Erdbeben in Italien: Stärke 3,7 erschüttert mehrere Regionen – Gebäude evakuiert
Erdbeben in der Toskana: Stärke 3,7 erschüttert mehrere Provinzen – Gebäude evakuiert
Stand: 12.08.2026, 14:52 Uhr
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Ein Erdbeben der Stärke 3,7 hat am Mittwoch (12. August) die Toskana erschüttert. Behörden beobachten die Lage ganz genau.
Die Erde bebt weiter in der Toskana. Ein Erdbeben der Stärke 3,7 hat am Mittwoch (12. August) um 10.57 Uhr den Norden der Region erschüttert, insbesondere die Provinzen Lucca, Massa-Carrara, Livorno und Pisa. Weitere Nachbeben mit Magnituden zwischen 2,0 und 2,8 wurden vom Italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) im Laufe des Vormittags registriert. Das Ereignis reiht sich in eine Serie seismischer Aktivitäten ein, die die Region bereits in den Tagen zuvor beschäftigt hatten.
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Dieser Artikel von Redazione Economia entstand in Kooperation mit Corriere della Sera
Das Epizentrum wurde in neun Kilometern Tiefe vor der tyrrhenischen Küste lokalisiert. Es werden keine Schäden oder unmittelbaren Gefahren verzeichnet. Dennoch beobachten die Behörden die Lage weiterhin aufmerksam. Die Bevölkerung ist angehalten, den offiziellen Hinweisen der Zivilschutzbehörden besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
In demselben Gebiet war bereits um 10.18 Uhr ein schwächeres Beben der Stärke 1,5 registriert worden (Epizentrum wenige Kilometer entfernt, Tiefe 17 Kilometer). Der regionale Zivilschutz führt derzeit Kontrollen durch, um mögliche Folgen des Erdbebens festzustellen und eventuelle Schäden an Gebäuden oder Infrastrukturen zu überprüfen. Bislang werden keine Schäden gemeldet; die Lage gilt nach aktuellem Stand als unter Kontrolle.
Erdbeben in der Toskana: Evakuierungen und erste Reaktionen in den betroffenen Städten
Wie bereits bei den Erschütterungen in der Woche zuvor wurden in Livorno die Büros der Stadtverwaltung und der Provinz evakuiert. Die Maßnahme erfolgte vorsorglich, um die Sicherheit der Beschäftigten und Bürger zu gewährleisten und mögliche Risiken bei weiteren Nachbeben zu minimieren. Die Rückkehr in die Gebäude erfolgt erst nach den notwendigen technischen Überprüfungen durch Fachpersonal.
Unmittelbar nach der Erschütterung teilten viele Bürger in den sozialen Netzwerken ihre Erfahrungsberichte und schilderten, dass sie das Erdbeben deutlich gespürt hätten. Auf dem Profil von Bernard Dika, Staatssekretär in der Präsidialabteilung der Region Toskana, gingen insbesondere Dutzende Berichte ein, in denen die Betroffenen ihre Eindrücke und Sorgen schilderten. Die sozialen Medien wurden damit erneut zu einem wichtigen Kanal für den unmittelbaren Austausch von Informationen und Emotionen.
„Ich habe es deutlich gespürt. Ich war am Meer und meine Sonnenliege hat gewackelt. Ich sagte: ‚Das ist ein Erdbeben!‘ Man hat sich über mich lustig gemacht, aber ich hatte recht" und „In Tirrenia sehr deutlich gespürt, begleitet von einem Dröhnen. Ich war zu Hause und habe mit meinem Sohn auf dem Fußboden gespielt. In der Küche schwankte alles“ ist dort zu lesen.
„Aus den mit dem regionalen Zivilschutzsystem durchgeführten Kontrollen sind keine kritischen Punkte oder Meldungen über Schäden hervorgegangen“, teilte Staatssekretär Dika über die sozialen Netzwerke mit. „Nach der Analyse des Fachbereichs Seismik der Region Toskana ist die Aktivität dieses Gebiets gut bekannt. Sie lag historisch stets auf ähnlichen Energieniveaus wie die soeben registrierten Werte und wird von einem System von Verwerfungen verursacht, die parallel zur Küstenlinie verlaufen.“
Seismischer Kontext und mögliche weitere Nachbeben
„Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Nachbeben auftreten können“, heißt es weiter in der Mitteilung, mit der die Behörden zu ruhigem, aber aufmerksamem Verhalten aufrufen. Die Bevölkerung wird gebeten, sich über offizielle Kanäle zu informieren und im Fall neuer Erschütterungen die bekannten Selbstschutzmaßnahmen zu beachten. Für die kommenden Stunden bleibt der seismische Verlauf in der Region Gegenstand intensiver Beobachtung durch Fachinstitute und den Zivilschutz.