Nach Derby-Vorfällen: So reagiert der 1. FC Köln


Der 1. FC Köln hat nach den Vorfällen beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für das Heimspiel gegen Schalke 04 angekündigt. Die Partie am Samstag ist als Risikospiel eingestuft. Beim Derby am 11. Oktober waren Böller und Leuchtraketen aus dem Gästeblock in den Kölner Sitzplatzbereich gelangt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

Nach Angaben des FC wurde außerdem eine Sicherheitsglaswand zwischen Gäste- und Heimbereich im Oberrang Nord mit einem mitgebrachten Nothammer aus der Halterung gebrochen. Der Vorgang sei auf Video dokumentiert. Eine solche Zerstörung der Sektorentrennung habe es im Rhein Energie-Stadion zuvor nicht gegeben.

Der Verein erklärt in seiner Stellungnahme, die Glaswand habe bis zu diesem Spiel als stärkste Trennung zwischen unterschiedlichen Fanbereichen im Stadion gegolten. Dass sich die Scheiben mit Werkzeug aus der Halterung brechen ließen, sei weder dem FC noch der Stadionbetreiberin als Risiko bekannt gewesen.

Polizei setzt auf Bereitschafts- und Zivilkräfte

Auch die Polizei Köln bereitet sich auf das als Risikospiel eingestufte Duell vor. Nach eigenen Angaben sollen Kräfte der Bereitschaftspolizei rivalisierende Fangruppen trennen. An bekannten Treffpunkten in der Stadt werden außerdem zivile Kräfte eingesetzt, um mögliche Provokationen und Ausschreitungen frühzeitig zu erkennen.

Im Vorfeld hat die Polizei Bereichsbetretungsverbote gegen zehn Anhänger des 1. FC Köln und sechs Anhänger von Schalke 04 ausgesprochen. Weitere 55 Kölner Fans erhielten eine sogenannte Gefährderansprache.

Einsatzleiterin Mareike de Valck betont: "Gewaltexzesse im Stadion wie beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sind nicht akzeptabel. Die Gefährlichkeit von Pyrotechnik ist dabei noch einmal deutlich geworden."

Die Polizei kündigt an, konsequent gegen Personen vorzugehen, die das Spiel für Straftaten nutzen. Ziel sei es, allen friedlichen Fans einen sicheren Stadionbesuch zu ermöglichen.