"Heiße Speisen im heißen Sommer": Hitzewelle in Nordkorea - Staat empfiehlt Hundefleischsuppe
"Heiße Speisen im heißen Sommer"Hitzewelle in Nordkorea - Staat empfiehlt Hundefleischsuppe
07.08.2026, 14:13 Uhr
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Andere Länder, andere Sitten: In Nordkorea preist der Staat als Hilfe gegen die Hitze, was in vielen anderen Teilen der Welt unvorstellbar wäre: Hundefleischsuppe. Und es gibt noch eine Mahlzeit, zu der die Bürger greifen sollen.
Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad empfehlen Nordkoreas Staatsmedien Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als Hausmittel gegen die Hitze. Ein von der staatlichen Zeitung "Rodong Sinmun" zitierter Arzt sagte, Hundefleischsuppe sei "vorteilhaft" für die Nährstoffversorgung. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA empfahl zudem eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die mit Hühnchen und kräftigendem Ginseng zubereitet wird.
KCNA pries vor allem die "unvergleichliche medizinische Wirkung" von Ginseng aus der Grenzstadt Kaesong und führte dies auf die "besondere Boden- und Wasserqualität sowie die einzigartige Anbaumethode" der Region zurück. "Das koreanische Volk betrachtet es als gesundheitsfördernden Brauch, in der heißesten Zeit des Sommers heiße Speisen zuzubereiten", schrieb die staatliche Nachrichtenagentur.
Solche Empfehlungen stehen im Gegensatz zu Traditionen in anderen Teilen Asiens. Dort zählt Wintermelonensuppe zu den bevorzugten Sommergerichten. Hundefleisch galt früher auch in Südkorea als sommerliche Delikatesse. Im Februar kommenden Jahres tritt in dem Land ein Hundefleisch-Verbot in Kraft.
Die koreanische Halbinsel ächzt derzeit unter einem heißen Sommer. In der vergangenen Woche wurden an drei Tagen neue Temperaturrekorde gemessen, die am Sonntag mit 42,5 Grad ihren Höhepunkt erreichten.
In Nordkorea berichteten die Staatsmedien von Temperaturen von bis zu 40 Grad. Experten zufolge ist das international isolierte Land schlecht für Hitzewellen gerüstet. Mehr als 40 Prozent der 26 Millionen Einwohner Nordkoreas leiden dem Welternährungsprogramm zufolge an Unterernährung und haben Schwierigkeiten bei der Lebensmittelversorgung.
Quelle: ntv.de, rog/AFP