Einschulung in Sachsen-Anhalt 2026: Das sollten Eltern zum Schulanfang wissen
AUDIO: Einschulung und Schulstart 2026 in Sachsen-Anhalt: Termine und Tipps (Symbolbild) (3 Min)
Schuljahr 2026/27
Einschulung und Schulstart 2026 in Sachsen-Anhalt: Termine und Tipps
Stand: 15.08.2026 11:47 Uhr
Am Samstag feiern tausende kleine Sachsen-Anhalter ihre Einschulung. Am kommenden Montag beginnt dann für alle Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr 2026/27. Hier finden Eltern die wichtigsten Termine, Vorbereitungstipps sowie Infos zu Pflichten und finanziellen Hilfen.
von Linus-Benedikt Zosel, MDR SACHSEN-ANHALT
- Wie viele Erstklässler in Sachsen-Anhalt mit der Schule anfangen, ist noch nicht klar.
- Eltern von Schulkindern haben bestimmte Rechte und Pflichten.
- Für Familien mit weniger Geld gibt es Unterstützung über das Bildungspaket.
Am 17. August startet in Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr. Viele Schüler setzen dann ihre Laufbahn an der Schule fort, es kommen aber auch einige neue hinzu – zwei Tage vor Schuljahresbeginn feiern die neuen Erstklässler mit ihren Familien in den Kleingartenanlagen, Restaurants und Wohnzimmern des Landes ihre Einschulung.
Wann beginnt die Schule wieder in Sachsen-Anhalt?
- Der letzte Tag der Sommerferien in Sachsen-Anhalt ist der 14. August.
- Der Tag der Einschulung ist der 15. August.
- Der erste Schultag ist am 17. August.
Wie viele Erstklässler kommen an die Schulen in Sachsen-Anhalt?
Insgesamt rund 17.800 neue ABC-Schützen beginnen in diesem Jahr ihre schulische Laufbahn an Sachsen-Anhalts Schulen. Das teilte das Bildungsministerium des Landes am Freitag (14.August) mit. Im Schuljahr 2025/26 waren es 18.947 Erstklässler. Die Gesamtzahl der Schüler in Sachsen-Anhalt liegt bei etwa 259.000.
Mehr Zahlen und Fakten zum neuen Schuljahr finden Sie hier.
So bereiten Sie Ihr Kind auf die Einschulung vor
Eltern können an mehreren Stellschrauben drehen, um ihre Kinder gut auf die Schule vorzubereiten. Neben klassischen Themen wie der Vorbereitung auf das Lesen, Schreiben und Rechnen gehören dazu auch Sozialkompetenzen, wie das Bildungsministerium mitteilte. Ein Überblick:
Das brauchen Schüler für das neue Schuljahr
In die Ranzen und Federmappen gehören Stifte, Lineal, Hefter und Papier. Die neuen Schüler brauchen aber auch Dinge, die je nach Schule variieren. Laut Bildungsministerium informieren die jeweiligen Schulen vor Beginn des Schuljahres darüber, was in die Ranzen der neuen Schüler gehört. Dabei geht es unter anderem um Bücher und spezielle Hefter.
Wichtig sei auch, dass der Ranzen den Kindern gefällt. Außerdem solle er witterungsfest und verkehrssicher sein. Der gefüllte Schulranzen sollte außerdem laut Ministerium nicht mehr als zwölf bis fünfzehn Prozent des Körpergewichtes des Kindes wiegen.
Das sind Rechte und Pflichten der Eltern
Nach Angaben des Bildungsministeriums haben Eltern jederzeit das Recht, sich in schulischen und pädagogischen Angelegenheiten von den Lehrkräften beraten zu lassen. Dazu gehören unter anderem der Leistungsstand des Kindes oder die Bewertungsmaßstäbe der Schule. Außerdem dürfen Eltern, nach Absprache mit der Schulleitung, den Unterricht besuchen, in dem ihr Kind ist. Eltern können außerdem, beispielsweise als Elternvertreter, in Schulgremien mitarbeiten.
Eltern müssen ihre Kinder generell an der öffentlichen Grundschule ihres Einzugsgebietes anmelden. Das muss auch gemacht werden, wenn das Kind später an eine Schule in freier Trägerschaft wechselt. Vor dem ersten Schultag müssen alle neuen Erstklässler zudem von einem Schularzt untersucht werden. Eltern sollen ihre Kinder außerdem darauf vorbereiten, den Weg zur Schule alleine zu finden. Außerdem sei wichtig, dass die Kinder genug Zeit haben, zur Schule zu kommen, ausgeschlafen sind und gefrühstückt haben.
So bekommen Familien mit wenig Geld Unterstützung
In bestimmten Fällen haben Kinder Anspruch auf das sogenannte Bildungspaket. Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales werden beispielsweise durch das Bildungspaket Kosten für Ausflüge oder Klassenfahrten übernommen. Für Schulmaterialien können Eltern im Kalenderjahr 2026 insgesamt rund 195 Euro Unterstützung beantragen. Auch das Mittagessen in der Schule oder das Essen im Hort kann aus dem Bildungspaket bezahlt werden.
Nach Angaben des Bildungsministeriums Sachsen-Anhalt haben Kinder Anspruch auf das Bildungspaket, wenn sie oder ihre Eltern:
- Arbeitslosengeld oder Sozialgeld beziehen
- andere Sozialhilfen bekommen
- oder Wohngeld oder Kinderzuschlag bekommen
Ansprechpartner in diesem Fall sind Stadt- oder Kreisverwaltungen.
Die Kosten für Schulmaterialien haben sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes zwischen 2021 und 2025 um 26 Prozent verteuert. Die Preise für Schulbücher sind im selben Zeitraum um rund 18 Prozent gestiegen. Damit haben sich Schulmaterialien seit 2021 den Angaben nach deutlich stärker verteuert als die Verbraucherpreise insgesamt (plus 20 Prozent).
Wie viele Lehrkräfte gibt es an Sachsen-Anhalts Schulen?
In Sachsen-Anhalt sind in diesem Jahr bislang mehr Lehrkräfte neu gewonnen worden als aus dem Schuldienst ausgeschieden. Laut Bildungsministerium sind 1.223 Lehrkräfte eingestellt worden, darunter 340 Seiteneinsteiger. Dem stehen 1.059 Abgänge gegenüber. Im vergangenen Jahr war die Bilanz noch negativ: Damals standen 923 neu gewonnenen Lehrkräften etwas mehr als 1.000 Abgänge gegenüber.
Bei der Unterrichtsversorgung, also beim prozentualen Anteil der abgehaltenen Unterrichtsstunden im Vergleich zu den geplanten Stunden, gibt es ebenfalls noch keine Angaben. Mitte August soll dann eine erste Prognose vorgestellt werden. Im vergangenen August teilte das Ministerium mit, dass die Unterrichtsversorgung bei 93,6 Prozent lag.
Wie kommen die Kleinen sicher zur Schule?
Das Deutsche Kinderhilfswerk, der Verkehrsclub Deutschland und der Verband Bildung und Erziehung appellieren an die Eltern, den Schulweg mit ihren Kindern zu Fuß oder mit dem Fahrrad einzuüben. Das Auto sollte aus ihrer Sicht möglichst stehen gelassen werden. Rund 38 Prozent der Kinder würden mit dem Auto zur Schule gebracht. Das belege der Monitor Fußverkehr aus dem Jahr 2024. Das Bündnis erklärte, je mehr Kinder zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus oder Bahn zu Schule kämen, desto sicherer werde die Verkehrssituation vor den Schulen. Die Kommunen wurden aufgerufen, mehr Schulstraßen einzurichten.
MDR (Linus-Benedikt Zosel; Norma Düsekow) | Erstmals veröffentlicht am 23. Juli 2026