Fußballfotos und Verdienstorden: Stadtarchiv in Schwabing-West übernimmt Nachlass von Hahnzog
Stand: 21.07.2026, 13:46 Uhr
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Das Stadtarchiv hat den Nachlass des früheren Münchner Bürgermeisters und Kreisverwaltungsreferenten übernommen. Die Dokumente geben Einblick in Leben und Wirken.
München – Zum ersten Jahrestag des Todes von Dr. Klaus Hahnzog hat das Stadtarchiv München dessen Nachlass entgegengenommen. Wie die Stadt München mitteilt, umfasst das Material zahlreiche Dokumente aus dem politischen und privaten Leben des Juristen, der von 1973 bis 1982 als Kreisverwaltungsreferent (KVR) tätig war und später als Dritter Bürgermeister sowie Stadtrat wirkte. Hahnzog wurde am 7. August 1936 in Stuttgart geboren und kam während seines Rechtswissenschaftsstudiums nach München.
Das Stadtarchiv in Schwabing-West erhält Hahnzogs Nachlass: Verdienstorden, Manuskripte und Fußballfotos
Der Nachlass umfasst rund drei laufende Meter an Unterlagen. Enthalten sind unter anderem Auszeichnungen wie die Urkunde für den Bayerischen Verdienstorden, Manuskripte, Recherchen und Aufzeichnungen zu Hahnzogs Engagement bei der Gewerkschaft ver.di sowie zur Neufassung des Polizeiaufgabengesetzes. Hinzu kommen private Briefe, Terminkalender und Fotos – darunter solche, die ihn beim Fußballspielen zeigen. Seine Tochter Stefanie Hahnzog erklärte bei der Übergabe: „Denn wäre nicht die Politikerkarriere dazwischengekommen, dann hätte mein Vater Fußballprofi werden wollen.“
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Stadtarchiv: Nachlass hat wichtigen Stellenwert in der Überlieferungsgeschichte
Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Daniel Baumann, betonte den wichtigen Stellenwert des Nachlasses für die Überlieferungsgeschichte des Hauses. Die übergebenen Dokumente zeigten nicht nur Hahnzogs politische Karriere vom Stadtrat bis zu seinem ehrenamtlichen Engagement im Ruhestand, sondern auch privatere Einblicke – etwa Fotos vom jährlichen Skirennen der Stadtratsmitglieder samt Familien. Sein Sohn Dr. Simon Hahnzog erklärte: „Wenn der Vater in der Öffentlichkeit steht, dann macht das auch etwas mit den Kindern.“
Von München bis in den Bayerischen Landtag: Hahnzogs politischer Werdegang
Neben seinem Engagement als Kreisverwaltungsreferent und Bürgermeister engagierte sich Hahnzog als Dritter Bürgermeister gegen Diskriminierung und Rassismus und war insbesondere in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport aktiv. Ab den 1990er Jahren war er als Abgeordneter im Bayerischen Landtag tätig und wirkte als nichtberufliches Mitglied im Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Der Stadt München blieb er bis zuletzt über Initiativen, Veranstaltungen und Vorträge verbunden. Dr. Simon Hahnzog freue sich, so heißt es bei der Übergabe, dass auch persönliche Dokumente überliefert seien, die seinen Vater nicht nur als Politiker, sondern auch als Vater zeigten. (Quelle: Landeshauptstadt München)