Polzin setzt im HSV-Pokal nicht auf den Stammtorhüter
HSV
Entscheidung gefallen: Tangvik steht im Pokal im HSV-Tor – Polzins Gründe
Sander Tangvik bekommt seine Chance. Der Norweger steht beim Pokalspiel in Verl im HSV-Tor. Wie Trainer Merlin Polzin die Entscheidung begründet.
Die Entscheidung ist gefallen. Wenn der HSV am Montag (18 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SC Verl antritt, wird nicht die Nummer eins Daniel Heuer Fernandes im Tor der Hamburger stehen. Sander Tangvik bekommt den Platz zwischen den Pfosten. „Er hat sich das durch seine Leistung verdient“, sagt Trainer Merlin Polzin.
Der HSV setzt im Pokal auf Torwart Tangvik. Eine schwere Entscheidung war das nicht. Der Norweger war im vergangenen Winter aus Trondheim in den Volkspark gewechselt und hat bislang komplett überzeugt, auch wenn er erst ein Pflichtspiel für die Hamburger absolviert hat. „Sander hat in den ersten fünf Monaten seit seiner Verpflichtung im Winter gezeigt, warum wir ihn verpflichtet haben. Er hat sich nahtlos in die Arbeitsmentalität und das Verständnis von unserem Torwartspiel eingereiht“, sagt Polzin, der von einer „herausragenden Entwicklung in kleinen Schritten“ spricht.
Tangvik hat bei seinem bislang einzigem HSV-Einsatz überzeugt
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Die bisherige Krönung war sein Bundesliga-Einsatz am letzten Spieltag der vergangenen Saison beim 1:1 in Leverkusen, als Tangvik unter anderem einen Elfmeter von Patrik Schick hielt. Laut Polzin hat er dort allen gezeigt: „Okay, wir haben nicht nur mit Ferro eine sehr starke Nummer eins, sondern wir haben auch jemanden dahinter, der kratzt, der beißt, der herausfordert, der challenged, um einfach auch zu zeigen: Ey, ich bin da, seht mich und seht, was ich kann.“
Tangvik soll zeigen, dass er wichtige Spiele gewinnen kann
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Als Belohnung gab es im Sommer die Nominierung für den norwegischen WM-Kader. Nun darf er mit viel Rückenwind und sicherlich auch ordentlich Selbstvertrauen direkt zum Start in die neue Saison den nächsten Beweis seiner Klasse liefern. „Ich freue mich sehr, dass er am Montag im Tor stehen wird“, meint Polzin, der betont: „Es geht nicht darum, zu warten, wenn sich eine Chance auftut, sondern es geht für ihn genauso wie für uns alle darum, in diesem Pokalspiel zu zeigen: Okay, wichtige Spiele für den HSV, die kann er gewinnen. Deswegen ist die Entscheidung so gefallen.“
Fest steht: Es ist nur eine Entscheidung für den Pokal-Auftritt in Verl. Zum Liga-Auftakt am kommenden Samstag beim Bundesliga-Topspiel in Dortmund wird wieder Heuer Fernandes im HSV-Tor stehen. Für Tangvik ist in dieser Saison zunächst der Pokalwettbewerb vorgesehen. Wie viele Spiele es für ihn dort geben wird, dürfte letztlich auch an ihm selbst liegen.