„Hat die grün-weißen Farben geliebt“: Thioune freut sich auf Wiedersehen mit Ex-Werder-Torhüter Backhaus


Stand: 29.08.2026, 13:18 Uhr

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Wenn Werder Bremen beim SC Freiburg gastiert, kommt es auch zum Duell mit Ex-Keeper Mio Backhaus - wie Trainer Daniel Thioune auf das Wiedersehen blickt!

Bremen – Ausgerechnet zum Start in die neue Bundesliga-Saison kommt es für Mio Backhaus zum Wiedersehen mit seinem langjährigen Arbeitgeber. Nur wenige Wochen nach seinem Wechsel vom SV Werder Bremen zum SC Freiburg trifft der 22-Jährige am ersten Spieltag direkt auf die Grün-Weißen – und wird dabei im Breisgau als Stammtorhüter zwischen den Pfosten stehen. Acht Jahre verbrachte Backhaus insgesamt bei Werder, durchlief sämtliche Jugendmannschaften und schaffte den Sprung zu den Profis. Erst in der vergangenen Saison wurde er zur Nummer eins – und entwickelte sich zu einem Garanten für den Klassenerhalt.

Umso emotionaler war sein Abschied. Mio Backhaus identifizierte sich stets mit Werder Bremen, der Wechsel war dem Vernehmen nach nicht unbedingt sein Wunsch. Doch die Bremer benötigten die Einnahmen (rund 15 Millionen Euro). Beim Freiburg winkt zudem der nächste sportliche Schritt. Schließlich geht es für Backhaus und den SCF in der Conference League wieder auf die internationale Bühne. Erstmal aber wartet Werder.

Mio Backhaus wechselte vor der Saison vom SV Werder Bremen zum SC Freiburg - am ersten Bundesliga-Spieltag kommt es nun direkt zum Wiedersehen. (Archivbild)

Mio Backhaus wechselte vor der Saison vom SV Werder Bremen zum SC Freiburg - am ersten Bundesliga-Spieltag kommt es nun direkt zum Wiedersehen. (Archivbild) © IMAGO/Joachim Bywaletz

SC Freiburgs Mio Backhaus vor Duell mit Ex-Club Werder Bremen: „Es ist etwas ganz Besonderes für mich“

„Ehrlicherweise hätte ich mir zunächst einen anderen Gegner gewünscht“, gibt Mio Backhaus in einem Vereinsinterview zu. „Natürlich freue ich mich, die Jungs wiederzusehen – etwas früher, als ich gedacht hätte.“ Dass die Partie seines SC Freiburg gegen den SV Werder Bremen (live im TV) für ihn eine besondere Bedeutung hat, verhehlt er nicht: „Ich könnte jetzt sagen, das ist ein Spiel wie jedes andere – aber das stimmt einfach nicht. Es ist etwas ganz Besonderes für mich, deshalb ist es auch ein komisches Gefühl.“ Gleichzeitig will Backhaus die Emotionen für 90 Minuten ausblenden. „Letztlich ist es ein Fußballspiel, es geht für uns genauso um drei Punkte wie für die andere Seite. Ich werde einfach alles auf dem Platz lassen, damit die drei Punkte bei uns bleiben.“

Auch Daniel Thioune, Cheftrainer des SV Werder Bremen, freut sich auf das Wiedersehen – wenn auch mit einer kleinen Einschränkung. „Mio hat die grün-weißen Farben geliebt, alles dafür getan und hat sich zu einem überragenden Torhüter hier entwickelt“, betont der Werder-Trainer. Mio Backhaus sei ein „richtig cooler Junge“, höflich und respektvoll. „Aber noch besser würde er mir gefallen, wenn er das eine oder andere Mal am Wochenende hinter sich greifen müsste“, sagt der 52-Jährige mit einem Augenzwinkern.

 Auch Peter Niemeyer, der Mio Backhaus bei Werder Bremen über zwei Jahre begleitete, ist von dessen Qualitäten überzeugt. Der Wechsel nach Freiburg sei für ihn „ein sinnvoller und gesunder Schritt“, sagt der Leiter Profifußball gegenüber der DeichStube. „Daran sieht man auch, dass hinter seiner Entwicklung und seiner Karriereplanung ein klarer Plan steckt.“ Backhaus habe sich „sowohl persönlich als auch fußballerisch“ enorm entwickelt. „Ich bin überzeugt davon, dass er seinen Weg gehen wird“, sagt Niemeyer. (bvo)