41. Ausgabe: Erster Ossiacher Kunsthandwerksmarkt seit Tod des Gründers | Kleine Zeitung


Von 13. bis 16. August geht der Ossiacher Kunsthandwerksmarkt über die Bühne – erstmals ohne Gründer Jean-Luc Lenoble. Tochter Marie Lenoble führt das Werk fort.

Wenige Wochen nach dem 40. Kunsthandwerksmarkt in Ossiach im Vorjahr starb dessen Initiator Jean-Luc Lenoble am 2. September 2025 im Alter von 71 Jahren in seinem Haus am Ossiacher Tauern. Heuer findet der mehrtägige Markt, der jedes Jahr Tausende Interessierte nach Ossiach lockt, folglich erstmals ohne seinen Gründer statt. Er wird von seiner Tochter Marie Lenoble (45) veranstaltet, die die Organisation bereits im Vorjahr von ihrem Vater übernommen hat. „Im vergangenen Jahr haben wir vieles noch gemeinsam gemacht“, so Lenoble.

Grundsätzlich wird sich an den Eckpfeilern nichts ändern: So kommen auch heuer wieder von 13. bis 16. August rund 130 Kunsthandwerkerinnen und -werker aus acht Ländern nach Ossiach und präsentieren hier ihre Arbeiten aus Keramik, Holz, Metall, Leder, Textil und Glas. Heuer erstmals dabei sind laut Lenoble etwa Friedrich Schilcher aus Mattighofen mit Edelstahlskulpturen, Stefan Grdovac aus Schwarzach mit Lederschürzen und -gürteln, die Keramikerin Karin Rainer-Maierl aus Pernegg oder Holzbildhauer Harald Haberhauser aus Fehring.

Das Karussell der Fungegenstände

© Kunsthandwerksmarkt Ossiach

Das Karussell der Fungegenstände

Neuerungen

„Musik und Clownerie haben heuer definierte Plätze auf Kleinkunstbühnen, auf denen sie für Hutgeld spielen“, ergänzt Lenoble. Diese sogenannten „Kleinkunst-Inseln“ sind über das Veranstaltungsgelände, das sich vom Gemeindeamt bis hinunter zum Seeufer zieht, verteilt. Ebenfalls neu ist das „Karussell der Fundgegenstände“, das mitten am Marktgelände platziert wird: „Es ist ein Ökotainment-Karussell. Während die jüngeren auf dem Karussell sitzen, wird es von Jugendlichen oder Erwachsenen auf Fahrrädern angetrieben.“ Die Kleinen drehen sich dann auf Fantasiegefährten im Kreis, die aus Fundstücken wie Tonnen, Kisten, Vogelvolieren, Badewannen und Fahrradteilen künstlerisch arrangiert wurden.

130 Kunsthandwerkerinnen und -werker kommen nach Ossiach

© Kunsthandwerksmarkt Ossiach

130 Kunsthandwerkerinnen und -werker kommen nach Ossiach

Zwischen Kunsthandwerk und Kunst

Marie Lenoble lebt im Haus ihrer Eltern und arbeitet selbst „zwischen Kunsthandwerk und Kunst“, wie sie sagt. Einerseits ist sie als Kunsthandwerkerin im textilen Bereich tätig und stellt zum Beispiel bedruckte Geschirrtücher her, andererseits arbeitet sie als Künstlerin im Bereich der Fotografie und Kunstinstallationen. „Ich hatte schon Ausstellungen im Künstlerhaus Klagenfurt oder beim Verein „schau.Räume“ in Villach“, so Lenoble. Dekorative Auftragsarbeiten führte die Künstlerin zum Beispiel für den Family-Wald in Ossiach aus, und neben dem Kunsthandwerksmarkt in Ossiach organisiert sie auch einen in Techendorf am Weissensee, der bereits im Juli über die Bühne ging. „Es ist schon etwas Besonderes, so eine kleine Welt zu bauen“, sagt Lenoble über die Organisation von Kunsthandwerksmärkten. So lange es Interessierte gibt, will Lenoble den Kunsthandwerksmarkt in Ossiach auch weiterführen – und an diesen mangelt es nicht, denn durchschnittlich kommen 40.000 Besucherinnen und Besucher jedes Jahr nach Ossiach.

41. Kunsthandwerksmarkt in Ossiach

Wann: Donnerstag, 13. August bis Sonntag, 16. August
Wo: Zentrum Ossiach (Veranstaltungsfläche vom Parkplatz vor dem Gemeindeamt bis fast zum Seeufer)
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr, Sonntag von 10 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
Weitere Informationen: www.boutdumonde.at