FCA Unterbruck kassierte bislang elf Gegentore – auch weil das „easy Zeug" nicht hinhaut
Stand: 04.09.2026, 13:14 Uhr
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Der FCA Unterbruck ist Tabellenletzter der Kreisliga 2 und stellt mit elf Gegentoren die Schießbude der Liga. Am Samstag steht das Kellerduell beim FC Moosburg an.
Landkreis – An Spannung mangelt es dem vierten Spieltag in der Kreisliga 2 nicht. Gleich drei Landkreis-Teams stehen unter Zugzwang, teilweise treffen sie direkt aufeinander: So empfängt der FC Moosburg den FCA Unterbruck zum Kellerduell, während für den BC Attaching das schwere Heimspiel gegen den formstarken TSV Eching ansteht.
FC Moosburg – FCA Unterbruck (Samstag, 15 Uhr). Drei Sorgenkinder zählt der Landkreis kurz nach dem Kreisliga-Saisonstart – immerhin die Hälfte aller Teams aus Freisinger Gefilden. Wenn es aber eine Mannschaft gibt, auf die die Blicke besonders gerichtet sind, dann ist das der FCA Unterbruck. Letzter ist die Truppe von Sepp Summerer derzeit, und mit elf Gegentoren stellen die Ampertaler auch die Schießbude der Liga. Mehr als drei Kisten fingen sich die Rot-Weißen bislang pro Partie. „Es ist schon etwas kompliziert“, umschreibt Pressesprecher Stefan Hundseder die Lage, die Stimmung sei nicht zum Besten bestellt. Zwar haben auch die Brucker noch einige Urlauber im Kader, „aber das soll keine Ausrede sein“, so Hundseder. Vielmehr mangele es aktuell an grundlegenden Sachen wie Passen und Bälle Stoppen – „also ganz easy Zeug“. Ungut ist da, dass die Unterbrucker nun zum Kellerduell nach Moosburg müssen. Absolut wegweisend sei die Partie noch nicht, beschwichtigt der FCA-Sprecher, „doch beide Teams stehen unter Zugzwang “. Er erwartet deshalb „ein total offenes Spiel“. Der FCM hat immerhin schon einen Punkt ergattert, der FCA noch gar keinen.
Zu den Langzeitverletzten kam bei den Unterbruckern nun auch noch Neuzugang und Offensivhoffnung Christopher Trautmann hinzu. „Er ist für Samstag fraglich“, sagt Hundseder. Bei dem 27-Jährigen bestehe der Verdacht, dass er sich einen Mittelfußbruch zugezogen hat. Überdies sind Florian Sirtl, Emil Weckenmann und Tino Scydel weiter im Urlaub.
Nicht minder unter Druck stehen die Dreirosenstädter, die trotz ihres Punktes noch kein überzeugendes Match abliefern konnten. Was Spielertrainer Florian Bittner hoffnungsvoll stimmt: Nach drei Auswärtsspielen dürfen die Blau-Schwarzen zum ersten Mal in der Bonau ran. Da wolle man die zweite Halbzeit in Eching, die mehr als indiskutabel gewesen sei, endgültig abhaken. „Wir haben das Wochenende analysiert und angesprochen“, erhofft sich Moosburgs Trainer ein anderes Gesicht seiner Elf.
Eines, das die Moosburger mit dem bewährten Personal bestreiten müssen. Aufgrund von Urlaub und Verletzungen fehlen auch beim FCM mit Mihai Raducanu, Felix Oklmann und Vitus Hilz wichtige Stützen.
BC Attaching – TSV Eching (Samstag, 14 Uhr). Das dritte Kreis-Sorgenkind kommt aus der Freisinger Vorstadt. Doch zumindest mit dem Auftritt im dienstäglichen Nachholspiel (0:1 gegen Kranzberg) war Trainer Stephan Fürst zufrieden. Dennoch traut der Coach dem Braten nur bedingt, dreht sich das Attachinger Personalkarussell doch erneut. Vor allem Urgestein Manuel Thalhammer wird ein großes Loch in die BCA-Defensive reißen, ebenso Innenverteidiger Lukas Ederer. Die halbe Viererkette fehlt Fürst am Wochenende. Dafür ist David Koussetou möglicherweise wieder aus dem Urlaub zurück.
Ansonsten warnt der BCA-Coach vor dem nächsten Gegner. „Ich war begeistert“, berichtet er von seiner „Spionage-Mission“ bei den Zebras. Eching spiele einen coolen Fußball. „Sie sind zweikampfstark und haben einen enormen Spielwitz.“ Auch die beiden Offensivmänner Alexandru Dubinschi und David Androsevic, die zusammen (neun Tore) auf weit mehr Buden kommen als der gesamte BCA (ein Tor), haben Attachings Aufmerksamkeit.
Echings Vereinschef Manfred Oster hat den nächsten Gegner übrigens ebenso beobachtet. „Attaching ist ein unangenehmer Gegner“, berichtet Oster, „sie verteidigen nicht schlecht“. Er spielt auf die lediglich sechs Gegentore der Freisinger an. „Nach vorne fehlt ihnen aktuell noch etwas Fortune.“ Heißt: Unterschätzen werden die Zebras den BCA keinesfalls, „dennoch wollen wir uns auf unsere Stärken besinnen“. Und die heißen: Tore satt, und das, obwohl Kapitän Daniel Mömkes noch fehlt. Doch Dubinschi und Androsevic „machen das überragend“, lobt Oster. Deswegen ist den Zebras durchaus zuzutrauen, auch nach diesem Spieltag noch ohne Niederlage dazustehen.