Geforce RTX 2080 Ti 22GB: „Titan RTX Light“ im Ersteindruck


Geforce RTX 2080 Ti 22GB: „Titan RTX Light“ neu im PCGH-Testlabor + Ersteindruck
Bildquelle: PC Games Hardware

Ein langjähriger Leser hat uns seine Geforce RTX 2080 Ti 22GB zum Testen geschickt. Dabei handelt es sich um eine hardwareseitig modifizierte Grafikkarte mit verdoppelter Kapazität, welche selbst eine RTX 5080 alt aussehen lässt.

Künstliche Intelligenz hier, Künstliche Intelligenz da: Die verheißungsvolle Zukunft mit kompetenten KI-Assistenten benötigt Rechenleistung und Speicher in rauen Mengen. Die meisten Anwender sind bereits mit ChatGPT, Gemini oder anderen KI-Programmen über ihren Browser auf Tuchfühlung gegangen, wobei die Berechnungen nicht am eigenen PC vonstattengehen.

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Eine Alternative dazu ist es, die sogenannten Large Language Models (LLMs) lokal auszuführen – am besten vollständig auf der Grafikkarte. Die größten, vielseitigsten Modelle profitieren nicht bloß von viel VRAM. Dieser ist zwingend nötig für eine schnelle Antwortgeschwindigkeit. Steht nicht genug VRAM zur Verfügung, muss in den Hauptspeicher ausgelagert werden, was das Geschehen um Faktoren verlangsamt.

Das kommt Ihnen bekannt vor? PC-Spieler streben ebenfalls nach immer mehr VRAM, denn immer komplexere Objekte, Texturen und Beleuchtungsdaten speichern sich nicht in der Luft. Doch was tun, wenn neue Grafikkarten am Speicher sparen und dennoch teurer denn je sind? Man modifiziert ältere Grafikkarten! Hardware-Mods sind zwar nichts grundlegend Neues, haben 2026 jedoch Hochkonjunktur. Geforce RTX 3070 16GB, Geforce RTX 3080 20GB, Geforce RTX 2080 Ti 22GB und weitere Spezialversionen werden über fernöstliche Marktplätze wie Alibaba angeboten. Dort hat auch ein langjähriger PCGH-Leser zugeschlagen – und uns nun seine Geforce RTX 2080 Ti mit 22 GiByte VRAM zugeschickt. Herzlichen Dank für diese ganz spezielle Leihstellung!

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RTX 2080 Ti 22GB = Titan RTX „Light“

Wie Sie dem Video entnehmen, haben wir die RTX 2080 Ti 22GB selbstverständlich sofort eingebaut. Dabei handelt es sich um eine MSI Geforce RTX 2080 Ti Aero 11G, deren ursprüngliche 11 GiByte GDDR6-Speicher gegen Chips mit der doppelten Kapazität ersetzt wurden. Welche Modifikationen an der Firmware vorgenommen wurden, ist unbekannt. Erstaunlich ist, dass diese höchst inoffizielle Grafikkarte problemlos bootet, vom aktuellen Geforce-Treiber erkannt wird und aus dem Stand ihre 22 GiByte meldet.

<strong>Geforce RTX 2080 Ti 22GB:</strong> „Titan RTX Light“ neu im PCGH-Testlabor + Ersteindruck
Bildquelle: PC Games Hardware

Dass diese auch nutzbar sind, haben wir mithilfe der just beendeten Vorbesteller-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 ausprobiert. Auch im neuesten Serienteil kann man wieder festlegen, wie viel Grafikspeicher das Spiel mit Daten beladen kann. Das Maximum, 90 Prozent der vorhandenen Kapazität, führt zu einer Allokation von knapp 20 GiByte – ein klarer Beweis dafür, dass die modifizierte Grafikkarte so funktioniert wie erwünscht. Die Grafikkarte arbeitet dabei mit 250 Watt Board-Power (maximal einstellbar: 280 Watt) und der DHE-/Blower-Kühler wird deutlich hörbar.

Damit rückt die Geforce RTX 2080 Ti sehr nah an die Titan RTX heran. Das noch Ende 2018 erschienene Topmodell der Turing-Generation verfügt über das volle Speicher-Interface des TU102-Chips sowie stolze 24 GiByte Speicher. Eine Geforce RTX 2080 Ti arbeitet, Hardware-Mod hin oder her, mit einem Beschnitt im Speichersubsystem: Ein 32-Bit-Controller sowie die daran hängenden 512 KiByte Level-2-Cache fallen dem Rotstift zum Opfer, sodass noch 352 Bit und 5,5 MiByte L2$ übrig bleiben (Titan RTX: 384 Bit und 6 MiB). Wir bereiten gerade einen umfangreichen Test der Geforce RTX 2080 Ti 22GB vor – welche Benchmarks würden Sie gerne sehen?

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