FDP-Mann sieht SPD chancenlos: „Wüst bleibt Ministerpräsident"


Stand: 27.07.2026, 17:38 Uhr

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Christof Rasche wirbt für eine Rückkehr zu Schwarz-Gelb wie von 2017 bis 2022. Der Verkehrspolitiker wirft den Grünen eine „Blockadepolitik“ vor.

Düsseldorf – Diese Aussage dürfte bei der SPD und deren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, nicht gut ankommen: „Ich bin sicher, dass Hendrik Wüst Ministerpräsident bleibt“, sagte Christof Rasche am Montag vor Journalisten in Düsseldorf. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion warb mit Blick auf die NRW-Wahl am 25. April 2027 für einen Wechsel in der Verkehrspolitik und machte dies an der Machtkonstellation fest. „Ob sich die Politik ändert, liegt am Koalitionspartner“, so Rasche. Der Abgeordnete aus dem Kreis Soest verwies mehrfach auf die schwarz-gelbe Koalition der Jahre 2017 bis 2022.

Früher Fraktionschef, jetzt verkehrspolitischer Sprecher der FDP im NRW-Landtag: Christof Rasche.

Früher Fraktionschef, jetzt verkehrspolitischer Sprecher der FDP im NRW-Landtag: Christof Rasche. © Bernd Schälte

Damals war Rasche Fraktionsvorsitzender und Wüst Verkehrsminister. Aus Sicht des Liberalen war es ein erfolgreiches Bündnis, dem allerdings nach der Wahl die notwendige Mehrheit für eine Fortsetzung fehlte. Weil die FDP sich bei der Wahl 2022 mehr als halbierte und nur noch auf 5,9 Prozent der Stimmen kam, benötigte die CDU einen neuen Partner und fand diesen überraschend schnell und geräuschlos in den Grünen.

FDP will in die Regierung

Im kommenden Jahr will Rasche mit der FDP wieder in die Regierung. Die Grünen würden im Verkehrsbereich eine Blockadepolitik betreiben. Dabei geben laut Rasche 35 Prozent der Unternehmen an, dass sie durch eine mangelnde Infrastruktur stark beeinträchtigt seien. Es sei eine Frage der Demokratie, wenn Mobilität nicht funktioniert, warnte er. Eine Forderung der FDP: 24/7-Baustellen, also rund um die Uhr. Das habe man mit Wüst als Verkehrsminister schon gehabt.

Ein weiterer Vorschlag von Rasche: Versetzbare, temporäre Brücken könnten Dauerstaus während der Sanierung maroder Brücken und Straßen in Nordrhein-Westfalen verhindern. In anderen Ländern Europas werde längst mit solchen modernen Mitteln gearbeitet.