Endspurt von Manuela Schwesig: SPD robbt sich in MV-Umfrage an AfD heran - CDU stürzt ab


Endspurt von Manuela SchwesigSPD robbt sich in MV-Umfrage an AfD heran - CDU stürzt ab

10.09.2026, 13:30 Uhr

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Gelingt der Schlussspurt von Manuela Schwesig? Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern darf anderthalb Wochen vor der Landtagswahl von einem Sieg ihrer SPD träumen: In einer Umfrage schließt sie zur AfD auf. Für die CDU bedeutet das nichts Gutes.

In Mecklenburg-Vorpommern verringert die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einer Umfrage zufolge den Abstand auf die AfD. Zugleich drückt sie die CDU im stark polarisierten Wahlkampf weit unter die Zehn-Prozent-Marke.

Die repräsentative Befragung stammt vom Meinungsforschungsinstitut Insa und wurde im Auftrag des Neubrandenburger "Nordkurier" durchgeführt. Demzufolge käme die SPD auf 33 Prozent der Stimmen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. Das sind vier Prozentpunkte mehr als in der letzten Insa-Umfrage, die vor vier Wochen veröffentlicht wurde. Die AfD verharrt bei 36 Prozent.

Der große Verlierer der Umfrage ist die CDU. Die Christdemokraten verlieren im Vergleich zur vorherigen Umfrage drei Prozentpunkte und kommen nur noch auf 7 Prozent. Das wäre das bundesweit schlechtestes Wahlergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg. Nicht mehr ausgeschlossen ist, dass die CDU in Mecklenburg-Vorpommern sogar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Die Linke verharrt demzufolge bei 11 Prozent. Die Grünen müssten mit unverändert 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Das BSW bleibt ebenfalls bei 4 Prozent und wäre bei einem solchen Ergebnis nicht im Parlament vertreten.

Der neue Landtag in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Schwesig regiert bisher zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge würde es für eine Neuauflage der Koalition nicht reichen. Bei einem Einzug der Grünen in den Landtag könnte Schwesig aber an der Spitze eines Dreierbündnisses mit ihnen im Amt bleiben.

Insa gibt die Fehlertoleranz der Umfrage mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Die Daten beruhen auf einer repräsentativen Onlinebefragung von 1000 Menschen vom 1. bis 8. September. Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschern die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Quelle: ntv.de, chr/dpa