Erzgebirge Aue und FSV Zwickau heiß auf den Derbysieg


Fußball | Regionalliga

Stand: 21.10.2026 20:08 Uhr

Es gibt Spiele, da ist egal, wie die Saison bisher gelaufen ist. Am Samstag steigt das brisante Duell zwischen dem FSV Zwickau und Erzgebirge Aue. Die Gastgeber wollen die Pokalniederlage korrigieren, die Veilchen einen Schritt aus der Krise machen.

von Sport im Osten

Beim FC Erzgebirge Aue riecht es angesichts von vier Niederlagen am Stück nach Krise. Der FSV Zwickau steht in der Tabelle auch nicht sonderlich gut da, zeigte aber zuletzt bei Rot-Weiß Erfurt seine Klasse. Aber das zählt ohnehin alles nicht, wenn am Samstag (14 Uhr live im TV und Stream) das Derby ansteht.

Zwickaus Coach Schmitt: "Wollen das eine Spiel korrigieren"

"Wer welche Phase hat, das spielt in einem Derby überhaupt keine Rolle. Es kribbelt, mit der vollen Hütte, diese Energie, merkt man schon. Die Jungs freuen sich, wir sind aufmunitioniert", wirft Zwickaus Coach Rico Schmitt schon einmal den Hut in den Ring. Gegen Aue zu spielen, sei etwas Besonderes. Außerdem: "Ich weiß um die Bedeutung. Wir wollen für uns als Mannschaft, den Verein und die Fans das eine Spiel korrigieren." Damit meint Schmitt, der ja einst auch bei Erzgebirge Aue erfolgreich als Trainer gearbeitet hatte, das verlorene Sachsenpokalfinale 2026 gegen die Veilchen.

Video: Zwickaus Coach Schmitt: "Wir sind aufmunitioniert" (5 Min)

Aue-Stürmer Bär: "Wenig Fußball, viel Kampf"

An diesem Sieg könnte sich das arg gebeutelte Team aus Aue ein wenig hochziehen. "Wir konnten damals etwas gutmachen", erklärte Stürmer Marcel Bär, der im Mai mit seinem 2:0 den Deckel draufgemacht hatte. Auch diesmal erwartet der Offensivmann, "wenig Fußball und viel Kampf. Die Zuschauer wollen sehen, dass man jedem Ball hinterhergeht." Dass die Erzgebirger nicht gerade mit einer breiten Brust anreisen, ist auch Bär bewusst. Man müsse die Ruhe bewahren, um aus der Misere herauszukommen. Klingt ein wenig nach Durchhalteparole. Doch auch Bär weiß, dass ein Derby eine Chance ist, sollte man die Partie für sich entscheiden.

Video: Aue-Stürmer Marcel Bär: "Erwarte wenig Fußball, aber viel Kampf" (5 Min)

Veilchen-Coach Shubitidze: "Verfallen nicht in Panik"

Das ist auch Aues Coach Khvicha Shubitidze bewusst, der aber darauf besteht, dass die Richtung trotz der Niederlagenserie stimmt. "Wir bleiben geduldig und verfallen nicht in Panik." Verzichten muss er ausgerechnet auf Tim Maciejewski, den aktuell besten Torschützen der Veilchen. Er ist nach seiner Ampelkarte gegen den HFC gesperrt. Um seinen Job ist Shubitidze nicht bange. "Wir sind große Jungs, wissen, worauf wir uns eingelassen haben. Ich hoffe, dass man geduldig bleibt." Das klappt sicher, wenn man am Samstag den Dreier mit nach Hause bringt. Und wenn nicht? "Dann wird die Mannschaft immer kleiner. Ein Sieg könnte wieder Türen und Herzen öffnen. Wenn man verliert, hat man nicht viel zu erzählen."

Video: Aue-Coach Shubitidze: "Wir bleiben geduldig und verfallen nicht in Panik" (5 Min)

Viel zu erzählen hat auf der anderen Seite Philipp Harant, dem in Erfurt beim 2:2 ein Traumtor aus über 50 Metern gelungen war. Und er kennt aus seiner Zeit bei Chemie Leipzig auch hautnah, was ein Derby bedeutet. "Das hat einen eigenen Reiz. Man kriegt mit, dass alle dolle motiviert sind."

Video: Zwickaus Harant: "Das hat einen eigenen Reiz" (3 Min)

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