Hrgota verzweifelt: Was bei St. Pauli gerade schiefläuft
FC St. Pauli
Hrgota bringt es auf den Punkt: Was bei St. Pauli in Essen alles schieflief
Auf ihm lastet große Hoffnung, zaubern aber kann Branimir Hrgota auch nicht. Vielmehr hadert der neu verpflichtete Routinier mit den Fehlern, die für den Pokal‑K.o. des FC St. Pauli in Essen sorgten.
Er ist noch sehr, sehr neu auf dem Kiez. Und trotzdem muss Branimir Hrgota ununterbrochen der Öffentlichkeit erklären, warum diese oder jene Dinge beim FC St. Pauli (noch) nicht funktionieren. Dabei ist dem Schweden anzumerken, wie sehr all das an ihm nagt.
Die Verzweiflung war ihm deutlich anzusehen. Branimir Hrgota hatte – es stand längst 0:2 in Essen und die Endphase lief – den Ball im zentralen Mittelfeld in Höhe der Mittellinie erobert und spielte ihn in den freien Raum. Dort wären eigentlich zwei Teamkollegen zugegen gewesen, doch beide orientierten sich vom Ball weg, sodass ein Gegner dazwischenspritzte und die Kugel zurückholte. Hrgota konnte es nicht fassen, gestikulierte wild, zog an seinem Trikot, an der Hose.
St. Paulis Branimir Hrgota war die Verzweiflung anzusehen
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Der 33-Jährige war nach Hamburg gekommen, um nach der letzten Horror-Saison mit Greuther Fürth wieder in ruhige Fahrwasser zu geraten. Das ließ sich in der Vorbereitung zunächst ganz passabel an, der Saisonstart mit zwei Remis nach zweimaliger Führung war dann schon eine Bremse. Der Stachel des Pokal-K.o. saß nun entsprechend tief, auch wenn dem Routinier natürlich bewusst ist, dass die Saison immer noch in den Kinderschuhen steckt.
St. Pauli macht vorn und hinten entscheidende Fehler
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Trotzdem. Es gab einiges, was angesprochen werden musste nach der Pleite an der Hafenstraße. „Erst mal machen wir nicht die Tore, wo wir sie machen müssen“, monierte Hrgota. „Wir haben zwei, drei Riesenchancen, bei denen wir ein Tor machen müssen.“ Doch damit nicht genug: „Letztendlich dürfen wir auch unsere Gegenspieler nicht so alleine lassen, dass sie einfach so einen Kopfball machen oder frei einschießen dürfen.“ Es sei etwas von beiden Seiten: „Wir müssen es vorn besser machen und wir müssen es auch hinten besser machen.“
Schuldzuweisungen persönlicher Natur kamen dem feinen Fußballer dabei freilich nicht über die Lippen. „Wir schießen alle Tore zusammen und wir bekommen die Tore auch zusammen“, sagte er in Bezug auf Martijn Kaars, der drei ganz dicke Dinger hatte liegen lassen. „Es geht nicht um die einzelnen Personen, sondern wir werden alles zusammen machen. Letzte Woche hat er ein Tor gemacht, heute hat er es nicht gemacht.“
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Branimir Hrgota setzt auf St. Paulis Teamgeist
Dass sich das wieder ändern muss, ist Hrgota natürlich auch bewusst. „Wie gesagt: Wir machen das alles zusammen“, unterstrich er. „Und daran werden wir arbeiten. Wenn wir unsere Torchancen besser nutzen und wenn wir es auch hinten besser machen, läuft es vielleicht anders.“ Das wäre in der Tat hilfreich. Auch für Branimir Hrgota, der sich mit dem FC St. Pauli gewiss andere Ziele gesetzt hat, als gleich wieder aus einer Krise heraus zu starten.