Erster Auftaktsieg seit 2020: Stefan Leitl mit gutem Gespür bei der Stürmerwahl
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Stefan Leitl bringt Sebastian Grönning in der Startelf – und der Stürmer belohnt das Vertrauen. Sein Tor beschert Hertha BSC den ersten Auftaktsieg seit 2020.
07.08.2026, 22:42 Uhr
3 Min
Sebastian Grönning feiert seinen Treffer zum 1:0, der das entscheidende Tor für Hertha BSC beim Sieg gegen den VfL Bochum bedeutete.
© Maximilian Koch/Imago
Der letzte Auftaktsieg in eine neue Saison? An dieses Gefühl konnte sich vor dem Anpfiff in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga am Freitagabend beim VfL Bochum nur noch ein Spieler von Hertha BSC erinnern. Unter strengen Corona-Regeln und gerade einmal 8400 Zuschauern setzte sich die damals von Bruno Labbadia gecoachte Mannschaft am 19. September 2020 in der Bundesliga mit 4:1 beim SV Werder Bremen durch.
Sieben Mal wurde seitdem der Trainer gewechselt, bis auf Deyovaisio Zeefuik mittlerweile der komplette Profikader ausgetauscht. Der Niederländer, damals gerade neu verpflichtet worden, wurde bei diesem bis zum Freitagabend letzten Auftaktsieg der Berliner knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff eingewechselt und half dabei, den Sieg über die Zeit zu bringen. In Bochum gehörte Zeefuik zur Startelf von Stefan Leitl und war diesmal ein Stabilisator auf dem Weg zum 1:0 (1:0)-Sieg.
Stefan Leitl setzt auf Sebastian Grönning und liegt richtig
Mit diesem Auftakterfolg gelang Hertha BSC nicht nur das, was man zuletzt im eingangs beschriebenen Spiel bei Werder Bremen schaffte, sondern auch das, was nicht viele im Vorfeld der Partie erwartet hatten. Nach dem großen personellen Aderlass werden die Berliner eher als ein Mittelklasseteam und keineswegs als Aufstiegsfavorit gesehen.
Und so verwunderte es nicht, dass Stefan Leitl mit seiner Mannschaft erst einmal auf defensive Sicherheit und einen ruhigen Spielaufbau setzte. Die auffälligste Szene in einer ereignisarmen Auftaktpartie spielte sich in der 19. Minute vor dem Block der mitgereisten Hertha-Fans ab. Die hatten ein Banner vor ein Fluchttor gehängt und sorgten unabsichtlich für eine sechsminütige Unterbrechung, die an einen Hydration-Break von der Fußball-Weltmeisterschaft erinnerte.
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Stefan Leitl und sein Bochumer Trainerkollege Uwe Rösler führten intensive Gespräche mit ihren Spielern, aber veränderten damit am Geschehen auf dem Platz nur wenig bis gar nichts. Offensive Akzente konnte weiterhin kein Team setzen, Julian Eitschberger sah hingegen die erste Gelbe Karte der neuen Zweitliga-Saison (34.).
Für den wohl bedeutenderen Eintrag in der Saisonchronik aber sorgte Sebastian Grönning. Der Stürmer hatte den Vorzug gegenüber Luca Schuler erhalten und rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Leitl nach schöner Vorarbeit von Soufian Gouram mit seinem Lupfer zur 1:0-Führung (39.). Ein wenig Glück hatten die Berliner fast im direkten Gegenzug, dass Berkan Taz, ehemaliger Spieler des 1. FC Union Berlin, einen Kopfball knapp neben das Tor setzte. Der Pausenstand war aber dennoch nicht unverdient.
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Das änderte sich nach dem Seitenwechsel allerdings mit zunehmender Spieldauer. Der VfL Bochum wollte mindestens den Ausgleich und erhöhte den Druck. Das hatte zur Folge, dass die Statistiken wie Ballbesitz, Torschüsse und xG-Wert in Richtung der Gastgeber kippten. Der wichtigste Wert aber blieb bis zum Schlusspfiff unverändert: der Spielstand.
Um 22.26 Uhr leuchtete noch immer ein 1:0 für Hertha BSC auf der Anzeigetafel in Bochum und ließ die Berliner zum ersten Mal seit dem 4:1-Sieg gegen Werder Bremen als Sieger des Auftaktspiels in eine neue Saison vom Feld gehen.
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