Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Japan – Hauptstadt Tokyo spürt deutliche Erschütterungen


Stand: 25.10.2026, 21:05 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Ein kräftiges Erdbeben erschüttert weite Teile Japans. Die Hauptstadt Tokyo und mehrere Präfekturen spürten die Erschütterungen deutlich.

Ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,0 hat am Sonntagvormittag Japan erschüttert. Das Beben ereignete sich nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) um 11:10 Uhr Ortszeit in großer Tiefe vor der Küste der Ogasawara-Inseln. Der Erdstoß erfolgte in 470 Kilometern Tiefe westlich der Inselgruppe, berichtet weathernews.jp unter Berufung auf die JMA.

Japanische Regierung rechnet mit Erdbeben-Desaster.

Japan droht in den kommenden Jahren eine verheerendes Erdbeben-Szenario, das in Tokio Hunderttausende Gebäude zerstören könnte. © IMAGO

Die Erschütterungen waren in der Hauptstadt Tokyo sowie in zahlreichen weiteren Gebieten des Landes deutlich zu spüren. Laut JMA registrierten die Messgeräte starke Ausschläge in den Präfekturen Miyagi, Yamagata, Fukushima, Ibaraki und Tochigi.

Hauptstadt und mehrere Regionen betroffen

Trotz der Stärke des Bebens gab die Meteorologiebehörde Entwarnung bezüglich einer möglichen Flutwelle. Die JMA teilte unmittelbar nach dem Erdstoß mit, dass keine Tsunami-Gefahr bestehe. Die große Herdtiefe von 470 Kilometern unter dem Meeresgrund gilt als Grund dafür, dass das Beben keine gefährlichen Wasserbewegungen auslöste.

Die Ogasawara-Inseln liegen in einer seismisch aktiven Zone des Pazifischen Feuerrings. Japan verzeichnet aufgrund seiner Lage auf mehreren tektonischen Platten regelmäßig Erdbeben unterschiedlicher Stärke.

Die große Herdtiefe erklärt auch, warum die Erschütterungen weit entfernt vom Epizentrum registriert wurden. Nach Angaben von Weathernews können sich Erdbebenwellen bei solchen Tiefenbeben entlang der abgetauchten tektonischen Platte ausbreiten. Deshalb nahm die Stärke der Erschütterungen nicht gleichmäßig mit der Entfernung zum Epizentrum ab: Auch Teile der weit nördlich gelegenen Regionen Kanto und Tohoku waren betroffen. Quellen: weathernews.jp, JMA (bk)