FC Schalke 04: Hefer bleibt Aufsichtsratsboss, Tönnies verzichtet auf Ehrenpräsidium


Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. ist aktuell einer von fünf Bundesliga-Vereinen, der seine Fußballmannschaft nicht in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert hat. Bei ihnen ist der Einfluss der Mitglieder größer.

Tönnies und Stevens verzichten auf Ehrenpräsidium

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (70) und der einstige Trainer Huub Stevens (72) haben derweil auf ihre Wahl ins Ehrenpräsidium des FC Schalke verzichtet.

Anlass dafür war offenbar, dass ein gleichzeitig laufender Antrag auf Satzungsänderung beim Verein zum Ziel gehabt hatte, dass sich Mitglieder des Ehrenpräsidiums künftig nicht mehr öffentlich zum operativen Geschäft äußern dürfen. Dieser Satzungsänderung verweigerten die Mitglieder allerdings ihre Zustimmung, mit gut 60 Prozent wurde die Zweidrittel-Mehrheit verfehlt.

Eine Mitwirkung in diesem so wichtigen Gremium könne mit dem eingeschränkten Recht auf freie Meinungsäußerung keine Option sein, haben Tönnies und Stevens laut Medienberichten in einem Brief an den Verein geschrieben.

Schalke drohen Punktabzüge

Schalke kehrt nach drei Jahren zurück in die Bundesliga. Sportvorstand Frank Baumann ehrte die Mannschaft auf der Bühne unter dem Jubel der Fans. Doch die Zukunft wird herausfordernd. Gemäß der Eigenkapitalregel des Bundesliga e.V. muss der Club sein negatives Eigenkapital von knapp 100 Millionen Euro um 10 Prozent pro Saison verringern, sonst drohen Punktabzüge.

"Dazu sind Transfererlöse notwendig", sagte Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers unmissverständlich und fand: "Das ist der größte Wettbewerbsnachteil in der Schalker Geschichte." Baumann betonte: "Wir müssen den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und Transfererlösen hinbekommen."

Unsere Quellen:

Sendung: "Axel Hefer bleibt Aufsichtsratvorsitzender auf Schalke", WDR.de, 18.07.2026, 17:21 Uhr