Feuer in Europa - Entspannung bei einigen Brandherden
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Brände in Griechenland: In der Region rund 60 Kilometer westlich von Athen brannten 100 Häusern nieder. Die Situation des Feuers ist zwar besser, doch noch längst dürfen die Menschen nicht zurück in den Küstenort im Nordosten des Golfs von Korinth. Auch etliche andere Dörfer in der Region bleiben evakuiert. Die zwei brennenden und schwelenden Flächen haben die Grösse von rund 5'000 Fussballfelder. Den grossen Waldbrand im Süden der Urlaubsinsel Kreta hat die Feuerwehr mittlerweile im Griff. Allerdings seien weiterhin rund 220 Feuerwehrleute im Einsatz, um wieder aufflammende Glutnester zu bekämpfen, berichtete die Zeitung «Kathimerini». Unterdessen laufen die Untersuchungen zur Brandursache; es wird gemutmasst, dass das Feuer durch Schäden an Strommasten entstanden sein könnte. Einen kleinen Lichtblick gibt es bezüglich dem beliebten Palmenwald von Preveli, einem der wenigen natürlichen Palmenwälder Europas: Er wurde nur zum Teil von den Flammen beschädigt. Die Prognose der Waldbrandgefahr des Zivilschutzes liegt zwar für weite Teile des Landes immer noch bei «hoch» bis «sehr hoch», aber nicht mehr auf der höchsten Alarmstufe rot.
Zwei Angehörige der Feuerwehr kamen in Griechland bei der Brandbekämpfung ums Leben.
Keystone/Niklas Chalkiadakis
Brände in Frankreich: Nach mehr als einer Woche Dauereinsatz von Feuerwehrleuten bei den massiven Bränden im Südwesten Frankreichs gibt es für die Region an der Atlantikküste gute Nachrichten. Das Feuer dort ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez unter Kontrolle. Es gebe jedoch noch «aktive Zonen», so der Minister. Nach der Verbesserung der Lage werden demnach mehr als 10'000 weitere Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können. Bislang durften 198'000 der 224'000 Betroffenen wieder nach Hause. Dagegen gibt ein wieder aufgeflammtes Feuer im südfranzösischen Département Var, das zwischen Marseille und Cannes liegt, weiterhin Anlass zur Sorge. Innerhalb weniger Stunden hatte es sich am Freitag auf einer Fläche von mehr als 1'000 Hektar ausgebreitet.
Schweizer Armee bekämpft weiter Brände auf Korsika
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Die Schweizer Armee verlängert wegen weiterhin bestehenden Unterstützungsbedarfs ihren Einsatz auf Korsika um vier weitere Tage. Drei Super-Puma-Helikopter unterstützen dort die französischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden. Die drei Helikopter starteten am Dienstag vom Militärflugplatz Locarno und unterstützen die lokalen Einsatzkräfte seit Mittwoch bei der Bekämpfung schwer zugänglicher Brandherde, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Samstag mitteilte. Die mit dem Einsatz verbundenen Kosten werden aus den bestehenden Krediten des Aussendepartements EDA und des Verteidigungsdepartements VBS gedeckt.
Brände in Spanien: Die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo sind inzwischen weitgehend eingedämmt. Das Portal «Incendios España» verzeichnet derzeit 46 aktive Waldbrände, darunter in Kastilien-León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha. Einsatzkräfte kämpften unter anderem in der nordwestlichen Provinz Zamora bei Fermoselle nahe der Grenze zu Portugal weiter gegen die Flammen. Die Lage dort habe sich am Samstagmorgen nach den Einsätzen in der Nacht leicht gebessert, auch sei die Luftfeuchtigkeit gestiegen, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Regionalregierung von Kastilien-León. Auch in der Provinz León, die zur selben autonomen Region gehört, waren noch Feuer aktiv, etwa in Vega de Espinareda. Die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden in Spanien inzwischen aufgehoben.
Feuerwehrleute und Zivilisten bekämpfen ein Feuer in Cine, Provinz Aydin in der Türkei. Bild vom 31.07.2026.
Reuters/Ali Dinc
Brände in der Türkei: In der Türkei kämpften Einsatzkräfte am Samstag den vierten Tag in Folge gegen die zahlreichen Waldbrände und waren auch nachts im Einsatz. 258 der 260 Feuer im ganzen Land konnten unter Kontrolle gebracht werden, wie Landwirtschafts- und Forstminister İbrahim Yumakli in Istanbul mitteilte. Starke Winde erschweren seinen Worten zufolge jedoch die Löscharbeiten. Da sich einige Brände rasch ausbreiteten, liessen die Behörden vorsorglich weitere Orte evakuieren. So wurden in der Ägäis-Provinz Aydın im Westen des Landes 550 Einwohner in Sicherheit gebracht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Freitag den Gouverneur Osman Varol zitierte.
SRF 4 News, 01.08.2026, 11 Uhr ; srf/agenturen/lin;blac