Luzern streicht Mittellinie auf Strassen – Leser diskutieren
Entfernte Strassenmittellinien
«Wer das entschieden hat, fährt selbst sicher nicht Auto!»
Mitte-Kantonsrätin Eliane Graber sorgt sich um die Verkehrssicherheit im Kanton Luzern. Dort wurden bei Kantonsstrassen die Mittellinien entfernt. Sie fordert die Markierungen zugunsten der Orientierung zurück. In der Leserschaft teilen viele ihr Anliegen.
Publiziert: 17:54 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Luzern entfernt Mittellinien auf Kantonstrassen, Kritik von Politikern und Bürgern.
- Astra und BfU: Ohne Mittellinien wird langsamer und vorsichtiger gefahren.
- Leserumfrage: 84 Prozent von 3500 Befragten fordern Mittellinien für bessere Sicherheit und Orientierung.
Alessandro KälinRedaktor Community
Der Kanton Luzern streicht die Strassen neu. Auf mehreren Kantonsstrassen wurden dort nach Sanierungen die Mittellinien entfernt. Mitte-Kantonsrätin Eliane Graber (37) fordert diese auf Strecken mit Tempo 80 oder höher zurück. In einem Postulat argumentiert Graber, die Mittellinien fördern die Sicherheit und gewährleisten einfache Orientierung. Auch moderne Fahrerassistenzsysteme bereiten ihr ohne Führungslinie Sorgen.
Sowohl das Bundesamt für Strassen (Astra) als auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) argumentieren dagegen. Ohne Mittellinien werde vor allem auf schmaleren Strassen vorsichtiger und langsamer gefahren. Erst ab einer gewissen Fahrbahnbreite würde die Markierung Sinn machen. Diese Argumente überzeugen in unserer Community nur wenige, wie eine Leserumfrage zeigt.
Die Mehrheit der Community hält am Mittelstreifen fest
Gemäss der nicht repräsentativen Umfrage sind ganze 84 Prozent der über 3500 Teilnehmer klar gegen das Entfernen des Mittelstreifens. Sicherheit und einfache Orientierung ist für diese Lesergruppe unabdingbar.
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Nur für 8 Prozent ist weniger gleich mehr. Sie würden den Mittelstreifen nicht vermissen. Laut den übrigen acht Prozent kommt es klar auf den Einzelfall an. Je nach Strasse und Sicherheitsverhältnis seien andere Massnahmen nötig. Auch in der Kommentarspalte haben die Befürworter des Mittelstreifens die Oberhand.
«Das ist das Gegenteil von Verkehrssicherheit»
Viele Leserinnen und Leser äussern ihre Bedenken. François Boder ist einer von ihnen: «Wer das veranlasst hat, ist wohl noch nie bei Regen oder Nebel Auto gefahren!» Martina Kaufmann fragt ebenso: «Und was ist bei dichtem Nebel und in der Nacht? Da führt das Fehlen einer Orientierungshilfe bestimmt nicht zu mehr Sicherheit.»
Kurt Zeller hebt hervor: «Es gibt viele Menschen, die können die Distanz nicht richtig einschätzen. Darum ist die Mittellinie gut.» Martin Lutz argumentiert: «Auf jede Strasse, die breit genug ist, dass zwei Autos aneinander vorbeikommen, gehören Mittellinien. Das ist Sparen am falschen Ort.» Dave Allemann ist zudem überzeugt: «Wer auch immer das entschieden hat, fährt selbst sicher nicht Auto!»
Fritz Schatzmann merkt zudem an: «Mein Auto fährt bei eingeschaltetem Assistenten in der Mitte der Strasse, wenn keine Mittellinie vorhanden ist. Das ist das Gegenteil von Verkehrssicherheit.» Stephan Wyss positioniert sich klar: «Die Abschaffung von Mittellinien ist ein gefährlicher Blindflug, der nicht zu Ende gedacht ist. Wir brauchen auf den Strassen mehr Sicherheit, keine Einsparungen auf Kosten unserer Gesundheit!»
«Wer Auto fahren kann, dem wird das egal sein»
Trotzdem unterstützen auch einige Kommentierende die Massnahme des Kantons Luzern. Peter Stücheli versteht die Aufregung nicht: «Wenn eine Randlinie vorhanden ist, kann man sich an dieser orientieren. Zudem ist der Blick dadurch mehr dorthin gerichtet, wo einspurige Fahrzeuge und Fussgänger vorhanden sein könnten.» Adrian Sutter ist überzeugt: «Wer Auto fahren kann, dem wird das egal sein.»
Auch Thomas Hager kommentiert: «Wer das Autofahren nicht mehr beherrscht, nur weil der Mittelstreifen fehlt, sollte zu Hause bleiben.» Michael Gerber will der Idee eine Chance geben: «In ein paar Jahren hat man genug Erfahrung gesammelt und kann nochmals über die Bücher gehen. Jetzt schon ein riesengrosses Trara zu machen wegen der Abwesenheit von ein bisschen Farbe ist sinnlos.»