Kindergeld: Warum Familien im Januar an unterschiedlichen Tagen Geld bekommen – und was jetzt noch kommt


Eltern aufgepasst: Beim Kindergeld 2027 entscheidet eine Ziffer, wann das Geld wirklich kommt

Stand: 25.10.2026, 22:05 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Ein Kindergeld-Antrag auf einem Screen

Wann das Kindergeld 2027 aufs Konto kommt, entscheidet die letzte Ziffer der Kindergeldnummer. Die offiziellen Termine stehen fest. © dpa | Hannes P Albert

Wann das Kindergeld 2027 aufs Konto kommt, entscheidet die letzte Ziffer der Kindergeldnummer. Die offiziellen Termine stehen fest.

Kassel – Das Kindergeld wird Monat für Monat überwiesen – allerdings nicht für alle Familien am selben Tag. Entscheidend für den genauen Geldeingang auf dem Konto ist die Endziffer der individuellen Kindergeldnummer. Diese Nummer finden Eltern auf jedem Bescheid der Familienkasse sowie auf den Kontoauszügen.

So bestimmt die Endziffer den Auszahlungstag

Um die Banken und Behörden zu entlasten, staffelt die Bundesagentur für Arbeit die Überweisungen im Monatsverlauf anhand der letzten Ziffer der Kindergeldnummer (Endziffern 0 bis 9). Diese lauten wie folgt, wie auch Chip.de mitteilt:

Die Bundesagentur für Arbeit weist darauf hin, dass Feiertage und Wochenenden den tatsächlichen Geldeingang auf dem Bankkonto um ein bis zwei Werktage verschieben können. Ein Rechtsanspruch auf einen fixen Überweisungstag besteht nicht.

Neben den Terminen steht auch der Auszahlungsbetrag im Fokus: Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Kindergeld schrittweise angehoben werden – im Gespräch ist eine Anhebung von derzeit 259 Euro auf 267 Euro pro Kind und Monat, mit dem Ziel von bis zu 272 Euro in den Folgejahren. Voraussetzung hierfür ist der finale Beschluss durch Bundestag und Bundesrat im Rahmen der Haushaltsgesetzgebung.

Kindergeld künftig ohne bürokratischen Antrag – was Eltern jetzt prüfen sollten

Eine der größten Erleichterungen für junge Eltern betrifft das Antragsverfahren: Das Kindergeld soll künftig automatisiert und ohne gesonderten Papierantrag ausgezahlt werden. Nach der Geburt sollen die Meldedaten direkt digital zwischen Standesämtern, Meldebehörden und der Familienkasse übermittelt werden. Die Einführung ist in zwei Schritten vorgesehen: zunächst für Eltern, die bereits ein Kind haben, und im Anschluss für Erstgeborene.

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt bei der Automatisierung jedoch Nachbesserungen an: Es müsse sichergestellt sein, dass auch Familien ohne reguläres Erwerbseinkommen oder mit besonderen Lebenslagen lückenlos und unbürokratisch erreicht werden, da das Kindergeld grundsätzlich jedem Kind zusteht.

Damit das Geld pünktlich ankommt, sollten Eltern kontrollieren, ob der Familienkasse die aktuelle Bankverbindung (IBAN) vorliegt. Auskünfte zu den persönlichen Auszahlungsterminen bietet die Bundesagentur für Arbeit rund um die Uhr über die kostenlose automatische Telefonansage unter 0800 4 555533. (Verwendete Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Chip.de) (fh)