Hallenbäder schließen im Sommer: „Das ist ein schlechter Witz“


Es gibt viele Themen aus dem Stadtgebiet Oberhausen, über die wir berichtet haben, die die Bürgerinnen und Bürger zu intensiven Diskussionen oder zu kleinen Anmerkungen veranlassen. Einige von ihnen schreiben uns per Mail ihre Meinungen und Ansichten. Auszüge daraus veröffentlichen wir im Folgenden:

Schlechter Service des Straßenverkehrsamtes

Zu: Wartefrust von Auto-Käufern: Oberhausen verspricht zügige Hilfe

Nach einem großen Wurf hört es sich immer noch nicht an. Zum einen hört man von der Stadt keine konkreten Zahlen, auf wie viel Wartezeit das neue System reduziert. Zum anderen soll es weiter keine Möglichkeit geben, Dinge direkt vor Ort ohne Termin bei einem Mitarbeiter mit eventueller Wartezeit zu erledigen. Das wäre die schnellste Option. Für die Online-Anmeldung muss der Personalausweis die eID-Funktion haben. Das nutzen bisher nur wenige Bürger. Ein Grund sind Sicherheitsbedenken. Merkwürdigerweise hat alles bis Corona hervorragend geklappt. Anette Friedhoff

Zu: Schlechter Zustand Oberhausener Straßen

Seitdem ich 1982 den Führerschein habe, ist die Fortstraße nie richtig gemacht worden. Besonders an der Stadtgrenze zu Dinslaken sieht man deutlich den Unterschied: Ab dort ist die Straße in einem guten Zustand. Dagegen ist die Bahnstraße vor Jahren saniert worden. Inzwischen ist diese wichtige Verbindungsstraße aber zu einer Schlaglochstraße verkommen. Geld für einen neuen Kiosk in Sterkrade-Mitte hat die Stadt, gibt es nicht andere Prioritäten? B. Süselbeck

Katastrophenschutz zum falschen Zeitpunkt?

Zu: Centro Oberhausen komplett geräumt – Betreiber zufrieden

Rundgang Außengelände Centro

Katastrophenschutz-Übungen im Centro sollten nach Auffassung unseres Lesers Wolfgang Neff vor allem dann gestartet werden, wenn das Einkaufszentrum voller Besucherinnen und Besucher ist.© FUNKE Foto Services | Oliver Müller

Dieser Artikel hat nicht für eine Verbesserung meines Sicherheitsempfindens beim Einkauf im Centro gesorgt. Im Gegenteil. Diese wichtige Alarmübung an einem Mittwoch um 10 Uhr zu veranstalten und dann von realistischen Bedingungen zu reden, ist doch wohl ein schlechter Scherz. Morgens um 10 Uhr, gleich nach Öffnung der Geschäfte, ist das Centro fast leer. Es ist kein großes Problem, das Centro schnell zu räumen. Die Alarmübung würde unter realistischen Bedingungen stattfinden, wenn sie an einem Samstag gegen 14 Uhr durchgeführt würde – wenn möglich noch zur Zeit des Weihnachtsmarktes. Wenn diese Übung ebenfalls gut ausfällt, könnten auch die Kunden zu jeder Zeit beruhigt im Centro einkaufen. Aber nicht, wenn diese Übung mittwochs um 10 Uhr in einem fast leeren Centro stattfindet. Wird so mit der Sicherheit der Kunden umgegangen? Wolfgang Neff

Zu: Stoag kauft Elektrobusse aus China

Symbolbild STOAG

Die Stoag kauft Elektrobusse als Linienbusse ein. Sie werden von dem großen chinesischen Bus-Produzenten BYD in Ungarn hergestellt.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Was soll man da noch denken? Unser Oberbürgermeister hatte mal angekündigt, für qualifizierte Jobs in Oberhausen zu kämpfen. Nun beschafft die Stoag Busse aus China. Krasser gegeneinander geht es doch kaum noch. Es muss also billig sein, Folgen solcher Entscheidungen werden ignoriert. Wenn wir dann so weit sind, dass sich wegen fehlender Jobs niemand mehr ein Busticket leisten kann, ist es zu spät. Ich werde nach dieser Entscheidung die Busse der Stoag jedenfalls, wann immer möglich, nicht mehr nutzen. Dies ist meine Antwort auf die Ignoranz der Stoag. Hans-Jürgen Pelzers

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Schriftzug STOAG

Eltern behinderter Kinder empört über Befragung

Zu: Empörte Eltern: Stadt prüft Schulbus für Kinder mit Behinderung

Jetzt geht’s los in Oberhausen. Mit einem behinderten Kind in der Familie ist es für die Eltern ohnehin schon schwer genug, da soll unser neuer Oberbürgermeister mal auf den Tisch klopfen. Inge Raudzus

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Ich kann jedem nur empfehlen, gegen diese Befragung Einspruch einzulegen. Die Stadt wagt es, Expertenmeinungen infrage zu stellen. Als ehemaliger Vater eines schwerstmehrfach behinderten Kindes weiß ich, dass die Stadt Oberhausen sehr gerne versucht, die Rechte von Eltern behinderter Kinder zu beschneiden. Allein die Überlegung, ob die Befragung datenschutzrechtlich unbedenklich ist, hätte mich früher dazu veranlasst, gegen die Befragung zu klagen. Wenn der Soziale Dienst (studierte Experten) die Beförderung eines behinderten Kindes befürwortet, darf meines Erachtens kein Sachbearbeiter der Stadt Oberhausen (für dieses Problem ein Laie) etwas anderes anordnen. Außerdem sehe ich diese „Befragung“ als reine Schikane an. Aber die Stadt muss sparen oder andere Einnahmequellen auftun, und da wird bei der Stadt alles versucht. Wer sich nicht wehrt, hat verloren. Peter Humrich

Hallenbäder schließen wegen Wartung im Sommer

Zu: Beide Oberhausener Hallenbäder schließen in den Sommerferien

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Hallenbad Oberhausen Süd
08.04.2026 in Duisburg

Klimawandel, Hitzewellen, Temperaturrekorde: Die Menschen brauchen dringend Abkühlungsmöglichkeiten und keine ständigen Absichtserklärungen über zu schaffende Maßnahmen, Förderung von Resilienz, Fürsorge, Schutz, Linderung von Beschwerden. Es gibt nur noch zwei von dem städtischen Eigenbetrieb SBO betriebene Hallenbäder mit durchaus erschwinglichen Preisen. In den heißen Juni-Tagen strömten die Leute dorthin, sodass es sogar Einlass-Stopps geben musste.

Und in diesen sich mehr und mehr verschärfenden klimatischen Zeiten werden die Bäder hier jeweils innerhalb der Sommerferien wegen Beckenreinigung und Ähnlichem geschlossen. Hochsommer! Erneute Hitzewellen möglich bis wahrscheinlich. Der Verweis auf das jeweils andere offene Bad ist ein schlechter Witz, weil dieses dann ohnehin überfüllt ist. Und nein, der Aquapark ist für die meisten (mit geringem Budget) keine Alternative.

Unter den Schwimmbadnutzenden werden die Schließzeiten heftig kritisiert und es stößt auf Unverständnis, ebenso bei den Mitarbeitenden. Eine Umfrage in den Bädern sei empfohlen. Sollten die Schließzeiten in Ferienzeiten sein (weil kein Vereins- und Schulschwimmen stattfindet), dann doch bitte im Herbst, Winter oder im Frühjahr. Die bisherige Praxis ist absolut nicht mehr zeitgemäß/wetterverhältnismäßig. Es besteht ein dringender bürgerfreundlicher Veränderungsbedarf. Carola Derksen-Opriel

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Hallenbad Oberhausen Süd
08.04.2026 in Duisburg

Jeweils für drei Wochen schließen wegen Wartungsarbeiten die beiden Hallenbäder, die die Stadt Oberhausen betreibt: Das Sterkrader Hallenbad ist als erstes bis zum 9. August dran, das Alt-Oberhausener Hallenbad an der Lothringer Straße nahe der Innenstadt (Bild) schließt vom 10. bis 30. August 2026.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia

Dass nun erhebliche Mittel in den Ausbau des Niederrheinstadions fließen sollen, während an anderer Stelle das absolute Minimum investiert wird, ist ein fatales Signal. Es wird Zeit, die Prioritäten unserer Stadtpolitik zu hinterfragen: Schwimmen rettet Leben, Fußball nicht. Die jüngsten, tragischen Nachrichten über die steigende Zahl tödlicher Badeunfälle sollten uns allen ein dringender Weckruf sein. Schwimmen zu können, ist keine reine Freizeitbeschäftigung, sondern eine lebensnotwendige Kulturtechnik.

Doch wo sollen Kinder in Oberhausen das Schwimmen noch sicher lernen oder einfach nur ihre Freizeit in einem Schwimmbad verbringen? Das damalige Bäderkonzept der Stadtspitze hat sich spätestens jetzt als schwerer Fehler erwiesen. Im Aquapark sind die Eintrittspreise für viele zu einer echten Hürde geworden. So müssen Kinder für zwei Stunden Badespaß 10 Euro bezahlen. Zudem haben die anderen Bäder abwechselnd an den Sonntagen einfach geschlossen. Gerade an den heißen Tagen war ich schockiert über die strikte Schließung der Hallenbäder Sterkrade und Oberhausen.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick in die Nachbarschaft: Dinslaken beweist eindrucksvoll, wie eine moderne, bürgernahe und bezahlbare Bäderlandschaft aussehen kann, wenn in der Politik der Wille zur Gestaltung da ist. Marcel Grendel

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Hallenbad in Oberhausen Sterkrade

Schwimmen ist eine wichtige Kulturtechnik, bei der es ums Überleben geht, ist nicht nur die Meinung unseres Lesers Marcel Grendel. Das Foto zeigt das Hallenbad Sterkrade, das die Stadt mit einer zweistelligen Millionen-Investition über zwei Jahre lang renovieren und sanieren ließ. In den Sommerferien schließt die Stadt allerdings wegen Wartungsarbeiten drei Wochen lang auch das Sterkrader Bad.© FUNKE Foto Services

Tolle Erlebnisse im Alsbachtal-Freibad

Ach, wie schön wär’s jetzt im Alsbachtal! So mögen in heißen Sommerwochen nicht wenige Oberhausener(innen) oft geseufzt haben. Alsbachtal – für das Gros der etwas Älteren ist damit die Erinnerung an ein wunderschönes, großzügig gestaltetes Freibad an der Erzbergerstraße verbunden. Das diente über 60 Jahre im Sommer als Erholungsort und wurde leider in den Neunzigern dem Erdboden gleichgemacht, obwohl es wenige Jahre vorher vorbildlich renoviert worden war.

Große Liegewiesen, ein 50-Meter-Becken, dazu ein vorgewärmtes Nichtschwimmerbecken und für die ganz Kleinen ein Planschbecken – so hat man die Anlage in Erinnerung. Vor dem Schwimmbad ein großer Parkplatz, eine Fahrradwache, innen modernisierte Umkleide- und Duschkabinen, selbst der Kiosk mit Süßigkeiten, Cola und Pommes fehlte nicht.

Newsletter Illustration

Security – wie heute leider oft notwendig – war überflüssig. Am Beckenrand stand Dieter Gorzylanczik, der Bademeister, Gewichtheber beim damaligen Bundesligisten PSV Oberhausen. Der brauchte keine Helfer, um eventuelle Schwierigkeiten zu verhindern. Durch den Abriss hat man vielen nachträglich sehr wehgetan. Aber das wäre nicht das Schlimmste, denn wir haben ja unseren Spaß gehabt. Viel schlimmer ist, dass für die heutige Jugend dieses wunderbare Angebot nunmehr fehlt. Jürgen Voß

Bei den hier veröffentlichten Zuschriften unserer Leserinnen und Leser handelt es sich um persönliche Meinungsäußerungen und Ansichten, die nicht der Auffassung der Redaktion entsprechen müssen. Wer uns seine Auffassung zu Oberhausener Themen mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Dafür muss man eine E-Mail mit einer Betreffzeile (Thema/Artikel) und der eigenen Meinung an die Redaktionsadresse [email protected] senden – mit vollständigem Namen und vollständiger Wohnadresse. Die Zuschriften können in der Zeitung und auf der Webseite veröffentlicht werden. Die Wohnadresse wird nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

Leser: Der Mauerbau ist dreist

Zu: Borbecker Mauer

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Rabiate Sperrmethoden der Deutschen Bahn: die zugemauerte Tunnelstraße in Oberhausen-Borbeck.

Ich habe über 45 Jahre in diesem Ortsteil gerne gelebt. Über 30 Jahre habe ich diese Verbindung zum ÖPNV nach Essen und Bottrop genutzt. Bis sich jemand hat einfallen lassen, die Erreichbarkeit des ÖPNV einzuschränken. Die Mauer ist dreist und zeigt mir, wie sich eine Zusammenarbeit der einzelnen Beteiligten gestaltet. Man redet nicht, man baut Mauern. Und die Bürger dürfen zusehen, wo sie bleiben. Harald Traud

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Enttäuscht und verärgert sind Anwohner in Oberhausen-Borbeck über die Entscheidung der Bahn, die Tunnelstraße einfach einzumauern.© Funke Medien NRW | Michael Bresgott

Zu: In Oberhausen sollen Drohnen künftig auf Bäume aufpassen

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Kriminalpolizei sucht mit einer Drohne nach Spuren.
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Drohnen mögen ja in einigen Situationen hilfreich sein, aber es gibt Bäume in unserer Stadt, denen kann man schon von Weitem ansehen, dass sie die besten Jahre hinter sich haben. Vor ein paar Tagen bin ich die Centro-Allee entlanggegangen (von der Augenklinik nach Borad). Allein dort auf diesem kurzen Stück habe ich ein halbes Dutzend Bäume gesehen, die krank oder bereits tot sind! Friedhelm Saes

Straßenausbau für den Klimaschutz? Kritik von Anwohnern

Bäume sollen nach Willen der Lokalpolitiker in Oberhausen künftig kostengünstig und effizient mit Drohnen überwacht werden. Das hat vor den Sommerferien der Planungsausschuss einstimmig beschlossen. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Zu: Baumfällung Bebelstraße

Nun wird bei der Rekordhitze deutlich, wie weitsichtig unsere Stadtverwaltung hier gehandelt hat. Nur wenn wir es schaffen, konsequent große Bäume zu fällen und die frei werdenden Flächen weiter zu versiegeln, kann es gelingen, die angenehmen Temperaturen Ende Juni öfter erleben zu dürfen! Also: Weiter so! Vielleicht schaffen wir es ja auch noch, bei Starkregen für einige überflutete Keller zu sorgen. Alles richtig gemacht: Hauptsache, sich nicht von Natur-Hysterikern verrückt machen lassen. K. Ixkes

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