Für Sultan Haitham ändert König Charles das royale Bankett
Stand: 22.10.2026, 19:48 Uhr
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Arabisch, islamische Lehren und gewürzter Tee: So persönlich empfängt König Charles den Sultan von Oman in Windsor.
Ein Staatsbankett auf Schloss Windsor, bei dem der edle Tropfen völlig in den Hintergrund rückt: Zum Finale seines dreitägigen Staatsbesuchs bat König Charles III. (77) den omanischen Sultan Haitham bin Tarik zu Tisch. Für seinen muslimischen Gast demonstrierte das britische Oberhaupt Flexibilität und passte das Hofprotokoll an. Berichten des Mirror zufolge kamen die übrigen 160 Gäste zwar wie gewohnt in den Genuss erlesener Weine, doch für die abstinent lebende Delegation aus dem Oman wurden eigens Softdrinks und andere alkoholfreie Alternativen serviert.
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So konnten alle Anwesenden gemeinsam anstoßen. Auch die Spirituosen, die nach einem solchen Dinner traditionell gereicht werden, wurden für die Gäste aus dem Oman ersetzt – und zwar durch eigens kreierte heiße und kalte Tees, die sich an Kahwa orientierten, dem traditionellen gewürzten Kaffee der Golfregion. Zusätzlich begrüßte der Monarch den Sultan auf Arabisch und ließ islamische Lehren in seine Ansprache einfließen.

Die royalen Köche setzten dabei auf britische Teesorten, die mit Honig vom Windsor-Anwesen gesüßt wurden: Earl Grey mit Dattel, ein eisgekühlter Minz-Rosen-Tee und eine warme, mit Kardamom gewürzte Mischung. Auch seine Rede begann Charles auf Arabisch und bezeichnete den Sultan als „einen Besucher, dessen man niemals müde wird“. Anschließend trug er einen Vers des historischen omanischen Dichters Shaykh al-Baiyaan vor, der übersetzt lautet: „Mögest du in Erfüllung leben, getragen von den unendlichen Segnungen deines Herrn, des Gebers.“ Der König zitierte zudem den Propheten Mohammed und hob islamische Werte wie die Verantwortung für die Schöpfung sowie Gemeinschaft und Dialog hervor – ebenso wie den friedlichen Charakter der omanischen Bevölkerung. Bereits vor dem festlichen Essen hießen Charles und Königin Camilla (79) den Staatsgast willkommen – an ihrer Seite auch Prinz William (44) und Prinzessin Kate (inzwischen Princess of Wales). Zu den feierlichen Programmpunkten des Tages zählten neben einer traditionellen Kutschenprozession auch das Abschreiten einer Ehrengarde sowie die Verleihung umfassender militärischer Ehren.
Thematisch hob Charles insbesondere die tief verwurzelte gemeinsame Historie beider Nationen hervor. „Oman ist einer der ältesten Verbündeten Großbritanniens und, nach all diesen Jahren, wie ich hoffe, einer Ihrer engsten Freunde“, erklärte der Monarch. Auch die nächste Generation kam zur Sprache: William und Omans Kronprinz Sayyid Theyazin arbeiten laut Charles bereits selbst zusammen. „Es kann kaum ein schöneres Zeichen des Erfolgs geben, als wenn eine lebendige Beziehung von einer Generation an die nächste weitergegeben wird“, sagte er dazu. Der omanische Regent unterstrich im Gegenzug die Rolle Großbritanniens als verlässlichen Partner und hob hervor, dass sein Land bei regionalen Konflikten konsequent auf den Dialog anstelle von Konfrontation baue. Der König würdigte zudem das von Haithams Glauben geprägte Engagement: „Ihr Engagement für junge Menschen, Umweltschutz und interreligiösen Dialog spiegelt ein tiefes Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft und künftigen Generationen wider.“