Leere Ränge und eine Handvoll Journalisten: Eintrachts letzter Sieg in Mainz liegt weit zurück


Eintrachts letzter Sieg in Mainz: Als die Vorzeichen noch andere waren

Stand: 11.09.2026, 13:24 Uhr

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Eintracht Frankfurt gewann ein einziges Mal in Mainz. 2021 gelang der Coup – wenn auch in einer fast umgekehrten Ausgangslage.

Frankfurt/Mainz – Eintracht Frankfurt gastiert am Samstag (15:30 Uhr) samt einer bitteren Statistik im Gepäck in Mainz: 22-mal traten die Hessen bislang beim FSV an, nur ein einziges Mal gelang der Sieg. Das war 2021 – mitten in der Corona-Pandemie. Fünf Jahre später könnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein, wenn die Eintracht erneut versucht, den eigenen Mainz-Fluch zu beenden.

2021 gewann Frankfurt unter Adi Hütter in Mainz – das schaffte sonst kein Trainer der Eintracht.

2021 gewann Frankfurt unter Adi Hütter in Mainz – das schaffte sonst kein Trainer der Eintracht. © picture alliance/dpa | Julius Frick

Damals, am 9. Januar 2021, herrschte gespenstische Stille auf den Rängen der leeren Arena. Nur eine Handvoll Journalisten saß auf der Tribüne, als Andre Silva mit einem Doppelpack für den 2:0-Sieg der Frankfurter sorgte. Mainz erlebte an jenem Tag zudem das Debüt von Bo Svensson als Cheftrainer und steckte tief im Tabellenkeller fest – während die Eintracht als Team der Stunde galt.

Für Ex-Trainer Riera wäre es einst ein „Wunder“ gewesen – kann die Eintracht in Mainz gewinnen?

Wie selten ein Auswärtssieg in Mainz gelingt, brachte Ex-Trainer der Eintracht Albert Riera nach einer 1:2-Niederlage kurios auf den Punkt: „Ich würde sagen, hier zu gewinnen ist ein Wunder – denn in 22 Spielen (damaliger Stand, Anm. d. Red.) hat Eintracht nur ein einziges Mal in Mainz gewonnen“, sagte der Spanier damals und ergänzte: „Wir haben das Wunder also nicht vollbracht.“

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Heute sind die Rollen fast vertauscht. Mainz kommt nach einem 5:0-Kantersieg in Hamburg formstark daher, die Eintracht wartet hingegen noch auf den ersten Bundesliga-Dreier. „Der FSV hat eine eingespielte Mannschaft. Urs Fischer hat die Mannschaft so, wie er sie haben möchte“, warnte Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz und lobte besonders das Mainzer Sturmduo um Phillip Tietz und Sheraldo Becker.

Verstecken will sich der 56-Jährige dennoch nicht. „Auch wir haben Qualität, das ist mir wichtig, zu betonen“, stellte der Coach klar. Entscheidend sei die Einstellung: „Wir müssen das Spiel von der ersten Minute annehmen, die Zweikämpfe annehmen und mit Energie Fußball spielen. Dann bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Spiel machen.“

An den Erfolg von 2021 erinnert sich Hütter noch ganz genau: „Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir da während Corona 2:0 gewonnen haben. Es ist ein Derby, und im Derby gibt es eigene Gesetze“, so der Österreicher. Sein Ziel ist klar: „Wenn die Leistung stimmt, wird auch das Ergebnis passen.“ Am Samstag wird sich zeigen, ob für die Eintracht ausgerechnet in Mainz endlich der Knoten platzt. (brg)