Elon Musk: Tesla-Privatanleger wollen endlich Antworten - Golem.de
Vor dem Call zu den neuen Quartalszahlen reichen Tesla-Anleger unangenehme Fragen für Elon Musk ein. Interessant ist, von wem die Fragen kommen.
Elon Musk könnte beim nächsten Earnings-Call zu den Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2026 eine unangenehme Zeit bevorstehen. Wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) feststellte, wurden im Frageportal zum Call zahlreiche Fragen eingereicht, die Erklärungen für verpasste Ziele in der Vergangenheit verlangen.
Die Fragen können von Anlegern eingereicht werden; per Abstimmung können sie auf einer Liste nach oben rutschen. Die Abstimmung ist nach Anzahl der gehaltenen Anteile gewichtet – Anleger mit mehr Anteilen haben entsprechend ein höheres Gewicht bei der Abstimmung.
So erklärt sich Electrek auch, dass auf den ersten beiden Plätzen zwei Fragen stehen, die als Steilvorlage für Elon Musk gelten dürften. In der ersten wird Musk gebeten, Details zur aktuellen Produktion des Optimus-3-Roboters zu geben. In der zweiten Frage wird nach den Hauptrestriktionen für die Ausweitung des Robotaxi-Dienstes gefragt.
Angenehme Fragen vom Großanleger?
Beide Fragen dürften sich gut für positive bzw. ausweichende Antworten eignen. Die Fragen gehören nicht zu denen mit den meisten Stimmen; sie wurden offenbar von einem Großanleger eingereicht. Die Stimmanzahl repräsentiert 4,8 Millionen Anteile, was ausreicht, um sie an die Spitze der Liste zu setzen.
Interessanter werden die Fragen danach, die von zahlreichen Anlegern mit weniger Anteilen durch Abstimmen nach oben auf die Liste gesetzt wurden. Sie repräsentieren weniger als 1 Million Anteile und damit eher kleine Anleger. Sie sind wesentlich kritischer.
Der Beitrag auf Platz 3 lautet: "Tesla hat in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsberichten die kurzfristigen Prognosen für das Robotaxi-Geschäft verfehlt – von einer Abdeckung von 50 % der USA bis Ende 2025 bis hin zu zuletzt sieben neuen Städten im ersten Halbjahr 2026. Was hindert Tesla daran, diese selbst gesetzten kurzfristigen Ziele zu erreichen?"
Wann kommt echtes FSD?
In einer weiteren Frage geht es um autonomes FSD ohne Überwachung: "Elon hat bestätigt, dass HW3 kein unbeaufsichtigtes FSD ermöglichen kann. Wie sieht der Plan für Besitzer aus, die für FSD bezahlt haben – kostenlose Hardware-Upgrades, Übertragungen oder Rückerstattungen? Wie sieht der Zeitplan aus, und welche Kosten sind Tesla dadurch entstanden?"
Beide Themen dürften für Musk ein wunder Punkt sein. Der Robotaxi-Dienst wurde mehrfach groß angekündigt, bislang fahren aber nur in wenigen Städten bloß ein paar Dutzend autonome Tesla-Taxis. Elon Musk hielt zudem jahrelang zahlreiche FSD-Käufer hin, nur um schließlich zuzugeben, dass ältere Teslas den autonomen Fahrmodus nicht bekommen werden.
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