Gesundheitsamt: Zwei Malaria-Fälle in Frankfurt-Schwanheim


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Infizierte Mücke als Überträger Zwei Malaria-Fälle in Frankfurt-Schwanheim

In Frankfurt sind zwei neue Malaria-Fälle aufgetreten. Die Betroffenen waren zuvor nicht in einem Risikogebiet – das Gesundheitsamt vermutet eingeschleppte Mücken als Überträger.

Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt in der Gepäckabfertigung stehen in einer Halle, viele Koffer sind dort in Wagen verladen.

Das Gesundheitsamt vermutet, dass infizierte Mücken mit Flugzeugen aus den Tropen nach Frankfurt eingeschleppt worden sind. Bild © IMAGO / STAR-MEDIA

Videobeitrag Malaria

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Im Frankfurter Stadtgebiet sind zwei Malaria-Erkrankungen aufgetreten. Die Betroffenen werden medizinisch betreut, wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Dienstagnachmittag mitteilte.

Die Fälle seien im Umkreis von fünf Kilometern um den Frankfurter Flughafen aufgetreten - im Frankfurter Stadtteil Schwanheim. Das Gesundheitsamt ruft Anwohner und Ärzte dort zu besonderer Wachsamkeit auf.

Im Juli waren sechs Beschäftigte des Frankfurter Flughafens an Malaria erkrankt, zwei von ihnen starben. Damals wurde die Übertragung der Krankheit durch eine mit der Fracht eingeschleppte Anopheles-Mücke vermutet.

Erkrankte arbeiteten nicht im Flughafen

Die in Schwanheim erkrankten Menschen arbeiten jedoch nicht am Frankfurter Flughafen und haben auch keine kürzlichen Fernreisen in Risikogebiete unternommen, wie ein Sprecher des Gesundheitsamts betonte.

Das Gesundheitsamt spricht trotzdem von sogenannter "Flughafen-Malaria". Den Angaben zufolge dürften infizierte Mücken mit Flugzeugen aus den Tropen eingeschleppt worden sein. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht möglich.

Aufruf an Ärzte, Hotline für Bewohner

Der Leiter des Gesundheitsamts Peter Tinnemann, rief die Bevölkerung sowie Ärzte und Ärztinnen auf, bei Symptomen an eine Flughafen-Malaria zu denken. Beispielsweise bei Fieber, aber auch bei unspezifischeren Symptomen wie etwa Bauchbeschwerden.

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00:27 Min.|Nina Michalk (hessenschau.de)

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Das Gesundheitsamt hat für die Bevölkerung eine Hotline unter 069/212-30030 eingerichtet, bei der sich die Bevölkerung informieren kann.

Stechmücke als Überträger

Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, ist Malaria laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lebensbedrohlich. Mögliche Symptome sind:

Auf den Menschen übertragen wird Malaria durch Anopheles-Stechmücken, wenn diese sich zuvor selbst mit dem Erreger infiziert haben.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es in Deutschland stellenweise Anopheles-Arten, die unter geeigneten Umweltbedingungen Malaria-Erreger übertragen können. Solche Fälle waren bislang jedoch extrem selten.

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