Hardware-Details zum iPhone Duo: IP-Rating, Display, Faltenfreiheit
Wie resistent ist das iPhone Duo? Foldables hatten in der Vergangenheit von Anfang an immer wieder mit Qualitätsproblemen zu kämpfen, so etwa das allererste Galaxy Fold von Samsung aus dem Jahr 2019. Zwar sind die Geräte mittlerweile (deutlich) stabiler, doch auch das allerneuste Z Fold 8 der Südkoreaner hat schwerwiegende Probleme mit eindringendem Material, beispielsweise Sand, der in das Scharnier gelangt. Apple scheint hier mehr geleistet zu haben: Der Konzern gibt seinem Duo ein IP68-Rating für Staub- und Wasserresistenz.
Der alles entscheidende Sandtest
Zum Vergleich: Das Galaxy Z Fold 8 landet hier nur bei IP48, ist also nicht vollständig staubdicht, wie das bei IP68 der Fall wäre, da dieser Standard nur gegen Eindringen von „Fremdkörpern einer Größe von über einem Millimeter“ schützt. Bei der Wasserresistenz nehmen sich die beiden Geräte nichts, sie können maximal bis zu 6 Meter tief über 30 Minuten lang eingetaucht werden. Doch ob Apple besagte Staubdichtigkeit wirklich gelungen ist, müssen erst Teardowns samt entsprechender Tests zeigen. Denn auch das Pixel 11 Pro Fold von Google ist mit einem IP68-Rating versehen. Wie die Reparaturexperten von iFixIt jedoch gezeigt haben, muss das nichts heißen, den Sandtest überstand das Foldable nicht.
Im Vergleich zum Z Fold 8 soll das iPhone Duo jedenfalls stabiler und wertiger wirken, berichten Journalisten, die es nach der Apple-Keynote in dieser Woche anfassen durften. Apple hat es sich auch nicht zum Ziel gemacht, das dünnste und leichteste Foldable auf den Markt zu bringen. So wiegt es 254 Gramm und ist geschlossen 11,3 Millimeter dick, auch wenn es im geöffneten Zustand immer noch das dünnste iPhone aller Zeiten ist (also dünner als das iPhone Air, jeweils außerhalb der Kamera-Plattform gemessen). Konkurrenten sind leichter und dünner: Das Galaxy Z Fold 8 etwa 201 Gramm bei 9,7 Millimetern, das Pixel 11 Pro Fold 239 Gramm bei 10,1 Millimetern.
Faltenfrei auch dank Nanotextur
Apple warnt allerdings, dass Wasser- und Staubschutz nicht „permanent“ sind. Mit der Zeit der Benutzung kann sich dieser also verschlechtern. Apple verbaut beim Duo einen Titanrahmen samt Scharnierabdeckung aus dem gleichen Material. Das Scharnier besteht aus über 100 Komponenten, ein KI-System sucht passende Kombinationen aus Scharnier und Gehäuse aus. Das Innen-Display besteht aus insgesamt zehn „ultradünnen“ Schichten und einer Nanotextur-Abschlussschicht. Das verwendete Polymer soll „40 Prozent steifer“ als vergleichbare Materialien in der Smartphone-Industrie sein. Es steckt zudem Spezialglas im Schirm und eine Titanplatte bildet den Abschluss.
Alle Schichten gleiten aneinander vorbei „wie die Seiten eines Buchs“, erklärt Apple. Das soll dabei helfen, dass man die „Bügelfalte“ kaum sieht, wobei hier auch die matte Beschichtung hilft, die auch für wenig Reflexionen sorgt und kratzfest sein soll (auch bei Apple-Pencil-Nutzung). 3000 Candela schafft das Display draußen. Es beherrscht einen Always-on-Modus und ProMotion, also 120 Hertz Bildwechselfrequenz.
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(bsc)