Hitze und Trockenheit: Polizei ermittelt nach Flächenbrand in Schönecken


Hitze und Trockenheit Polizei ermittelt nach Flächenbrand in Schönecken

Update | Schönecken/Kerschenbach · Nach dem Flächenbrand am Freitagnachmittag in Schönecken hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Auch an der Oberen Kyll musste am Freitag die Feuerwehr zu einem Flächenbrand ausrücken.

15.08.2026 , 11:48 Uhr

Foto: Fritz-Peter Linden

100 Feuerwehrleute haben am Freitagnachmittag einen Vegetationsbrand in Schönecken gelöscht. Wie die Polizei mitteilte, brannte gegen 16 Uhr im Bereich des Bereichs Ichterberg stark ausgetrocknetes Grasland auf einer Fläche von ca. vier Hektar. Das Feuer breitete sich einen angrenzenden Wald aus. Durch den hohen personellen Einsatz der Feuerwehren Prüm, Auw, Schönecken, Weinsheim, Büdesheim, Feuerscheid, Pronsfeld, Niederprüm, Rommersheim, Sellerich, Hersdorf, Wallersheim und Weinsheim konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Insgesamtbefanden sich über 100 Angehörige der Feuerwehr vor Ort. Die Polizeiinspektion Prüm hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Eifel: zweites Feuer fast zur gleichen Zeit

Fast gleichzeitig entwickelte sich an der Oberen Kyll ein kleinerer Flächenbrand in Kerschenbach (Verbandsgemeinde Gerolstein). Die Wehren waren schnell im Einsatz und brachten das Feuer unter Kontrolle.

Die App Katwarn warnte am Freitagnachmittag (14.08.2026) die Bevölkerung in der Eifel vor Brandgeruch und Brandgasen. Diese entstanden durch mehrere Flächenbrände.

Die App Katwarn warnte am Freitagnachmittag (14.08.2026) die Bevölkerung in der Eifel vor Brandgeruch und Brandgasen. Diese entstanden durch mehrere Flächenbrände.

Foto: Katwarn-App/Screenshot Wilma Werle

Gegen 17.15 Uhr sprechen wir mit Tobias Kickertz, dem Prümer Wehrführer: Fast alle Einheiten der VG-Wehren seien wegen des Brands in Schönecken unterwegs, mit insgesamt etwa 100 Leuten. Inzwischen sei die größte Gefahr gebannt. „Kein offenes Feuer mehr, man sieht nur noch Glutnester“, sagt Kickertz.

Feuer in der Eifel: anstrengende Hitze-Einsätze

Dennoch habe man die verfügbaren Kräfte alarmiert, weil der Einsatz auch wegen der aktuell herrschenden Hitze sehr anstrengend sei. Kickertz: „Deshalb haben wir so viele Leute da“.

Bereits früher am Nachmittag war wiederum den Wehren der VG Gerolstein eine Rauchentwicklung bei Berndorf gemeldet worden. Allerdings ließ sich ein Brand dort nicht feststellen. Die Rauchentwicklung, speziell der in der Luft stehende Geruch, sagt Feuerwehrsprecherin Kerstin Handwerk, könne mit den aktuell deutlich größeren Bränden in Hürtgenwald (Kreis Düren, NRW) oder auch zwischen Langenfeld und Langscheid im Kreis Mayen-Koblenz – 50 Hektar Fläche sind betroffen – zusammenhängen, die dort zu Großeinsätzen und Evakuierungen geführt haben.

Der Landkreis Vulkaneifel hat wegen der Wald- und Vegetationsbrände in Hürtgenwad und Lamgscheid bereits eine Information veröffentlicht: Es könne infolge dieser großen Feuer zu einer verstärkten Geruchsbelastung kommen und gegebenenfalls zu Rauchniederschlag.

Zuletzt war am Donnerstag bei Bengel-Springiersbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich ein Waldbrand ausgebrochen. Zeitweise bekämpften bis zu 400 Wehrleute die Flammen auf den rund fünf Hektar Fläche.