Ermittlerin unter Mordverdacht
Stand: 24.09.2026, 08:00 Uhr
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LKA-Ermittlerin Nora Weiss (Anna Maria Mühe) steckt in ihrem elften Fall in der Klemme: Das Mordopfer entpuppt sich als der Fremde, mit dem sie die vergangene Nacht verbracht hat ...
Im November ist es genau zehn Jahre her, dass Anna Maria Mühe als eigenbrötlerische LKA-Zielfahnderin ihren Einstand in der Krimireihe „Solo für Weiss“ feierte, die deutsche Antwort auf die atmosphärisch-düsteren Nordic-Noir-Krimis aus Skandinavien. Am Montag im ZDF und vorab online erwartet die Zuschauer mit dem elften Film der Reihe, „Solo für Weiss - Blackout“ (Regie: Gunnar Fuß, Buch: Mathias Klaschka), ein weiteres eindringliches Krimidrama.

Noch von einer alkoholreichen Nacht gezeichnet, wird Nora zum Haus des Fitness-Influencers Sören Paulitz (Stefan König) gerufen. Entsetzt erkennt sie in dem Toten ihren nur wenige Stunden zurückliegenden One-Night-Stand. Das dürfen ihre Kollegen und Kommissarin Kirsten Novak (Catrin Striebeck) auf keinen Fall erfahren, denn falls Nora die letzte Person war, die ihre Bar-Bekanntschaft lebend gesehen hat, wäre sie Tatverdächtige Nummer eins.
Zu Noras Glück fand ihr Stelldichein nicht am Tatort statt. Den einzigen Hinweis auf sie, ihre Telefonnummer in Paulitz' Hosentasche, kann sie verschwinden lassen. Selbiges wird sie später mit einem Video aus der Überwachungskamera der Bar tun. Dabei merkt Nora, dass sie seltsame Erinnerungslücken hat.
Wer tötete den Social-Media-Star?
Kommissarin Novak, die den im letzten Fall getöteten Ben Salawi (Camill Jammal) ersetzt, macht schon bald einen Verdächtigen aus. Adam Zielinski (Aleksandar Radenkovic) hatte noch eine Rechnung mit Paulitz offen und wurde erst vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen. Als Nora ihn befragen möchte, ergreift er die Flucht - ein Schuldeingeständnis?
Doch es gibt noch weitere Menschen in Sören Paulitz' Umfeld, die sich verdächtig machen. Sein Schwager Tobias Sternberg (Ulrich Brandhoff) war eifersüchtig, da Sören bei seiner Frau Carola (Annina Hellenthal) immer an erster Stelle kam. Dann ist da noch die seltsame Melanie Leibold (Klara Lange), die behauptet, eineBeziehung mit Sören gehabt zu haben. Die Sternbergs dagegen sagen, sie habe den Social-Media-Star gestalkt.
Mit den voranschreitenden Ermittlungen steigt die Gefahr für Nora, aufzufliegen. Richtig eng wird es für sie, als ihr von dem Journalisten Erik Landau (Nico Rogner) kompromittierende Fotos aus der Bar zugeschickt werden. Er möchte, dass sie ihm hilft, einem schrecklichen Verdacht nachzugehen, den er schon lange gegen den als edlen Spender verehrten Sören Paulitz hegt ...
Solo für Anna Maria Mühe
„Solo für Weiss“ ist immer auch ein Solo für Anna Maria Mühe. Noras Angst, ihre wachsende Verzweiflung oder die anstrengende Bemühung, den Schein zu wahren und sich zu erinnern: Fast alles spielt sich auf Mühes Gesicht ab. Man möchte Nora immer wieder sagen, dass sie nicht alleine durch die Widrigkeiten des Lebens gehen, dass sie nicht alles ertragen muss. Berührend daher die Szenen, in denen sie kurz davor ist, sich ihrem besorgten Chef und einstigen Geliebten Jan Geissler (Peter Jordan) anzuvertrauen, es aber einfach nicht kann. Ebenso wie ihr Kampf, die Hilfe des Polizeipsychologen infolge des traumatischen Verlustes ihres Kollegen zuzulassen.
Als vielversprechender Neuzugang erweist sich die charismatische Catrin Striebeck als Kommissarin Novak. Es ist nicht bestätigt, ob sie dauerhaft zur Reihe stößt, es wäre jedoch spannend, die Dynamik der beiden Ermittlerinnen und Schauspielerinnen weiter zu beobachten. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)