Erdbeben erschüttert Marmara-Region – Experten warnen vor Möglichkeit von größerem Beben


Stand: 11.10.2026, 20:47 Uhr

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Am Sonntagabend bebte die Erde im Marmarameer. Das Beben war schwach, doch Forscher warnen vor einer drohenden Katastrophe an anderen Bruchlinien.

Am Sonntag (11. Oktober) um 18:14 Uhr Ortszeit registrierte die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD ein Erdbeben der Stärke 2,9 im Marmarameer. Die Erschütterungen waren auch in Istanbul zu spüren, richteten dort aber keinen Schaden an, wie das türkische Nachrichtenportal hurriyet.com.tr berichtet.

Türkische Nationalflagge

Bei einem Busunfall im türkischen Manisa sind elf Personen ums Leben gekommen. © Anna Ross/dpa/Symbolbild

Das Epizentrum des Bebens lag vor der Küste von Yalova, einer Provinzhauptstadt südlich von Istanbul. Aufgrund der geringen Magnitude von 2,9 auf der Richterskala entstanden keine Schäden durch das Erdbeben. Lediglich Vibrationen waren spürbar. Bewohner Istanbuls meldeten zudem leichte Schwankungen von Gebäuden.

Leichtes Erdbeben vor türkischer Küste auch in Istanbul spürbar – Schäden blieben aus

Während das aktuelle Beben glimpflich verlief, richten Seismologen ihren Blick jetzt auf andere Regionen der Türkei. Erst kürzlich erschütterte ein Erdstoß der Stärke 5,4 die Provinz Şanlıurfa im Südosten des Landes. Die Gegend wurde bereits beim verheerenden Erdbeben von 2023 schwer getroffen.

Wissenschaftler befürchten, dass diese seismische Aktivität Vorbote einer noch schwereren Katastrophe sein könnte. Sorgen bereitet den Experten in dieser Hinsicht insbesondere die Bozova-Verwerfung in der gleichen Region. Sie halten dort Beben mit einer Stärke von bis zu 7 auf der Richterskala für möglich. Die Behörden rechnen zudem mit weiteren Nachbeben in Şanlıurfa.

Die Türkei befindet sich an der Grenze mehrerer tektonischer Platten und ist daher anfällig für Erdbeben. Das Marmarameer gilt als kritischer Punkt, da hier die Nordanatolische Verwerfung verläuft. Istanbul mit seinen über 15 Millionen Einwohnern liegt direkt in dieser Gefahrenzone.