäische Zeit (MEZ), umgangssprachlich Winterzeit
- Merksatz: Im Herbst werden die Uhren zurückgestellt – die Gartenmöbel kommen „zurück“ in den Schuppen.
Vor oder zurück? So merken Sie sich die Zeitumstellung
Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vor die Tür gestellt, im Herbst kommen sie wieder zurück in den Schuppen. Diese Eselsbrücke hilft auch bei der Uhr: Im Oktober werden die Uhren zurückgestellt.
Konkret wird die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr zweimal durchlaufen. Wenn die Uhr erstmals 2.59 Uhr anzeigt und auf 3 Uhr springen würde, geht sie stattdessen zurück auf 2 Uhr. Erst danach läuft die Normalzeit weiter.
Winterzeit 2026: Was bedeutet MEZ?
„Winterzeit“ ist die geläufige Bezeichnung für die Mitteleuropäische Zeit, kurz MEZ. Fachlich handelt es sich um die Normalzeit. Während der Sommerzeit gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit, kurz MESZ.
Der Unterschied beträgt eine Stunde:
- MEZ: koordinierte Weltzeit (UTC) plus eine Stunde
- MESZ: koordinierte Weltzeit (UTC) plus zwei Stunden
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) beschreibt den Wechsel gesetzlich als Ende der Sommerzeit am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr MESZ. Die Regelung gilt in Deutschland und ist in die europäische Zeitordnung eingebettet.
Welche Uhren müssen umgestellt werden?
Viele Geräte erledigen die Umstellung automatisch. Dazu gehören in der Regel Smartphones, Computer, Tablets und Funkuhren, wenn die automatische Zeiteinstellung aktiviert ist. Auch digitale Wecker oder Smartwatches passen sich meist selbst an.
Manuell kontrolliert werden sollten dagegen unter anderem:
- analoge Armbanduhren
- klassische Wand- und Weckeruhren
- Backöfen und Mikrowellen
- ältere Autoradios und Navigationsgeräte
- digitale Zeitschaltuhren
- Kameras oder andere Geräte ohne Funk- beziehungsweise Internetabgleich
Wer am Sonntag einen wichtigen Termin hat, sollte trotzdem kurz prüfen, ob die Geräte tatsächlich die richtige Zeit anzeigen. Besonders bei Weckern, Heizungssteuerungen und Zeitschaltuhren kann ein falscher Wert unangenehme Folgen haben.
Was gilt bei Bahnreisen in der Nacht der Zeitumstellung?
Für den Bahnverkehr ist die Umstellung auf die Winterzeit ein wiederkehrender Sonderfall. Bei Nachtzügen kann die zusätzliche Stunde in den Fahrplan eingeplant werden. Reisende sollten deshalb ihre Verbindung für die Nacht zum 25. Oktober 2026 prüfen und auf mögliche Hinweise im Fahrplan achten.
Bei S-Bahnen und anderen Verbindungen, die in der Nacht durchgehend unterwegs sind, kann die Umstellung ebenfalls in den Betriebsablauf einfließen. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Verkehrsunternehmens. Wer spätabends oder frühmorgens unterwegs ist, sollte Abfahrtszeit und Anschlussverbindungen am besten kurz vor der Reise noch einmal kontrollieren.
Warum gibt es die Zeitumstellung noch?
Die Sommerzeit wurde eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und dadurch Energie zu sparen. In Deutschland gilt der heutige Wechselrhythmus – Sommerzeit im Frühjahr, Normalzeit im Herbst – seit 1996. Die Bundesrepublik hatte die Sommerzeit bereits 1980 wieder eingeführt.
Ob die Zeitumstellung tatsächlich nennenswert Energie spart, ist seit Jahren umstritten. Während am Abend weniger künstliches Licht benötigt werden kann, können andere Effekte, etwa ein höherer Heizbedarf am Morgen, mögliche Einsparungen teilweise ausgleichen.
Wird die Zeitumstellung 2026 abgeschafft?
Nein. Für das Jahr 2026 bleibt es in Deutschland bei der Umstellung zwischen Sommerzeit und Normalzeit.
Über eine Abschaffung wird in der Europäischen Union seit Jahren diskutiert. Das Europäische Parlament hatte sich 2019 grundsätzlich für ein Ende der halbjährlichen Umstellung ausgesprochen. Eine endgültige, EU-weit einheitliche Regelung ist jedoch nicht beschlossen. Die Mitgliedstaaten müssten sich unter anderem darauf verständigen, ob dauerhaft die Sommerzeit oder dauerhaft die Normalzeit gelten soll.
Was hilft gegen Müdigkeit nach der Zeitumstellung?
Auch wenn die Umstellung im Herbst vielen Menschen leichter fällt als der Wechsel im Frühjahr, kann der veränderte Rhythmus den Schlaf beeinflussen. Manche Menschen fühlen sich am ersten Tag müde, wachen früher auf oder haben abends zunächst weniger Schlafdruck.
Diese Maßnahmen können helfen:
- Schlafrhythmus langsam anpassen: Wer empfindlich reagiert, kann die Schlafens- und Aufstehzeit einige Tage vorher schrittweise um etwa zehn bis 15 Minuten verschieben.
- Tageslicht nutzen: Ein Spaziergang am Morgen hilft dem Körper, den neuen Rhythmus schneller einzuordnen.
- Bewegung einplanen: Bewegung an der frischen Luft kann die Müdigkeit am Tag reduzieren.
- Abends Ruhe schaffen: Weniger Bildschirmlicht und ein ruhiger Tagesausklang erleichtern das Einschlafen.
- Nicht auf die Uhr fixieren: Eine einzelne unruhige Nacht ist in der Regel kein Grund zur Sorge.
Halten Schlafprobleme länger an oder sind sie stark ausgeprägt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Hinweise ersetzen keine medizinische Beratung.