Uli Hoeneß stichelt gegen Neu-Bundestrainer Klopp - Watzke gibt Contra
Harsche Kritik an Klopp: Watzke nimmt sich Hoeneß zur Brust
Stand: 25.08.2026, 20:48 Uhr
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Uli Hoeneß hat sich kritisch zur DFB-Verpflichtung von Jürgen Klopp geäußert. Dieser erhält jetzt Rückendeckung von Hans-Joachim Watzke.
München – Jürgen Klopp soll den deutschen Fußball wieder salonfähig machen. Nach der schwachen Weltmeisterschaft übernahm der 59‑Jährige den Posten des Bundestrainers von Julian Nagelsmann. Im September wird Klopp sein Debüt an der Seitenlinie feiern, RTL überträgt die Partie gegen die Niederlande in der Nations League live. Die Vorfreude ist groß, doch Uli Hoeneß äußerte kürzlich sein Misstrauen.

Hoeneß hatte bei Sky verlauten lassen: „Ich persönlich halte Jürgen Klopp für einen sehr guten Trainer, wirklich einen sehr guten Trainer. Aber ich bin kein großer Freund der Heldenverehrung. Er kriegt jetzt schon so einen Status, als wenn er über Wasser gehen kann. Er kann auch nicht per Handauflegen alles verändern. Er wird, wie man ihn kennt, sehr hart arbeiten. Er wird auch vieles anders machen. Und es wird vieles besser werden. Aber man muss ihm Zeit geben und man darf vor allem nicht glauben, dass er der Messias ist.“
Watzke widerspricht Hoeneß nach Klopp-Kritik
Hoeneß legte nach: „Was mir in der Geschichte nicht gefällt, ist, dass sein Berater Marc Kosicke mit eingekauft wurde. Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein „friendly takeover“. Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch.“ Hans-Joachim Watzke, DFB-Vize, widerspricht Hoeneß bei Sky vehement.
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„Da habe ich eben eine andere Meinung als er. Ich weiß nicht, was das mit ‚Friendly Takeover‘ zu tun hat. Die letzten beiden Bundestrainer kamen vom FC Bayern – mit Julian Nagelsmann und Hansi Flick. Da hat auch niemand gesagt, das ist ein Friendly Takeover des FC Bayern. Das ist mir dann etwas zu viel“, hält Watzke fest.
Ein Trainer wie Jürgen Klopp, betont Watzke, müsse einen gewissen „Gestaltungsspielraum“ bekommen. „Das weiß Uli am allerbesten. Er hat bei Bayern auch die besten Trainer der Welt gehabt. Das ist ganz normal, jeder Trainer hat auch ein paar Vorstellungen, was seinen Staff angeht. Vincent Kompany hat auch ein paar Leute mitgebracht. Das hat mit Friendly Takeover nichts zu tun.“
Der Erfolg würde dem DFB recht geben – wie schnell der Klopp-Fußball greift, zeigen die nächsten Monate. Für Watzke ist klar: „Die Leute freuen sich wieder. Man wird auch wieder positiv auf die Nationalmannschaft angesprochen. Mein Vertrauen zu ihm ist riesengroß. Lasst ihn einfach machen und dann wird am Ende etwas Gutes dabei rauskommen.“ (is)