Hessen auf dem letzten Platz - und Azubis aus Limburg helfen im Ahrtal


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Hessen am Abend

Hessen auf dem letzten Platz - und Azubis aus Limburg helfen im Ahrtal

Gefahr für lokale Unwetter in Hessen, so schlecht ist sonst keine Autobahn-Rastanlage in Deutschland und Azubis aus Limburg bauen Haus im Ahrtal auf. Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.

Collage aus drei Fotos, links: Handwerksazubis stehen vor einem Fachwerkhaus; mitte: Toilettenhaus am Parkplatz Stadtwald - im Vordergrund eine überquellene Mülltonne; rechts: ein Fahrradfahrer fährt durch eine große Pfütze/Nachtaufnahme

Bild © Lea Wieser (hr), ADAC, picture-alliance/dpa (Archiv), Bildcollage: hessenschau.de

Wir beginnen die heutige Ausgabe mit einer guten Nachricht für alle Menschen im Raum Wetzlar: Das Domblick-Freibad darf endlich wieder öffnen! Seit heute darf in Wetzlar wieder geplanscht und geschwommen werden, nachdem das Bad vier Wochen lang wegen "mikrobiologischen Auffälligkeiten bei Routinekontrollen" geschlossen bleiben musste. Also, Wetzlar: Ab ins Wasser!

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00:40 Min.|Alexander Gottschalk

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Wenn eine Blume für den Sommer steht, dann ist das doch wohl definitiv die Sonnenblume. Jede Menge dieser schönen Blumen hat Detlef Handloser aus Bad Vilbel (Wetterau) mit seiner Kamera bei Niederdorfelden (Main-Kinzig) für unsere Rubrik Momentaufnahme festgehalten. Schön, oder?

Ein Sonnenblumenfeld - seitlich von Bäumen begrenzt - blauer Himmel

Bild © Detlef Handloser

Das Sommerwetter hingegen nimmt hier und da eine kleine Auszeit - und was für eine! Aber dazu gleich mehr.

Gefahr lokaler Unwetter in Hessen

Vergangene Nacht verlief im nordhessischen Calden bei Kassel ausgesprochen unruhig: Gegen zwei Uhr sorgte eine Gewitterwolke für zentimetergroße Hagelkörner und einen Sturm, der Bäume umwarf und dank Starkregen Keller volllaufen ließ.

Auch wenn der Dienstag sonnig begann: Laut hr-Wetterexpertin Pila Bossmann muss im weiteren Verlauf des Tages und in der kommenden Nacht weiter mit derartigen Unwettern gerechnet werden.

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00:41 Min.|14.07.26|Nicolas Frühling

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Wo genau, lässt sich wie immer bei solchen Wetterlagen nicht vorhersagen, wahrscheinlich aber vornehmlich in der Südhälfte Hessens. Dort kann es zu Hagelkörnern von zwei bis vier Zentimetern Größe kommen.

Schauer und Gewitter bringen dann stürmische Böen mit sich, zum Teil auch schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern in der Gewitterzelle. Wie sich das Wetter bis Freitag entwickeln soll, erfahren Sie hier.

Deutschlands übelste Autobahn-Rastanlage liegt in Hessen

Wir Hessen lieben unsere Traditionen. Diese Tradition hier könnten wir aber ruhig mal beenden: Erneut sind die hessischen Rastanlagen an den Autobahnen bei einem ADAC-Test auf den hintersten Rängen gelandet.

Vor vier Jahren hatte der ADAC diese Anlagen schon einmal unter die Lupe genommen, und auch damals sah es richtig schlecht für Hessen aus. Wir konnten unsere schlechten Bewertungen jedoch nicht nur wiederholen, sondern sogar noch ausbauen.

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00:20 Min.

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Vor vier Jahren gab es am Rastplatz "Am Stadtwald" an der A3 bei Frankfurt – übrigens die am schlechtesten bewertete Anlage in ganz Deutschland – neben einem geschlossenen WC zumindest noch mobile Toiletten, doch selbst diese sind inzwischen verschwunden.

Im Test spricht der ADAC von einem "stark verdreckten Gesamtzustand" und überquellenden Mülltonnen. Auf dem Gehweg sei benutztes Spritzbesteck gefunden worden. Weitere hessische "Highlight"-Rastplätze gibt es in diesem Artikel.

Wie Azubis aus Hessen beim Wiederaufbau im Ahrtal helfen

Fünf Jahre ist die Katastrophe im Ahrtal inzwischen her, doch noch immer läuft dort der Wiederaufbau. Mit dabei: eine Gruppe von Azubis aus Limburg. Sie arbeiten an einem Fachwerkhaus in Rech, von dem nach der Flut nur das Fachwerkgerüst übrig geblieben war.

Der damalige Besitzer hatte das Gebäude anschließend an den Landkreis Limburg-Weilburg verkauft, der es wiederum dem Dorf Rech geschenkt hatte. Außerdem bat der Kreis die Friedrich-Dessauer-Berufsschule in Limburg, das Projekt zu unterstützen.

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03:00 Min.|14.07.26|Sara Willems

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Und das tun die Azubis der Schule seitdem. Seit einem Jahr fahren sie fast jede Woche eine Stunde nach Rech zu ihrer eigenen Baustelle – einem Haus aus dem Jahr 1834. Laut Schulleiter Stefan Laux eine "Win-Win Situation". Dem Dorf könne geholfen werden, und seine Lehrlinge können ohne Leistungsdruck und unter realen Bedingungen ihr Handwerk verbessern.

Wenn das Haus fertig ist, soll es das neue Dorfgemeinschaftshaus werden. Eine sehr schöne Geschichte, die Sie hier lesen können.

Weitere Themen des Tages

Ein kurzer Blick über den Tellerrand

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Streaming-Tipp: Wochenendrebellen

Sollten Sie heute im WM-Halbfinale nicht das Spiel Frankreich gegen Spanien gucken wollen, habe ich einen Spielfilm mit Florian David Fitz und Aylin Tezel für Sie im Angebot: Der Restaurant-Qualitätsmanager Mirco und seine Frau Fatime erziehen ihren Sohn Jason mit Liebe – und mit mindestens genauso viel Geduld.

Der autistische Zehnjährige ist hochintelligent, tut sich jedoch mit Gleichaltrigen schwer. Als ihm die Versetzung in eine Sonderschule droht, lässt sich sein Vater etwas Besonderes einfallen, um seinem von Astrophysik faszinierten Sohn eine alterstypischere Leidenschaft näherzubringen: Jason soll sich einen Fußballverein aussuchen! Ganz nach seiner akribischen Art möchte der Junge die Stadien aller 56 Profivereine besuchen, um eine fundierte Wahl zu treffen. Seine Kriterien entsprechen jedoch nicht dem gängigen Fantum...

Den Film gibt es noch bis zum 12. August in der ARD Mediathek – Sie können ihn also auch nach der WM noch gucken.

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Podcast-Tipp: 5 Jahre Ahrtal-Flut – Hat Deutschland aus der Katastrophe gelernt?

Nach heftigen Regenfällen steigt der Pegel der Ahr in der Nacht des 14. Juli 2021 binnen weniger Stunden auf nie gekannte Höhen. Eine Sturzflut reißt Häuser und Brücken mit sich. Als gegen 23 Uhr der Katastrophenalarm ausgerufen wird, ist es für viele schon zu spät: Insgesamt sterben in Deutschland mehr als 180 Menschen bei der Flut,135 davon allein im Ahrtal.

Fünf Jahre später ist im Ahrtal zwar etliches wieder aufgebaut, doch Konsequenzen für die Verantwortlichen gibt es aus Sicht vieler Betroffener bis heute zu wenig. In dieser 11KM-Folge erzählt SWR-Journalist Constantin Pläcking in ARD Sounds, wie es den Menschen dort heute geht, woran es bei der juristischen Aufarbeitung hapert und ob das Ahrtal bei der nächsten Flut besser gewappnet wäre.

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Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Bis morgen!

Ihr Sven-Oliver Schibat (findet es immer noch schade, dass dieses Team aus der WM raus ist)

Sven-Oliver Schibat

Sven-Oliver Schibat Bild © hr/Jan-Niclas Grömling

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