Beherzte Rettung: Großes Glück: Kranker Igel kam in die richtigen Hände | Kleine Zeitung
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Feldkirchnerin auf Heimaturlaub fand schwachen Igel im Garten ihres Vaters. Jetzt wird er von einer beherzten Tierärztin wieder aufgepäppelt.

© Koschutnig-van Stelten


Redakteurin Regionalredaktion Lavanttal & Völkermarkt
vor 47 Minuten
14. August 2026 um 18:00
Eine berührende Tierrettungsgeschichte hat Eva Koschutnig-van Stelten erlebt beziehungsweise selbst ins Rollen gebracht. Sie lebt mit ihrer Familie in Holland und war am zweiten Augustwochenende zu Besuch bei ihrem Vater in Tauchendorf in der Gemeinde Glanegg. „Als ich gerade beim Wäscheaufhängen im Garten war, entdeckte ich gemeinsam mit meinen zwei Kindern einen Igel in einem erbärmlichen Zustand. Er lag in der Sonne, zuckte und war stark von Maden und Fliegeneiern befallen“, erzählt Koschutnig-van Stelten.
Der Igel wurde behutsam in eine Schuhschachtel gelegt und an einen kühleren Platz gebracht. „Wir wussten zuerst nicht, wen wir um Hilfe fragen sollten. Wir haben erst die offizielle Tierrettung angerufen, aber die konnte uns in dieser Situation leider nicht weiterhelfen“, fährt Koschutnig-van Stelten fort: „Auf der Suche nach einer offiziellen Wildtierauffangstation mussten wir feststellen, dass es eine solche zentrale Anlaufstelle in Kärnten scheinbar gar nicht mehr gibt.“
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In letzter Sekunde gerettet werden konnte der Igel von Tierärztin Miki Zichy in Fasching in der Gemeinde Feldkirchen: „Da wir vor Ort kein Auto hatten, half uns die Nachbarin meines Vaters sofort aus und fuhr uns alle mitsamt der Schuhschachtel zur Tierärztin.“
Maden und Zecken entfernt
Zichy nahm sich des stacheligen Notfalls an, entfernte die Maden durch Absaugen und Auskämmen, untersuchte den Igel auf Zecken und verabreichte Anti-Maden-Medikamente. „Meine neunjährige Tochter durfte bei der Rettung dabei sein. Dieses positive Beispiel von Hilfsbereitschaft hat sie so tief beeindruckt, dass sie zu Hause jetzt selbst begeistert Tierärztin spielt“, ist Koschutnig-van Stelten begeistert.

© Koschutnig-van Stelten
„Er frisst wieder selbstständig“
Wie es dem Igel aktuell geht? „Es geht ihm schon viel besser. Er hat bereits wieder selbstständig gefressen, was er zuerst nicht konnte, und ringelt sich wieder ein, was bei Igeln ein gutes Zeichen ist“, erklärt Zichy auf Nachfrage der Kleinen Zeitung. Tatsächlich gibt es Kärnten derzeit keine Anlaufstelle für Menschen, die kranke oder verletzte Wildtiere finden und ihnen helfen wollen: „Es bleibt einem in so einem Fall nur der Gang zum Tierarzt. Allerdings muss sich dieser auch auskennen und solche Dinge lernt man nicht auf der Universität, das muss man sich selbst aneignen.“ Zudem sei die Behandlung auch eine Kostenfrage.
So gesehen hatte der Igel tatsächlich großes Glück, dass er von einer tierfreundlichen Familie gefunden und mittels der Hilfe der Nachbarin auch noch zur richtigen Tierärztin gelangt ist.