Hitzesommer rüttelt viele auf – Ruf nach Schutzmaßnahmen
Stand: 21.08.2026, 13:34 Uhr
Kommentare

Temperaturen über 40 Grad, brennende Wälder und Dürre, die die Ernte bedroht: Viele Menschen zeigen sich angesichts der vergangenen Wochen besorgt. Sie formulieren ebenso Wünsche an die Politik wie eigene gute Vorsätze.
Köln (KNA) – Viele Menschen in Deutschland empfinden die Auswirkungen der Klimakrise angesichts des Hitzesommers offenbar als deutlich gravierender als zuvor. Eine Mehrheit von 44 Prozent gibt dies in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) an. 24 Prozent bewerten die Folgen des Klimawandels demnach etwas gravierender, für 22 Prozent hat sich nichts verändert. Unter den ältesten Befragten gibt die Hälfte (50 Prozent) an, die Folgen nun deutlich schwerwiegender einzuschätzen.
Artikel der KNA
Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Grünere Städte sowie Hitzeschutz für Pflegeheime und Schulen
In der kommenden Woche berät das Bundeskabinett über Hitze- und Klimaschutz. Im Hinblick darauf wünscht sich eine Mehrheit von 53 Prozent mehr Grünflächen und Bäume in Städten. 50 Prozent fordern zudem besseren Hitzeschutz für Pflegeheime und andere Einrichtungen für besonders gefährdete Menschen, 37 Prozent mehr Schattenplätze und öffentliche Trinkwasserstellen, 35 Prozent verbesserten Hitzeschutz an Schulen und Kindergärten.
Siesta-Regelung am Arbeitsplatz als Schutzmaßnahme bei Hitze?
Maßnahmen wie eine Siesta-Regelung am Arbeitsplatz können sich demnach 17 Prozent vorstellen – im betroffenen Lebensalter etwas mehr Menschen, nämlich jeweils 21 Prozent zwischen 24 und 44 Jahren. 19 Prozent wünschen sich eine verstärkte Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, 11 Prozent eine Begrenzung des Autoverkehrs. Mehr Informationen und Warnungen bei Hitzewellen wünschen sich indes nur 9 Prozent.
Was tut jede und jeder selbst fürs Klima?
Ein gutes Drittel (34 Prozent) sieht sich selbst derweil nicht in der Pflicht. Dagegen planen 28 Prozent, künftig mehr regionale und saisonale Produkte zu kaufen. 27 Prozent wollen Energie sparen, 23 Prozent Wasser. Weniger oder bewussteren Konsum haben sich ebenfalls 23 Prozent vorgenommen, einen reduzierten Verbrauch von tierischen Produkten 19 Prozent. Hier ist die Zustimmung bei jüngeren Menschen besonders groß: 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen setzen auf weniger Konsum, 27 Prozent auf weniger tierische Produkte.
Insgesamt 16 Prozent wollen weniger Autofahren und 13 Prozent weniger fliegen. Auch hier sehen die jüngsten Befragten den meisten Handlungsspielraum: 21 Prozent haben vor, weniger zu fliegen; in der Altersgruppe 55plus nennen 12 Prozent dieses Ziel. Online befragt wurden laut Angaben 2.053 Personen; die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.