Hamburg schaut nach oben: So spektakulär war die Sonnenfinsternis


Hamburg

Bitte einmal alle nach oben schauen: Rund um das Altonaer Rathaus versammelten sich zahlreiche Menschen, um einen Blick auf die Sonnenfinsternis zu erhaschen.
Florian Quandt

Menschenmassen, spezielle Brillen und ein spektakulärer Blick: So erlebte Hamburg die Finsternis.

Hamburg schaut nach oben! Am Mittwochabend wurde der Himmel über der Stadt zur großen Bühne: Der Mond schob sich langsam vor die Sonne und ließ sie immer weiter zu einer Sichel schrumpfen. Bei klarem Himmel hatten Hamburger beste Sicht auf das seltene Schauspiel.

Schon am späten Nachmittag versammelten sich zahlreiche Schaulustige rund um das Planetarium. Auch auf dem Dach des Grünen Bunkers oder vor dem Altonaer Rathaus blickten viele Menschen gebannt in den Himmel. Überall in der Stadt wurden Sonnenfinsternis-Brillen gezückt, Handys in die Höhe gehalten – und natürlich Kameras.

Vom Planetarium bis Altona: Hamburg erlebte seltenes Himmelsspektakel

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In Hamburg wurden rund 85 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Besonders eindrucksvoll wurde es zwischen etwa 20.05 und 20.15 Uhr, als die partielle Finsternis ihren Höhepunkt erreichte.

Zwei unterschiedlich breite Mondsicheln vor schwarzem Hintergrund
Jetzt wird's finster: Der Mond schiebt sich immer weiter vor die Sonne – hier in zwei Phasen des Himmelsspektakels.
Florian Quandt

Auch unser Fotograf war mittendrin – und bestens vorbereitet. Damit seine Kamera das Spektakel sicher einfangen konnte, bekam das Objektiv kurzerhand eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille verpasst. Ein etwas kurioser Anblick, der sich allerdings bezahlt machte: Seine Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie der Mond die Sonne Stück für Stück „anknabbert“.

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Schwarzes Beobachtungsgerät auf Stativ in einer blühenden Wiese
Sonnenfinsternis? Aber sicher! Unser Fotograf rüstete seine Kamera kurzerhand mit einer speziellen Brille vor dem Objektiv aus.
Florian Quandt

„Das Anknabbern der Sonne beginnt am Rand rechts unten“, erklärt Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternenfreunde. Danach bilde sich eine Sichel, die sich langsam drehe. Wie genau das Schauspiel aussieht, hänge vom jeweiligen Standort ab – sogar innerhalb Deutschlands.

Und so wurde auch Hamburgs Himmel zur ganz eigenen Sonnenfinsternis-Bühne.

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Dann verschwand die Sonne am Horizont

Lange blieb das Spektakel allerdings nicht. In Hamburg und im übrigen Deutschland ging die Sonne während der Finsternis unter. Je nach Standort war das zwischen etwa 20.30 Uhr und kurz nach 21 Uhr der Fall.

Dabei wurde es nicht plötzlich dunkel und danach wieder hell. „Wir sehen durchgehend nicht das Ende der Finsternis, sondern eine Sichel untergehen“, erklärt Astronomin Liefke.

Die partielle Sonnenfinsternis war in weiten Teilen Europas sowie unter anderem in Nordamerika und Westafrika zu sehen. Eine totale Sonnenfinsternis konnte dagegen nur in einem schmalen Streifen beobachtet werden, der unter anderem über Island, Grönland, die Iberische Halbinsel und die Balearen verlief.

Wichtig: Wer selbst einen Blick in die Sonne werfen wollte, brauchte unbedingt eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille. Ein ungeschützter Blick kann die Augen schwer schädigen. Auch wenn bereits ein großer Teil der Sonne vom Mond verdeckt ist, besteht weiterhin Gefahr. Alternativ ließ sich die teilweise vom Mond verdeckte Sonne mit einer selbstgebauten Lochkamera sicher auf ein Stück Papier projizieren. (mit dpa)