Film-Liebling packt über intimen Männer-Kuss vor laufender Kamera aus – „Absurde Situation“
Elyas M’Barek über intime Kuss-Szene mit Florian David Fitz – „Absurde Situation“
Stand: 20.10.2026, 20:16 Uhr
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Elyas M’Barek spricht im Interview mit uns über intime Szenen vor der Kamera, echte Freundschaften, seine Rückkehr nach München und das Leben auf zwei Kontinenten.
München – Es sind alle wieder dabei: Die Münchner Constantin Film schickt mit ihrem neuen Herbst-Blockbuster „Der perfekte Urlaub“ ihre bekanntesten deutschen Leinwand-Stars ins Rennen. Diesmal spielt sich alles auf Mallorca ab, wo die Truppe unfreiwillig in einem trashigen Clubhotel landet. Wie schon in dem Kinohit „Das perfekte Geheimnis“ kommen in dem Freundeskreis die kleinen und großen Vergehen ans Tageslicht. Wer hatte mal was mit wem? Wer geht fremd und wie kommt der schwule Freund Pepe unter die Haube? Mit Pepe (Florian David Fitz) liefert sich Leo (Elyas M’Barek) eine Kuss-Szene in Großformat.
M‘Barek spricht im Interview mit uns über intime Szenen vor der Kamera, echte Freundschaften abseits des Filmgeschäfts, seine Rückkehr nach München und warum Arbeiten und Leben auf zwei Kontinenten auf Dauer nicht funktioniert. Nur eines klammert er aus: seine Trennung von Ehefrau Jessica Riso. Ihr zuliebe ist er vor zwei Jahren nach New York gezogen. Vor wenigen Wochen gab er die Trennung bekannt.
Wie war die Kuss-Szene mit Florian David Fitz?
So wie alle Kuss-Szenen vor der Kamera – das sind immer absurde Situationen. Das ist wie vieles in unserem Beruf. Was vor der Kamera stattfindet, ist am Ende einfach der Job.
In der Szene ging es immerhin gut zur Sache. hattet ihr einen Intimitätskoordinator am Set?
Nein, hatten wir tatsächlich nicht.
Gab es für die Badehosen-Szenen eine Verpflichtung, ins Fitnessstudio zu gehen? Sie sehen jedenfalls topfit aus.
Danke! Eine Verpflichtung gab es nicht, aber ich habe es von mir aus gemacht. Ich treibe generell gerne Sport. Für diesen Film war klar, dass wir wieder in Badehosen vor der Kamera stehen, also musste ich wieder ran. Es passt aber auch zur Rolle: Leo ist ein bisschen selbstverliebt, eitel und legt Wert auf sein Äußeres. Für den Dreh habe ich auf deftiges spanisches Essen verzichtet. Da musste ich diszipliniert bleiben.
Die Dreharbeiten fanden komplett auf Mallorca statt?
Ja, ausschließlich. Dafür aber auf der ganzen Insel: von links nach rechts, von oben nach unten, auf dem Wasser, in der Luft und auf dem Festland. Es gab eigentlich keinen Ort, an dem wir nicht gedreht haben.
Gibt schlimmerer Drehorte ...
Total. Ich bin eigentlich ein großer Ibiza-Fan, habe dort viel Zeit verbracht und hatte auch ein Haus. Aber Mallorca ist eine wunderschöne Insel. Das sieht man dem Film auch an – er wirkt streckenweise wie ein schöner Reiseprospekt. Wenn man aus dem Kino kommt, hat man sofort Lust auf Urlaub.
Im Film geht es zentral um das Thema Freundschaft. Seid ihr im Ensemble auch privat gut befreundet oder ist das rein professionell?
Es gibt viele Kollegen, die man schätzt und mag, aber in diesem Film ist es wirklich etwas Besonderes. Wir sind alle tatsächlich auch privat befreundet und kennen uns schon sehr lange – teilweise schon lange vor unseren gemeinsamen Filmen. Frederik Lau kenne ich seit über 20 Jahren, Florian sogar noch länger. Mit Wotan Wilke Möhring habe ich vor zehn Jahren „Who Am I“ gedreht, mit Karoline Herfurth und Jessica Schwarz verbindet mich ebenfalls eine lange Zeit. Wir gehen seit Jahren gemeinsame Wege in unserer Karriere und mögen uns einfach extrem gerne.
Das überträgt sich auch auf die Leinwand.
Ja, ich glaube, das sieht man dem Film an. Als Zuschauer merkt man sofort, wie gut die Chemie zwischen uns stimmt und wie natürlich das Spiel dadurch wirkt. Wenn man so ein Vertrauen erst künstlich herstellen müsste, wäre das wahnsinnig schwer.
Und außerhalb der Filmbranche?
Ich habe ein paar richtig gute Freunde. Je älter man wird, desto mehr unterscheidet man zwischen verschiedenen Freundschaften. Früher dachte ich, alle meine Bekannten seien beste Freunde. Irgendwann merkt man: Wenn man Glück hat, gibt es eine sehr kleine Anzahl von Menschen, bei denen man weiß, dass sie immer da sind – besonders in Zeiten, in denen es einem mal nicht gut geht. Das ist auch eine Befreiung. Um zu viele Menschen kann man sich intensiv gar nicht kümmern. Man kann nur eine begrenzte Zahl an Freundschaften auf diesem Niveau pflegen.
Wie pflegen Sie diese Freundschaften bei Ihrem durchgetakteten Kalender?
Meine besten Freunde wohnen gar nicht in derselben Stadt wie ich. Aber über WhatsApp, Videocalls oder Instagram ist man ohnehin ständig in Kontakt. Man telefoniert regelmäßig und fährt auch zusammen in den Urlaub.
Aber wohl kaum mit acht Freunden und in ein Club-Hotel?
Nein, viel zu anstrengend! Ich fahre im Urlaub auch gerne mal alleine weg. Am liebsten mag ich Strand, Sommer und Wassersport wie Kitesurfen. Dieses Jahr war ich aber auch zum ersten Mal in Japan – das war ein reiner Städtetrip und absolut herausragend.
Sie sind seit wenigen Monaten wieder zurück in München. Gefällt’s Ihnen wieder in der Heimat?
Sehr gut! Ich bin viel im Englischen Garten unterwegs. Die Münchner haben mich extrem nett empfangen. Ich habe oft gehört: „Schön, dass du wieder da bist!“ Das war sehr schön.
Fällt das Arbeiten in Deutschland leichter als das Leben zwischen hier und New York?
Ich habe drüben in den USA nie gearbeitet, das war auch nie der Plan. Aber ständig hier zu arbeiten und drüben zu leben, lässt sich auf Dauer nicht organisieren. Der Jetlag, der Zeitunterschied und die ständigen Reisen stehen in keiner Relation. Deswegen bin ich froh, wieder fest hier zu sein.
Das Interview führte Maria Zsolnay.