„Niederträchtige Sache“: Fake-Erdrutsch-Foto trifft Hotel Corona – Inhaber kämpfen zurück


Hotel „zerstört“ von Erdrutsch: Nicht Unwetter, sondern ein von KI erzeugter Fake

Stand: 25.08.2026, 20:49 Uhr

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Ein Foto des beschädigten Hotels Corona geht viral, Dutzende Solidaritätsanrufe von Gästen trudeln ein. Dabei gibt es gar keinen Schaden.

Val Bremban – Die positive Seite, auf die man auch in den schwierigsten Situationen blicken sollte, waren die Hunderte von Nachrichten und Anrufen, die wir erhalten haben. „Uns haben Gäste aus ganz Italien angerufen und geschrieben, um sich zu vergewissern, was passiert war, und uns dabei große Zuneigung entgegengebracht und erleichtert aufgeatmet“, sagt Carola Berera, Inhaberin des Hotel-Restaurants Corona, seit jeher ein fester Bezugspunkt für die Gastfreundschaft in der Region.

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Dieser Artikel von Donatella Tiraboschi entstand in Kooperation mit Corriere della Sera

Aufrichtige und echte Solidaritätsbekundungen, die im scharfen Kontrast zu der in diesem Fall besonders heimtückischen Falschheit der künstlichen Intelligenz stehen. Mitten in der Notlage, die in den vergangenen Tagen das Val Brembana getroffen hat, kam jemand auf die unsägliche Idee, mit KI ein Bild des Hotels Corona zu erzeugen, das von einem Erdrutsch aufgerissen worden sein soll.

Schild mit der Aufschrift „Hotel“.

In der Nähe eines Hotels in Italien ging ein Erdrutsch ab. Das Hotel wurde aber nicht getroffen, wie Bilder vermuten lassen – dabei handelt es sich um einen KI-Fake. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Ein Bild, das innerhalb weniger Stunden im Netz viral ging, völlig gefälscht, aber glaubwürdig gemacht durch ein entfernt zu sehendes Fahrzeug der Feuerwehr und eine Einsatzkraft im Vordergrund auf einer Art Floß, mitten auf einer in einen Fluss verwandelten Straße.

Falschalarm durch KI-Bild löst Welle der Besorgnis aus

„Das Bild wurde mir am Freitagmittag [21. August] gezeigt, aber ich war mitten im Service und habe ihm zunächst nicht viel Beachtung geschenkt.“ Doch „dann häuften sich die Hinweise und Anrufe von Leuten, die wissen wollten, was passiert sei. Sogar meine Cousine Gabriella vom K2 in Foppolo traute sich kaum, uns nach der Lage zu fragen, aber zum Glück haben wir keinerlei Schaden erlitten.“ Der Erdrutsch kam völlig unerwartet und überraschte alle: „Ich selbst bin noch über diesen Straßenabschnitt gefahren, um mit dem Auto eine Praktikantin des Hotels nach Hause zu bringen, nur zehn Minuten, bevor er abging. Niemand hat Konsequenzen davongetragen.“

Das Bild ist viral gegangen, doch Carola und ihr Mann Giorgio Scuri sind fest entschlossen, denjenigen ausfindig zu machen, der, wie sie unisono betonen, „diese niederträchtige Sache gemacht hat“. Auch bei Hotelbuchungen nutzen Kriminelle KI, um Reisende hinters Licht zu führen.

„Ob es ein Scherz war oder nicht, es war geschmacklos, und wir werden den Urheber im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verfolgen.“ Denn solche furchtbaren Verschüttungen ereignen sich wirklich. Auch auf dem Facebook-Profil des Hotels veröffentlicht, wurde das völlig künstliche und in keiner Weise intelligente Bild von Dutzenden Nutzern kommentiert, die einhellig ihre Missbilligung äußerten, begleitet von einem wahren Blumenstrauß an Schimpfwörtern gegen den unbekannten Urheber. Doch es gibt auch jene, die das Haus nicht kannten und nun versprechen, demnächst dort Halt zu machen.