Firefox für iOS: Update blockiert Werbung ohne Erweiterungen


Ein nativer Werbeblocker soll Firefox für iOS übersichtlicher machen, bleibt aber standardmäßig ausgeschaltet. Wie begründet Mozilla diesen Schritt und warum klammert der neue Filter ausgerechnet hauseigene Werbeeinblendungen einfach aus?

Integrierter Filter für iOS

Nach einer mehrwöchigen Testphase erhält der Browser Firefox für das Betriebssystem iOS einen nativen Werbeblocker. Das Update steht ab sofort zur Verfügung und filtert Anzeigen sowie Werbetracker von Drittanbietern. Ziel ist es, den begrenzten Platz auf Smartphone-Bildschirmen von störenden Pop-ups zu befreien und das Surferlebnis übersichtlicher zu gestalten.

Technisch greift die Software auf Apples WebKit-Technologie für Inhaltsblocker zurück. Als Basis für die Filterung dient die etablierte Liste EasyList, die definiert, welche Elemente auf einer Webseite unterdrückt werden. Eine separate Erweiterung müssen Anwender für den Schutz nicht mehr installieren - ein wichtiger Schritt, da das Betriebssystem iOS klassische Browser-Erweiterungen ohnehin stark einschränkt.

Firefox für iPhone: Neues Update bringt nützlichen Adblocker


Kontrolle und Einschränkungen

Wie die Entwickler bei Mozilla erklären, ist die Funktion standardmäßig deaktiviert. Nutzer müssen den Filter in den Einstellungen unter dem Menüpunkt für das Surfen manuell einschalten. Das Unternehmen begründet dies damit, dass Werbung zur Finanzierung vieler Webseiten beitrage und Anwender selbst über die Nutzung entscheiden sollten.

Der Filter bietet jedoch keinen absoluten Schutz vor jeglicher Werbung. Anzeigen, die direkt von der besuchten Webseite stammen, bleiben weiterhin sichtbar. Gleiches gilt für gesponserte Inhalte in Suchergebnissen. Auch die Werbeeinblendungen auf der Startseite von Firefox selbst, wenn ein neuer Tab geöffnet wird, klammert das System von der Blockade aus.

Für zusätzliche Flexibilität sorgt eine Funktion im Webseiten-Menü. Dort lässt sich der Blocker für einzelne Seiten schnell an- oder ausschalten, falls es zu Darstellungsproblemen kommt. Die neue Filterfunktion ergänzt den bereits vorhandenen Schutz vor Aktivitätenverfolgung, der das seitenübergreifende Tracking durch externe Dienste erschwert.

Hintergrund zur Technik

Apple zwingt alle Anbieter von mobilen Browsern auf dem iPhone und dem iPad, die hauseigene Rendering-Engine WebKit zu verwenden. Daher unterscheidet sich die technische Grundlage von Firefox für iOS fundamental von der Desktop-Variante, die auf der Engine Gecko basiert. Diese Vorgabe erschwert es externen Entwicklern traditionell, tiefgreifende Funktionen wie Werbeblocker einheitlich über alle Plattformen hinweg anzubieten.

Auf Desktop-Rechnern und unter Android verfolgt das Entwicklungsteam weiterhin einen anderen Ansatz. Dort verlässt sich Firefox auf ein offenes Ökosystem von Drittanbieter-Erweiterungen für den Datenschutz. Da Apple solche tiefgreifenden Add-ons auf dem iPhone nicht zulässt, war die direkte Integration in den Programmcode die einzige Möglichkeit, den Nutzern eine vergleichbare Funktionalität anzubieten.

Werdet ihr den neuen Werbeblocker in Firefox für iOS aktivieren oder stört euch Werbung auf dem Smartphone kaum? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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Zusammenfassung

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