Fall Wegner: Grünen-Chef Banaszak wirft CDU Kultur des Vertuschens und Deckens vor - WELT
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Fall Wegner
Grünen-Chef Banaszak wirft CDU Kultur des Vertuschens und Deckens vor
Stand: 11.07.2026Lesedauer: 2 Minuten
Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen), Co-Bundesvorsitzender der Partei
Quelle: Christoph Reichwein/dpaDie Affäre um Kai Wegners Aussagen zum Krisenmanagement zieht weitere Kreise. Grünen-Chef Felix Banaszak fordert Antworten von Kanzler Friedrich Merz und dem Kanzleramt. Er spricht von Fragen, die bis ins Kanzleramt reichen.
Grünen-Chef Felix Banaszak hat in der Affäre um Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dessen Aussagen zum Krisenmanagement während des Berliner Stromausfalls Aufklärung zur Rolle von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und des Kanzleramts
gefordert. „Das Kanzleramt hat einer zentralen Darstellung Kai Wegners zur Reaktion während des Stromausfalls inzwischen widersprochen“, sagte Banaszak dem Tagesspiegel. „Doch wenn dort frühzeitig bekannt war, dass Wegners Schilderung nicht zutraf, ist es umso irritierender, warum das Kanzleramt und Friedrich Merz diesen Widerspruch nicht umgehend öffentlich klargestellt haben.“
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Wegner hatte zuletzt von der Berliner Senatskanzlei verbreiten lassen, er habe während des Stromausfalls sehr wohl mit Merz telefoniert. Er widersprach damit der Darstellung des Kanzleramts von Freitag, wonach es an diesen Tagen kein Telefonat von Merz mit dem Regierenden Bürgermeister gegeben habe. Das Kanzleramt hielt am Samstag jedoch an seiner Darstellung fest. Die erteilte Auskunft sei „weiterhin sachlich zutreffend“, teilte ein Regierungssprecher mit.
Für Banaszak wirft die Affäre damit „Fragen weit über den Berliner Landesverband hinaus bis hin zum Kanzler auf“, wie er sagt. „Die Berliner CDU offenbart ein bemerkenswertes Verständnis von Verantwortung, Regeltreue und Wahrheit“, so Banaszak weiter. Wenn sich nun auch bei der Bundes-CDU der Eindruck verfestigt, „dass es dort eine Kultur des Vertuschens und Deckens gibt, dann untergräbt das das Vertrauen in unsere Demokratie insgesamt. So geht Regieren nicht.“
Die Berliner hätten einen Anspruch darauf, zu erfahren, ob das Kanzleramt und Merz „bewusst in Kauf genommen haben, dass eine nachweislich falsche Darstellung im Raum stehen blieb“, sagte der Grünen-Chef. „Es braucht jetzt Transparenz zur Rolle des Kanzleramts.“
ceb