Gemeinderat für Auflösung von Bahnübergängen im Lurnfeld


Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Chronik

Statt der Schrankenanlagen in St. Gertraud, Drauhofen und Altenmarkt fordert die Gemeinde den Bau einer Unterführung. Jetzt wird mit den ÖBB verhandelt.

Auch die Eisenbahnkreuzung in St. Gertraud könnte von einer Auflösung betroffen sein

© Camilla Kleinsasser

Auch die Eisenbahnkreuzung in St. Gertraud könnte von einer Auflösung betroffen sein

Camilla Kleinsasser

Camilla Kleinsasser

vor 56 Minuten

12. September 2026 um 06:00

Unter einer Bedingung sollen drei beschrankte Bahnübergänge im Lurnfeld aufgelassen werden. So lautet der Beschluss des Gemeinderates in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Konkret geht es um jene in St. Gertraud, Drauhofen und beim Magdalenskirchlein in Altenmarkt, die sich entlang von Nebenstraßen befinden und vor allem von Anwohnern und landwirtschaftlichem Verkehr genutzt werden. „Stattdessen fordern wir, dass von den ÖBB eine Unterführung gebaut wird, so dass die Grundstücke gut erreichbar sind. Unter der Auflage, dass der Gemeinde dadurch keine Kosten entstehen“, erklärt Bürgermeister Gerald Preimel.

Wie berichtet, befinden sich im Gemeindegebiet Lurnfeld auf einem Streckenabschnitt von 2,4 Kilometern Länge gleich vier Eisenbahnkreuzungen mit Gemeindestraßen. Die vierte im Bereich des Fußballplatzes ist von der aktuellen Diskussion nicht betroffen. Die ÖBB Infrastruktur überprüft bis 2029 alle Bahnübergänge in Bezug auf Optimierungsmöglichkeiten. Laut Preimel müssten die Anlagen in den kommenden Jahren saniert werden und dann könnte es dazu kommen, dass die Gemeinde die Sicherung und Instandhaltung mitfinanzieren müsste. „Wir haben den ÖBB unseren Beschluss schriftlich mitgeteilt. Jetzt wird es Gespräche geben“, so Preimel.

Es ist noch nichts fix

Von den ÖBB heißt es, dass die von der Marktgemeinde Lurnfeld eingebrachten Vorschläge geprüft würden: „Derzeit gibt es keine konkreten Vereinbarungen oder Entscheidungen. Über mögliche weitere Schritte kann daher aktuell keine Aussage getroffen werden. Die Abstimmungen mit den beteiligten Stellen laufen weiter. Ziel ist es, im gemeinsamen Dialog eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung zu erarbeiten.“ Ob die betroffenen Bahnübergänge wirklich aufgelöst werden und eine Unterführung gebaut wird, ist damit also noch nicht fix.