Überstunden für Markus Krösche: Eintracht Frankfurt sucht Mittlestürmer al a Bas Dost


Eintracht auf Stürmersuche: Wie Bas Dost, nur in besser

Stand: 12.08.2026, 15:56 Uhr

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Die Eintracht braucht noch einen Verteidiger und einen erfahrenen Stürmer. Kader muss ausgedünnt werden. Lösungen bei Skhiri und Batshuayi in Sicht. Was wird aus Wahi?

Es ist inzwischen in Frankfurt und Frankfurt herum ruchbar geworden, dass der ortsansässige Bundesligaverein SG Eintracht noch einen Verteidiger und einen Stürmer sucht. Vielleicht auch noch jemanden für die linke Außenbahn, defensiv. Wäre ganz gut.

08.08.2026, xjhx, Fussball Testspiel, Eintracht Frankfurt - Hull City v.l. Reuben Silk (Hull City), Elye Wahi (Eintracht Frankfurt)

Soll noch gutes Geld bringen, der Eintracht schweben knapp 20 Millionen Euro vor: Elye Wahi. © Jan Huebner/Jan Hübner

Der zentrale Abwehrmann soll auf jeden Fall ein gutes Zweikampfniveau und einen noch besseren Grundspeed mitbringen. Er soll an der Seite von Robin Koch für die notwendige Stabilität sorgen. Denn nicht nur Adi Hütter dünkt, dass es mit einer ähnlichen Gegentorflut wie in der Vorsaison eher nichts wird mit der Renaissance des schönen, waghalsigen Eintracht-Fußballs.

Und im Angriff, wie sieht in vorderster Linie das Profil eines Stürmers aus? So, wie das von Arnaud Kalimuendo, der im ersten Halbjahr 2026 auf Leihbasis für die Eintracht spielte? Würde schon passen, muss aber nicht sein. Natürlich gibt es in Frankfurt immer noch viele, die auf eine Rückkehr des Nottingham-Forest-Profis hoffen.

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Doch realistisch ist das aktuell nicht. Die Spur ist erkaltet, die Eintracht wird keine 20 Millionen plus X für den 24-Jährigen zahlen, der in England unter Oliver Glasner einen neuen Anlauf nehmen will. Die unbedingte Kalimuendo-Notwendigkeit sieht auch Adi Hütter gar nicht.

Gesucht wird also ein Angreifer, der weiß, wo die Kiste steht (und am besten dann auch hineintrifft), der eine gewisse Anzahl an Toren garantiert. Oder zumindest eine recht hohe Trefferquoten-Wahrscheinlichkeit mitbringt. Das kann gewiss auch ein Spieler sein, der auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, ein routinierter Stürmertyp, ruhig etwas bulliger und größer.

So einer wie Bas Dost damals, auch unter Adi Hütter. Aber ein Bas Dost in gut, in besser, fitter, spritziger. Und nicht so anstrengend im Umgang. Solche Typen wachsen im Fußballgeschäft nicht auf den Bäumen, da muss man vielleicht Geduld und das richtige Händchen haben. Oder Sportvorstand Markus Krösche fällt noch ein junger, begabter Fußballer mit ähnlichem Profil vor die Füße. Wahrscheinlich? Na ja.

Gehalt sparen und Fehlgriff vermeiden

Eigentlich wäre Michy Batshuayi, fast 33, ein solcher Akteur gewesen, der eine ähnliche Rolle hätte ausfüllen sollen. Doch der Last-Minute-Deal aus dem Winter 2025 erwies sich letztlich als Voll-Flop, sündhaft teuer obendrein. Und da geht es nicht um die drei Millionen Ablöse, die die Frankfurter an Galatasaray überwiesen, sondern um das jährliche Gehalt, das sich ebenfalls in dieser Größenordnung bewegt. Das tut dem Klub jetzt so richtig weh. Und so hoffen die Verantwortlichen inständig, dass der angedachte Transfer in die Wüste zu Al Shabab endlich durchgeht. Sieht ganz danach aus. Ein Großverdiener wäre von der Payroll.

Ähnlich sieht es bei Ellyes Skhiri aus, der eine ausgehandelte Vereinbarung mit dem 1. FC Köln platzen ließ. Der 31-Jährige steht in ernsthaften Verhandlungen mit dem FC Sevilla, der in schwere finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Djibril Sow, in Frankfurt bestens bekannt, verließ die Andalusier jetzt Richtung Italien zum CFC Genua. Sein Platz im Mittelfeld wird frei. Für Skhiri? Auch beim Tunesier wäre die Eintracht froh, eine kleine Ablöse einheimsen und ihn von der Liste streichen zu können. Tendenz bei beiden: Könnte klappen.

Bei Noel Futkeu, dem aussortierten Stürmer, sieht das ein bisschen anders aus. Die Eintracht hatte auf zehn Millionen Euro für den Zweitligatorschützenkönig gehofft, inzwischen hat sie ihre Vorstellungen nach unten angepasst, sieben, acht Millionen Euro wären auch okay.

Doch still ruht der See. Das ist zwar überraschend, schließlich hat der 23-Jährige in zwei Jahren zweite Liga 30 Tore gemacht, aber ist die Realität. Er gilt zudem als nicht eben pflegeleicht und ist daher nicht ins Eintracht-Team integriert. Selbst sein Auftreten auf dem Feld ist zuweilen grenzwertig. Bei Futkeu wäre mittlerweile sogar eine Leihe eine Option.

Die soll es bei Elye Wahi auf keinen Fall geben. Der Glücklos-Stürmer soll unter allen Umständen verkauft werden, für einen Betrag von annähernd 20 Millionen Euro. OGC Nizza, wohin der ivorische Nationalspieler zuletzt recht erfolgreich ausgeliehen war, hat sich in Stellung gebracht.

Keine Wahi-Leihe

In Frankfurt geht jedoch kaum jemand davon aus, dass die Franzosen so viel Geld aufbringen, um den 23-Jährigen auszulösen. Und ein Leihgeschäft kommt für die Eintracht – Stand jetzt – nicht infrage. Wahi soll gehen. Ganz. Der Bursche ist aber wählerisch, und auf Gehalt möchte er auch nicht verzichten. Ob die Eintracht zur Kompensation der persönlichen Wahi-Befindlichkeit sogar was drauflegen muss? Auch das hat sie aktuell nicht vor.

Und wie ist der Stand bei Arthur Theate? Der Verteidiger hat einen Markt und ist begehrt. Aber der belgische Nationalspieler hat seine Vorstellungen, sportlich und finanziell. Die Eintracht ebenfalls. Ein Deal in der Größenordnung um die 20 Millionen schwebt ihr vor, nicht unrealistisch, der Vertrag des 26-Jährigen läuft noch drei Jahre. Bei ihm – genauso wie bei Wahi – könnte Geduld gefragt sein.

In jedem Fall ist die Eintracht auf weitere Transfereinnahmen angewiesen. Sie hat bisher zwar mehr als 80 Millionen Euro eingenommen, aber auch schon gut 30 Millionen Euro ausgegeben. Und der Kader muss noch weiter frisiert werden. Die Zeit drängt, so langsam zumindest. Das Transferfenster schließt dieses Jahr am 1. September.