Hape Kerkeling überrascht mit Aussage zu TV-Skandal: „Hat nur einen Tag wehgetan“


Stand: 07.10.2026, 14:11 Uhr

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TV-Star Hape Kerkeling

1991 outete Rosa von Praunheim Hape Kerkeling im TV. Heute sagt der Entertainer über den Skandal: „Hat nur einen Tag weh getan.“ © dpa | Hendrik Schmidt

1991 outete Rosa von Praunheim Hape Kerkeling im TV. Heute sagt der Entertainer über den Skandal: „Hat nur einen Tag weh getan.“

Köln – Hape Kerkeling (61) kann auf eine jahrzehntelange Karriere zurückblicken. Der beliebte Star ist als Komiker, Moderator, Schauspieler und Autor erfolgreich. Bei der diesjährigen „Goldenen Henne“ wurde er mit dem Publikumspreis als bester Entertainer ausgezeichnet. Im Gespräch mit „Die Aktuelle“ sprach Kerkeling nicht nur über neue berufliche Projekte, sondern auch über einen besonders einschneidenden Moment seiner Vergangenheit.

Am 10. Dezember 1991 geriet der damals 27-Jährige unfreiwillig in den Mittelpunkt der RTL-Sendung „Explosiv – Der heiße Stuhl“. Der Filmemacher und Aktivist Rosa von Praunheim (1942–2025) outete Kerkeling und Alfred Biolek (1934–2021) vor laufenden Kameras als homosexuell. Beide hatten sich zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich zu ihrer Sexualität bekannt.

Ein Anruf brachte die schockierende Nachricht über Kerkelings unwillentliches Outing

Kerkeling hatte von Praunheim am Tag vor der Sendung noch telefonisch gesprochen. Der Entertainer machte damals deutlich, dass er selbst entscheiden wolle, wann er sein Privatleben öffentlich macht. Im Gespräch mit dem Spiegel erinnerte er sich später an seine Reaktion. Ein mulmiges Gefühl sei geblieben, doch was tatsächlich passieren würde, ahnte er zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht.

Von der Ausstrahlung erfuhr Kerkeling schließlich durch eine Freundin. Sie habe ihn dringend aufgefordert, den Fernseher einzuschalten. Die Aktion sorgte anschließend für ein enormes Medienecho. Die Bild reagierte damals mit der Schlagzeile „Schwulen-Verrat im TV“. In einer Zeit, in der Homosexualität noch deutlich stärker tabuisiert wurde, löste das Vorgehen von Praunheims eine heftige Debatte aus.

Jahrzehnte später schildert Kerkeling den Vorgang jedoch überraschend nüchtern. Gegenüber Die Aktuelle bestätigt er, dass das Zwangs-Outing zunächst „übel“ gewesen sei. Auf die Frage, ob die damalige Erfahrung noch immer schmerze, antwortete er: „Wissen Sie was, das hat nur einen Tag weh getan, dann ging es wieder!“ Für Kerkeling habe der Vorfall damit offenbar nicht das letzte Wort behalten. Im Gegenteil: Seine Karriere entwickelte sich weiter. Später wurde er unter anderem mit Figuren wie Horst Schlämmer zum Publikumsliebling. Heute gilt er zudem als wichtige öffentliche Persönlichkeit innerhalb der deutschsprachigen queeren Community. (Verwendete Quellen: Die Aktuelle, Spiegel, Bild)