FC St. Pauli mit Smith und Fujita? Rapp nimmt Stellung zur Defensiv-Kritik
KI-Stimme. Info
Marcel Rapp dürfte erleichtert sein, dass das Transferfenster der 2. Bundesliga seit diesem Dienstag offiziell geschlossen ist. Um Fragen nach möglichen Zugängen muss sich der St.-Pauli-Trainer keine Sorgen mehr machen. Theoretisch könnten zwar Spieler den FC St. Pauli noch verlassen, doch Rapp geht davon aus, dass „das der Kader ist, mit dem wir spielen“.
Stattdessen darf (oder muss?) sich der 47-Jährige vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld am Freitag (18.30 Uhr/Sky) mit anderen Fragen befassen. Nach acht Gegentoren aus den ersten vier Pflichtspielen geht es dabei vor allem um die defensive Stabilität der Kiezkicker. „Ich habe jetzt keine großen Bedenken, dass wir hinten total anfällig sind. Wir haben eine stabile Defensive, wenn wir in der Struktur verteidigen können“, sagte Rapp am Mittwoch auf der Pressekonferenz über die Leistung seiner Abwehr.
FC St. Pauli: Verliert Marcus Mathisen seinen Stammplatz?
Der gebürtige Badener führte fort: „Es sind eher so Kleinigkeiten. Wir haben jetzt gegen Fürth und Kaiserslautern zwei Gegentore bekommen, bei denen einer aus 20 Metern schießt und der Ball einem anderen vor die Füße fällt. Dann fällt es mir schwer, da jemanden einen Vorwurf zu machen.“
Tatsächlich waren es bislang vor allem viele individuelle Fehler, die zu den Gegentoren der Kiezkicker führten. Gerade Innenverteidiger Marcus Mathisen konnte bislang in keinem der vier Pflichtspiele überzeugen und wirkte fehleranfällig. Bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde Mathisen nach 55 Minuten gelb verwarnt ausgewechselt. Zuvor sah er beim zweiten Gegentor zum wiederholten Mal in dieser Saison nicht gut aus.
St.-Pauli-Trainer Rapp über schlechte Form: „Kein Problem“
Nach dem Spiel am Sonntag hatte Rapp den Wechsel mit taktischen Gründen erklärt. Am Mittwoch stellte sich Rapp erneut schützend vor seinen Abwehrspieler: „Es ist kein grundsätzliches Problem oder ein Problem, dass ein Spieler eine schlechte Form hat, sondern solche Tore fallen einfach.“
Nachdem Mathisen gegen Kaiserslautern ausgewechselt wurde, übernahm Eric Smith dessen Aufgabe als Abwehrchef. Ersetzt der Schwede Mathisen nun auch gegen Bielefeld? Bei St. Pauli plant man mit ihm sowohl im zentralen Mittelfeld als auch in der Dreierkette. „Jetzt ist der Eric so lange im Training gewesen, dass er bereit war, und das hat man, glaube ich, auch gesehen. Ich plane mit ihm, wie am Wochenende, auf beiden Positionen, und dann gucken wir auch auf den Gegner und schauen, was sich anbietet“, sagte der St.-Pauli-Trainer über den 29-Jährigen.

Eric Smith könnte für St. Pauli gegen Bielefeld in der Dreierkette starten.© Witters | Valeria Witters
Sollte Smith in die Dreierkette zurückfallen, würde wohl Joel Fujita, der zuletzt gegen Kaiserslautern auf der Bank saß, ins Mittelfeld zurückkehren. Für Rapp stehe grundsätzlich nichts im Wege, dass Fujita und Smith am Freitag gemeinsam auf dem Platz stehen, erklärte er.
Lesen Sie auch
Eine Frage abseits seiner Defensive musste Rapp dann doch noch beantworten. Wie sieht es denn mit dem mentalen Zustand der Mannschaft nach dem Saisonstart aus? Der sei grundsätzlich in Ordnung. Aber: „Natürlich macht das was mit den Jungs, ob man dreimal verliert oder dreimal gewinnt oder irgendwie unter Wert geschlagen wird. Wir sind ja keine Roboter.“