Freiburgs Suzuki und Matanovic wirbeln Werder Bremen durch
Vierter Sieg in elf Tagen Freiburgs Suzuki und Matanovic wirbeln Werder durch
Stand: 30.08.2026 • 17:30 Uhr
Die Saison hat erst begonnen, der SC Freiburg erlebt aber schon seinen ersten Gewinnerrausch. Beim 4:1 (2:0) gegen Werder Bremen gab es auch in der Fußball-Bundesliga den perfekten Auftakt.
In der Conference-League-Qualifikation hatten die Freiburger vorher souverän den SC Motherwell mit zwei Siegen (3:1 und 4:1) ausgeschaltet, im DFB-Pokal war Fortuna Düsseldorf beim 5:1 zu schwach für das so starke Team von Trainer Julian Schuster.
"Wir müssen es nur noch hinbekommen, diese Gegentore nicht zu bekommen", sagte er im Sportschau-Interview. "Es ist aber natürlich schön, dass wir vorne diese Effektivität haben und unterschiedliche Spieler torgefährlich werden." Beim Bundesligastart trafen die überragenden Yuito Suzuki (29., 48. und 55. Minute) und Igor Matanovic (45.), Dariusz Stalmach (76.) sorgte für Bremens Ehrentor.
Bremen startet gut, dann dreht Freiburg auf
Dabei hatte Werder einen sehr mutigen Start in die Partie hingelegt. Die Gäste übernahmen sofort die Kontrolle und spielten sich in der gegnerischen Hälfte fest - waren die Gastgeber etwa müde nach den zwei englischen Wochen? Nein, stattdessen könnte man es eher als ein Abwarten interpretieren, denn nach den ersten zehn defensiven Minuten schaltete Freiburg sofort in den höchsten Offensivgang.
Bremen schaffte es kaum noch, sich spielerisch zu befreien, es ging nur noch Richtung SVW-Keeper Karl Hein, den Nachfolger von Mio Backhaus (stand nach seinem Wechsel nach Freiburg auf der anderen Seite im Tor). Eingreifen musste Hein zunächst nicht, der erste gefährliche Abschluss von Maximilian Eggestein ging knapp vorbei (19.), kurz danach blockte ein Verteidiger die Großchance von Matanovic aus acht Metern im letzten Moment ab (21.).
Freiburgs Suzuki und Matanovic sorgen für klare Verhältnisse
Obwohl diese Szenen nicht zum Erfolg geführt hatten, kündigten sie bereits an, was in der Partie noch passieren würde. Und so verdiente sich Freiburg die Führung. Nach einem Eckenfestival verfiel die Werder-Defensive in einen Tiefschlaf, den Suzuki per Kopf nutzte (29.). Bremens Neuzugang Ludovit Reis hatte ihn laufen gelassen, Hein kam nicht aus seinem Kasten, so war das 0:1 nicht mehr zu verhindern.
Yuito Suzuki erzielt das Tor zur Freiburger Führung
Auch danach hatte das Team von Trainer Daniel Thioune keine Mittel gegen die offenbar schon perfekt eingespielten Gastgeber. Jan-Niklas Beste kam dem zweiten Treffer mit einem tollen Fernschuss schon nah, der Ball zischte aber knapp über den Winkel (40.). Kurz vor der Pause legte allerdings Matanovic nach, der aus 23 Metern mit unglaublicher Wucht genau das lange Eck traf (45.). Freiburg war wieder voll im Gewinnerrausch.
Traumtor rundet Freiburgs perfekten Nachmittag ab
Und der wurde im zweiten Durchgang noch berauschender. Kaum war die Partie wieder gestartet, stand es schon 3:0 - und wieder traf Suzuki. Derry Scherhant wurde nicht angegriffen und dessen Hereingabe verwandelte der erneut unbewachte Japaner (48.). Und der jubelte kurz danach wieder nach dem Meisterstück der beiden überragenden Spieler einer Mannschaft, die die Bremer völlig überforderte.
Suzuki spielte Matanovic an, der seinen Gegenspieler ausspielte und frei vor dem Tor stand, jedoch nicht selbst abschloss, sondern quer auf seinen kongenialen Partner spielte, der den Ball nur noch ins leere Gehäuse schieben musste (55.). Das 4:0 war der Höhepunkt einer bisher perfekten Leistung und ein echtes Team-Traumtor. Bei dem Werder wieder nur Zuschauer war.
Werders Füllkrug verstolpert Großchance, Stalmach macht es besser
Passend zur Leistung der Bremer war auch das Bundesliga-Comeback von Niklas Füllkrug. In der ersten Halbzeit war der Ex-Nationalspieler nur durch Ballverluste aufgefallen, im zweiten Durchgang ermöglichte ein schlechter Rückpass von Matthias Ginter ihm die Großchance zum 1:4. Und was machte Füllkrug? Er verstolperte den Ball frei vor dem gegnerischen Tor so lange, bis Lukas Kübler doch noch klären konnte (58.). Kurz danach wurde er ausgewechselt.
Von der Bank aus sah Füllkrug immerhin noch den Treffer von Stalmach, der nach einem Eckstoß völlig frei zum Kopfball kam (76.). So verhinderte das Thioune-Team, das es als Tabellenletzter in den zweiten Spieltag geht, an dem es am Samstag mit RB Leipzig (15.30 Uhr) wieder auf eine Topmannschaft trifft. Der Freiburg-Rausch soll gleichzeitig beim SC Paderborn weitergehen.